Wenn sich steuerpflichtiger Rentner jetzt selber beim Finanzamt meldet, entfällt dann die Strafe?

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Eine Strafe droht m.W. nicht, denn es handelt sich hier nicht um Steuerhinterziehung ala Zumwinkel....außerdem besteht für die meisten Rentner keine Steuerpflicht sofern sie nur eine Rente aus der Sozialversicherung beziehen. Für zukünftge Rentner wird sich das, je nach Renteneintritt ändern, da der steuerpflichtige ANteil der Rente von nun an, von Jahr zu Jahr steigt und nach derzeitigem Recht um das Jahr 2030 (Rentenbeginn) 100% beträgt. Bei weiteren EInkünften aus Betriebsrenten und Miet- und Pachteinnahmen muß man eine Einkommensteuererklärung abgeben, ob Steuer zu zahlen ist legt das Finanzamt, je nach Höhe der Gesamteinnahmen fest.

Eine Steuererklärung abzugeben, bevor man aufgefordert wird, ist eine Selbstanzeige, die strafbefreiend wirkt.

Allerdingsmüßte man dann die letzten 10 Jahre prüfen.

Alternativ mit den Rentenbescheiden der ganzen Jahre zum Finanzamt gehen.

Dann ist es die selbstanzeige für den gesamten Zeitraum und die berechnen die Steuerschuld.

Woher ich das weiß:Studium / Ausbildung – Steuerbevollmächtigtenprüfung 1979, Steuerberaterprüfg .1986

Progressionsvorbehalt bei verspäteter Abgabe der Steuererklärung ?

Hallo zusammen

Ich bin, zum Glück,  nicht zur Abgabe einer Steuererklärung verpflichtet, deshalb habe ich ja 4 Jahre Zeit, diese freiwillig nachzuholen. Für 2011 hätte ich die Erklärung also bis 31.12 2015 einreichen können, leider habe ich die Frist verpennt, die Erklärung ging 21 Tage zu spät beim Finanzamt ein, nämlich am 21.1.2016. Das Finanzamt hat wegen dieser Verspätung den Antrag abgelehnt.

Ich habe aber in 2011 Lohnersatzleistungen, sprich Krankengeld bezogen, deshalb wäre ich ja eigentlich zur Abgabe der Steuererklärung verpflichtet gewesen. Obwohl das Finanzamt, wegen des Progressionsvorbehaltes, Geld von mir bekommen hätte, hätte ich trotzdem noch ca. 200 € wieder bekommen.

Nun die Frage, lohnt es sich, Widerspruch gegen den Bescheid einzulegen, um die 200 € Erstattung doch noch zu bekommen? Denn wenn ich wegen des Progressionsvorbehaltes zur Abgabe verpflichtet bin, ist das Finanzamt ja eigentlich auch zur Entgegennahme der Steuererklärung, also zur Abrechnung verpflichtet, oder? ??

Kann es mir dann aber passieren, daß ich wegen der verspäteten Abgabe eine Strafe aufgebrummt bekomme, und mir dadurch selbst ins Knie schieße, oder daß das Finanzamt sagt, ich müßte zwar den Progressionsvorbehalt ausgleichen, sprich etwas zahlen, mir die Erstattung aber verweigert, womit mir ja auch wenig gedient wäre? ??

Das Finanzamt hatte mich NICHT zur Abgabe der Steuererklärung aufgefordert! !!

Vielen Dank für eure Hilfe.

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