Wenn man sich auf Aufhebungsvertrag einlässt, verliert man ALG I- Anspruch?

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Um die unglückliche Situation der 12 Wochen - Sperre zu korrigieren hat die Bundesagentur für Arbeit ihre Durchführungsanweisungen zur Sperrzeit aktualisiert.

Nach dieser Anweisung haben Arbeitnehmer bei Abschluss eines Aufhebungsvertrags einen ungekürzten Anspruch auf Arbeitslosengeld, wenn folgende Bedingungen erfüllt sind.

  1. Durch den Aufhebungsvertrag erhält der Arbeitnehmer eine Abfindung zwischen 0,25 und 0,5 Monatsverdiensten pro Beschäftigungsjahr.

2. Ohne den Aufhebungsvertrag wäre dem Arbeitnehmer unter Einhaltung der Kündigungsfrist betriebsbedingt gekündigt worden.

Die Kündigungsfrist wird auch bei Abschluss des Aufhebungsvertrages eingehalten. Bewegt sich die Abfindung außerhalb dieser Bandbreiten drohen bei Aufhebungsverträgen weiterhin Sperrzeiten.

Wenn im Aufhebungsvertrag steht, dass Dir ansonsten sowieso betriebsbedingt hätte gekündigt werden müssen, hast Du also nicht daran mitgewirkt, Deinen Arbeitsplatz aufzugeben, also wird keine Sperrzeit fällig, Du kannst Dich auf das Statement Deines Arbeitgebers berufen. Ansonsten: 1. Sperrfrist von 12 Wochen, die sofort nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses zu laufen beginnt. 2. 25%ige Kürzung der Anspruchsdauer, was logischerweise bereits mit den 12 Wochen abgegolten ist, sofern man nur 1 Jahr ALG1-Anspruch hat. Aber aufgepasst: wenn man einen Anspruch von 2 Jahren hat, wird die Anspruchsdauer demnach um insgesamt 1/2 Jahr (=25%) gekürzt; 12 Wochen am Anfang der Anspruchszeit und nochmal 12 Wochen am Ende. Wenn man allerdings gewichtige Gründe hat, dieser Kürzung zu widersprechen, sollte man das auch tun. Aufhebungsverträge werden ja durchaus älteren Arbeitnehmern angetragen, wenn insgesamt Stellenabbau in der Firma ansteht. Wenn man sich also weitgehend unschuldig am Zustandekommen des Arbeitsplatzverlustes fühlt, sollte man gegen den Bescheid Widerspruch einlegen, es kann sich lohnen!! Ich spreche aus Erfahrung, denn mir wurden letztendlich insgesamt nur 3 Wochen von den 24 Monaten ALF1-Anspruch verwehrt. :-))

man wird in den meisten Fällen für 3 Monate gesperrt. Das ist dann so wie bei einer eigenen Kündigung.

Grund für die Sperre: der Arbeitnehmer nimmt aktiv teil an der Kündigung. Ausweg: die Abfindung sollte deutlich höher ausfallen, damit die Sperre kompensiert wird.

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