Wenn jemand das Erbe ausschlägt, wem stehts dann rechtlich gesehen als nächstem zu?

3 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

macco: Mit dem Wirksamwerden der Ausschlagungserklärung fingiert das Gesetz, dass die Erbschaft dem Erben nie angefallen ist. Dies hat zur Folge: Die Erbschaft fällt dem nächstberufenen Erben mit Rückwirkung auf den Zeitpunkt des Erbfalls an. Nächstberufene sind:

  • bei der gesetzlichen Erbfolge diejenigen, die bisher durch den Zuerst berufenen ausgeschlossen waren: subsidiär tritt Erbteils Erhöhung ein.

  • bei gewillkürter Erbfolge die Ersatzerben; subsidiär tritt Anwachsung ein. Die Nächstberufenen können wiederum ausschlagen, nicht aber der Fiskus.

Wer rechtswirksam ausgeschlagen hat, kann grundsätzlich nichts mehr fordern.

Um die Antworten noch um einen Punkt zu ergänzen:

Wer kümmerst sich darum?

Das Nachlassgericht, welches eine Abteilung des Amtsgerichts ist, wird bei unbekanntem Erbe einen Nachlasspfleger bestimmen, dessen Aufgabe es dann ist, den nach Gesetz oder letztwilliger Verfügung bestimmten Erbe zu ermitteln.

es erbt dann der, der geerbt hätte, wenn der Erbe der ausschlägt, vor dem Erblasser gestorben wäre. Also vermutlich die Kinder dessen Person, die das Erbe nicht haben will. Bzw. wenn es ein Testament gab mit einem Ersatzerben, wäre der dann am Zug. Grundsätzlich kann man aber auch sagen, es greift die gesetzl. Erbfolge.

Kann?

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