Wenn man eine Fahrtgemeinschaft zur Arbeit hat kann dann einen Anteil der Pendlerpauschale verlangen

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5 Antworten

spontan würde ich sagen: dann lass das mit der Fahrgemeinschaft oder lass auch die anderen mal fahren.

Oder du rechnest die Vollkosten aus für deinen PKW und lässt dir das bezahlen, nicht nur den Sprit anteilig.

Oder du zahlt gar keinen Sprit, nur die anderen.


Klar ist, dass ein Auto nicht nur Sprit kostet und du trägst den Wertverlust. Das ist ein Thema, das zu diskutieren wäre.

Steuerlich kann jeder die km ansetzen. Das ist einfach so.

Ändere du für dich die Spielregeln, so dass sie für dich passen. Und dann machst du den Gewinn bei der ganzen Sache :)

Also einen "Anteil an der Pendlerpauschale" ist wohl ein ziemlich queres Vorgehen. Vor allem, weil es dich im Grunde nichts angeht, ob seine Mitfahrer eine Steuererklärung machen, etc.

Wobei ich dir jedoch recht gebe ist, dass du im Grunde die großen Kosten hast und die anderen Mitfahrer durch die Benzinbeteiligung günstig dabei weg kommen. Du hast schließlich abnutzung, Reparatur, Inspektion, Unfallrisiko, etc. zu tragen. Daher solltet ihr euch überlegen, ob es hier nicht eine etwas fairere Methode der Umlage gibt. Z. B. dass du wenigstens von den Benzinkosten ausgenommen bist oder es eine sonstig Umlage gibt.

Grundsätzlich kenne ich es nämlich nur so, dass eine Fahrgemeinschaft sich abwechselt und somit die Kosten für alle mehr oder weniger gleich sind.

Warum willst du es komplitierter machen, als es ist ?

Du hast deinen Weg zur Arbeit, nimmst in deiner Steuererklärung die Pauschale in Anspruch, obwohl du nicht alleine fährst, sondern einen Teil deiner Benzinkosten erstattet bekommst. Okay ... durch die Abschreibung, Verschleiß des Fahrzeuges, Reparaturen, zusätzlichen Parkgebühren u.a. hast du ggf. den größten Batzen der Kosten zu tragen.

Die anderen nehmen die Pauschale in Anspruch, obwohl sie ggf. gar nicht so viel Geld aufwenden als sie erstattet bekommen.

PS: Hier könntest du eine Umlage für die Zusatzkosten wie oben genannt - verlangen.

Und was ist mit den Radfahrern ?

Auch die können den gleichen Betrag von -,30€ pro Kilometer (einfache Entfernung ) in Anspruch nehmen.

Zur Arbeit hinkommen muss jeder irgendwie. Daher finde ich die Lösung - allen gleich viel zu geben - eigentlich gerecht.

Es liegt doch an jedem selbst, Überlegungen für den öffentlichen Nahverkehr oder pro Fahrgemeinschaften zu treffen. Gewinnen kann hier die Umwelt.

Zitat: Die Pendlerpauschale kann unabhängig von der Art der genutzen Verkehrsmittel für alle Fahrten von der Wohnung zu dem Arbeitsort als Werbungskosten abgesetzt werden. Sie beträgt für jeden Arbeitstag und jeden vollen Kilometer der einfachen Entfernung zwischen dem Arbeitsort und der Wohnung 0,30 EUR. Zitatende

Du gehst von zwei fehlerhaften Grundgedanken aus, deshalb kannst du auch nicht auf ein korrektes Ergebnis kommen!

Erstens mußt du nicht die Spritkosten teilen, sondern die Gesamtkosten des Fahrzeuges je Kilometer! Also mit deiner brandneuen Mercedes S-Klasse dann 1,16 EUR durch 3 Insassen... oder so ähnlich... Das ergibt für alle Teilnehmer Sinn, weil sie so nur ein Drittel oder ein Viertel der Fahrtkosten tragen - sowohl aktuell deiner, als auch im Vergleich zum Selberfahren.

Zweitens macht steuerlich bei 15km einfache Fahrt zu 0,30 EUR=4,50 EUR täglich mal 220 Arbeitstage die Summe immer noch weniger aus, als die Werbekostenpauschale i.H.v. 1.000EUR . Von GEWINN kann bis hierhin gar keine Rede sein!

Das Benzin teilen wir uns, aber die anderen machen doch einen Gewinn durch die Pendlerpauschale ohne dafür wirklich etwas zu tun.

Also, da sind die drei Damen A, B und C. A hat das Auto. Alle wohnen in X und arbeiten in Y.

Jeden Tag fährt A mit dem Auto also von X nach Y zurück nach X. Im Auto sind B und C.

Jetzt ersetzen wir noch "Das Benzin teilen wir uns" durch "die Fahrtkosten teilen wir uns". Siehe dazu die Antwort von mig112.

Es fallen an:
3.000 km mit Fahrtkosten von je 20 Cent pro Kilometer, also insgesamt 600 Euro. A, B und C werfen also jeder 200 Euro in die Kasse.

A rechnet:
200 Euro bezahlt, 3.000 km gefahren sind 900 Euro Werbungskosten. Macht bei 30% Steuer eine Steuerersparnis von 270 Euro. Macht in Summe 70 Euro "Gewinn".

B rechnet:
200 Euro bezahlt, 3.000 km gefahren sind 900 Euro Werbungskosten. Macht bei 30% Steuer eine Steuerersparnis von 270 Euro. Macht in Summe 70 Euro "Gewinn".

C rechnet:
200 Euro bezahlt, 3.000 km gefahren sind 900 Euro Werbungskosten. Macht bei 30% Steuer eine Steuerersparnis von 270 Euro. Macht in Summe 70 Euro "Gewinn".

So, und nun erkläre mir mal, wodurch B und C einen Vorteil gegenüber dem A haben?

Ganz einfach!

B ist Geschäftsführer und hat einen Spitzensteuersatz in Klasse 1 Grundtabelle von 38,5% ==> da ist es doch ganz und gar ungerecht, dass er mehr Steuern spart, bei gleicher Fahrtstrecke!! Gerecht wäre ein Firmenwagen... oder nicht!?

:-))

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@mig112

Selbstverständlich verdient jeder dasselbe, hat ein Reihenhaus in einer Reihenhaussiedlung mit Reihenauto und Reihenfamilie.

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Im Prinzip müsste der A je ein Drittel seiner Entfernungspauschale an den B und an den C geben. Denn er hat ja auch nur ein Drittel der Kosten getragen. Das wäre aber nur gerecht, wenn B und D keine eigene Entfernungspauschale geltend machen dürften.

Der Nachbar D übrigens, der auch da arbeitet, aber allein fährt, weil der nämlich den B nicht leiden kann, der muss 600 zahlen und bekommt trotzdem nur 270 zurück. Der macht einen Verlust von 330.

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