Wenn ich SBU und BUZ habe, habe ich dann die Vorteile von beiden und minimiere deren Nachteile?

3 Antworten

Risikoabsicherung, in deinem Falle Absicherung der Arbeitskraft, und Altersvorsorge sollten immer getrennt gemacht werden. Ganz alleine schon wegen der höheren Flexibilität. Wenn du die fondsgebundene RV aussetzt, setzt du auch die BUZ aus. Außerdem ist die BUZ anders zu versteuern als die normal BU. Aber das sollte dein Vertreter eigentlich wissen. Wie ich sehe bin ich nicht allein mit der Einschätzung. Mein Rat lass das. Wenn dir die BU nicht ausreicht, kannst du mit einer weiteren BU dein BU-Rente aufstocken.

Sparvertrag und BUZ zu kombinieren macht wenig Sinn.

Entweder macht man eine eigenständige BUV oder man kombiniert eine Risikolebensversicherung mit einer BUZ. Niemals einen Kapitalbildenden Vertrag.

Der Grund hierfür liegt neben der von dir gewählten mangelnden Flexibilität im Alterseinkünftegesetz. Die an Sparverträge angehängte BUZ würde im Leistungsfall analog des Hauptvertrags versteuert.

Beispiele:

  1. Schicht (Rürup-Rente): Abgeschlossen in 2012, vereinbarte BU-Rente 1.000,- €. Du wirst 2013 berufsunfähig, erhälst eine Jahresrente von 12.000,- €. 76% davon sind steuerpflichtiges Einkommen. Des weiteren werden die Beiträge zur BU nur dann steuerlich als absetzbar anerkannt, wenn sie weniger als 50% des Gesamtbeitrags ausmachen.

  2. Schicht (betriebliche Altersvorsorge, Riester-Rente): Leistungen aus der BU wären zu 100% steuerpflichtig. Wenn über bAV organisiert fallen auch KV und PV Beiträge an.

  3. Schicht (private Rentenversicherung): Hier kannst du steuerlich in gar keiner Konstellation etwas absetzen. Die Zeiten sind seit dem 01.01.2005 vorbei. Es wird im Leistungsfall der Ertrag besteuert, wie bei einer normalen BUV auch, mit einem Unterschied: Eine reine BUV oder Risiko-LV+BUZ wäre u.U. noch steuerlich absetzbar, wenn dein KV+PV Beitrag im Jahr 1.900,- € nicht übersteigt (2.800,- € wenn du Selbständig bist).

Den Ausführungen kann ich nur zustimmen - die steuerliche Komponente bei Riester und Rürup bzw. bei bAV die sogar noch zusätzlichen KV/PV-Abgaben sind von entscheidender Bedeutung.

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66%* sollte es heißen, war ein Tippfehler!

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Ist ja schon viel geschrieben worden. Doch Achtung bei der Steuer. Deren Solo BU werden geringer versteuert als gekoppelte BU. Anders gesagt, die Steuern in der Leistungsphase bei einer gekoppelten BU sind höher als bei einer Solo BU. Das sollte man genau durchrechnen. Das rechnet sich unter Umständen trotz aller Steuervorteile nicht, wenn man in jungen Jahren BU wird. Lass den Berater doch mal die Steuerbelastung berechnen im Fall Solo BU und gekoppelt. Ach ja und die GKV Berechnung nicht vergessen.

Mal platt gesagt: Das ist ein Angebot, dass das Einkommen des Beraters maximiert. Ich würde lieber die bestehende BU aufstocken (vorausgesetzt die Konditionen stimmen) statt eine zweite BU abzuschliessen. Oder willst Du Dich im Schadenfall mit zwei VU herumärgern?

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