Wenn die EZB alle Wertpapiere aufkauft, was bleibt dann den Lebensversicherungen übrig?

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2 Antworten

Auch bei der Geldanlage gilt - Angebot und Nachfrage regeln den Preis ( jede Zeitung und jeder "Experte" sagt natürlich das stimme nicht, und beim Geld hätte jeder Anlegen einen "Rechtsanspruch" auf mindesten 4 % , eher mehr, damit man schneller Millionär wird ).

Die Aktionen der EZB wirken nur auf dem Sekundärmarkt, hat also dahingehend keinen bis kaum Einfluss auf dem Primärmarkt. Hier gilt obige Grundregel die in jedem VWL-Buch steht.

Wenn zum gebotenen Zinssatz nicht sparen will, kann konsumieren ( ist nicht verboten ). Und wer zum gebotenen Zinssatz seinen Kredit nicht bekommt, wird üerlegen, ob er beim Zinssatz nicht vlt. "ne Schippe" drauflegen kann und will.

Das was "dabei" herauskommt nennt sich Preis ( bei Geld Zins ) und ist Ergebni von etwas, das man Markt nennt.

Wenn alle sich nur noch kaputtsparen ( oder reichsparen, z.B. Unternehmen ) und niemand mehr "investiert" geht der Preis ( = Zins ) ganz von alleine in den Keller.

Das ganz gejammer ist etwa so logisch, als würde sich ein Opec-Land, das gerade die Förderung noch mal erhöht hat, über den von "obskuren Mächten" auf lächerlichem Niveau festgelegten Ölpreis beschweren.

Das Geld soll nach Meinung der EZB nicht gebunkert sondern investiert werden. Also allen Bereichen der Wirtschaft zur Verfügung gestellt werden.

Wer es als letzter merkt, dass das nur mit einem starken Anstieg der Aktienbörsen enden kann, macht das Licht aus.

Dagegen sprechen derzeit noch die Eigenkapital- und Liquiditätsregeln (also Basel ...). Nur sind die zum einen im Laufe der Jahre nicht als statisch anzusehen. Zum anderen nützen gerade deutsche Institute weniger als andere die dort durchaus noch vorhandenen Möglichkeiten aus.

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