Weniger Arbeitsstunden als im Vertrag vereinbart

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5 Antworten

Das hört sich für mich an, als würdest Du nicht zu einem Festgehalt, sondern nach geleisteten Stunden bezahlt. In diesem Fall hat der Arbeitgeber im Rahmen der im Arbeitsvertrag ggf. festgelegten Arbeitszeiten die Möglichkeit, das nach betrieblichen Randbedingungen festzulegen bzw. auch zeitlich zu verändern. Selbst wenn der Arbeitsvertrag eine Regelarbeitszeit von z.B. 40 Stunden in der Woche ausweist, jedoch nach geleisteten Stunden bezahlt wird, kann die Wochenarbeitszeit aus Auftragsgründen auch deutlich reduziert ausfallen.

Würde ein Festgehalt mit Überstunden- und Gleitzeitregelung vereinbart, dann könnte der Arbeitgeber dennoch verkürzte Arbeitzeiten anordnen, müßte jedoch das Festgehalt zahlen. Die fehlenden Stunden gehen zu lasten Deines Gleitzeitkontos. Im Falle deutlicher Probleme kann es auch zu Kurzarbeit kommen, wodurch weitere Gehaltseinbußen entstehen.

Du solltest also einen Vertrag anstreben, der Deinem Bedarf entspricht. Ansonsten bleibt nur die Möglichkeit, einen weiteren Job zu suchen, der den fehlenden Rest finanziert. Vielleicht solltest Du ja überhaupt mal nach anderen Arbeitgebern Ausschau halten ;-)

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Ach ja, als ich im August meine Bedenken geäussert habe, dass ich ja da zu wenig Stunden arbeiten würde und deshlab dort nicht arbeiten möchte, wurde mir ein Festgehalt von der pdl zugesagt, der allerdings leider nicht schriftlich fixiert ist. Ich bin dann natürlich gestern ins Büro gefahren, denn von 550 Euro kann ich nicht leben, und dort teilte man mir mit, sie haben korrekt abgerechnet, meine Stunden sind mir doch bezahlt worden

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Kommentar von imager761
16.10.2013, 06:44

Ohne Festgehalt kein gesichertes Einkommen. Das musst du ändern, so oder so :-O

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Wenn ein Fixgehalt im Vertrag vereinbart wurde und du deine Arbeitskraft in Höhe der vereinbarten Stunden angeboten hast, steht dir auch für diese die Bezahlung zu.

Das Betriebsrisiko trägt der Arbeitgeber und kann es nicht auf den Arbeitnehmer abwälzen.

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Wie sollen wir das ohne Kenntnis deines Arbeitsvertrages beantworten können?

Dass du weniger als mündlich abgesprochen eingesetzt wurdest und offenbar auf Stundenbasis entlohnt wirst, kann durchaus zutreffen.

G imager761

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Also prinzipiell hat der Arbeitgeber die Stunden zu bezahlen, die auch vereinbart wurden. Hier liegt das Problem, dass der Vertrag mündlich ist und die Nachweisbarkeit fehlt.

Der AG wird also behaupten, dass eine flexible Zeitgestaltung vereinbart wurde. Hier hilft nur auf schriftlichen Vertrag bestehen & danach die Stunden einfordern.

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