Wem gehört die Direktversicherung?

3 Antworten

Wie schaut es mit der Direktversicherung aus ? Ist die dann weg ?

Nein. Diese ist nicht Teil der Vermögens- bzw. Insolvenzmasse des Unternehmens, außer ggf. noch nicht unverfallbare Arbeitgeberleistungen. Die Beiträge aus Entgeltumwandlung sind aber immer sofort unverfallbar.

Das Guthaben einer Direktversicherung befindet sich immer außerhalb der Insolvenzmasse, demzufolge brauchst du bzw seine Frau keine Angst haben ist das Geld weg ist. Setzt euch einfach mit dem Insolvenzverwalter in Verbindung und lass deiner Frau die versicherungsnehmereigenschaft übertragen

Hallo HilfeHilfe,

zunächst ist erfreulich, dass Du eine "...sehr gute 15 Jahre alte Direktversicherung von Swiss Life..." hast, obwohl unsere Erfahrung bei dieser Laufzeit insbesondere hinsichtlich Rückkaufswert - ob bei Swiss Life oder anderen Gesellschaften - etwas ganz anderes sagt. Grundsätzlich ist das auch zunächst egal, denn Dein Arbeitgeber (AG) steht für alle Dir zugesagten Leistungen aus diesem Vertrag ein. Wenn sie also "sehr gut ist", kann am Ende ja nur noch mehr rauskommen . . .

Die Versicherung "gehört" Deinem Arbeitgeber, denn damit hat er offensichtlich Deine Zusage (Versprechen) finanziert. Ob er nun diese bAV-Zusage genau aus dieser Versicherung zahlt oder selbst, ist grundsätzlich ihm überlassen - weiter unten mehr dazu. Allerdings macht es auch für ihn Sinn, diese Versicherung zur Weitergabe herauszugeben. Das ist ja auch der ursprüngliche Sinn der 'Portabilität'.

Das die Firma "zugemacht" wird muss nicht zwingend durch eine Insolvenz begründet sein, insbesondere, wenn über Abfindungen der Mitarbeiter gesprochen wird. Ganz wichtig für ALLE ANGESTELLTEN, die über eine bAV verfügen, dass, bevor die Firma schließt, alle Verträge auf "Ausfinanzierung" bis zum heutigen Stand, z.B. durch Einholung der Rückkaufswerte, geprüft werden und evtl. bereits heutige Differenzen als Verbindlichkeiten des Unternehmens gegenüber den jeweiligen Arbeitnehmern gebucht werden. Denn wenn ein neuer AG eine solche Direktversicherung übernehmen sollte, haftet er "gesamtschuldnerisch" mit dem Vorgänger-AG, der dann ja leider nicht mehr da ist. Wenn der Vertrag vom neuen AG nicht übernommen wird, gibt es dann auch niemanden mehr, der für die Leistungen einstehen kann.

Hintergrund/Erklärung:

Es gibt nur ein Betriebsrentengesetz und das gilt für alle Durch-führungswege und vor dem Gesetz sind alle gleich!

Demnach werden auch alle Haftungen gleich behandelt, nämlich die
Einstandspflicht des Arbeitgebers (AG) für Fehlbeträge seiner Zusage an den
Arbeitnehmer (AN). In der bAV liegt immer eine Zusage vom AG an den AN vor - geregelt durch eine betriebseigene oder externe Versorgungsordnung. Bei Entgeltumwandlung handelt es sich um dem AN zustehenden Lohn, der nur zeitlich verschoben ausgezahlt und vom AG bis dahin geschuldet wird.

Daher kann/muss jeder Unternehmer für sich grundsätzlich entscheiden, welches Risiko für ihn überschaubarer ist: A) mit Kapital nur für den von ihm selbst zugesagten Zins (min.1%p.a.) einzustehen oder B) ohne Kapital für das ihm unbekannte Ergebnis externer Versorgungsträger wie Versicherungen, Pensionskassen etc. zu haften.

Hier ein Beispiel aus der Praxis:

https://youtube.com/watch?v=gBRGcM-ENHg

Also, wenn Ihr Euch als Angestellte alle absichern wollt, dann verlangt vom jetzigen "Verwalter" - wer immer das ist - einen Nachweis der bisherigen "Ausfinanzierung" Eurer Direktversicherung und stellt notfalls eine Forderung für evtl. Differenzen. Es ist ja schließlich Euer Lohn und ...

... bAV ist kein Lotto-Spiel!!!

Viel Erfolg damit und

LG von Betriebssparen

Direktversicherung und Altersteilzeit

Bin Jahrgang 1952 und möchte ab Jan. 2014 in Altersteilzeit gehen. Habe 1995 eine Direktversicherung über meinen Arbeitgeber abgeschlossen, die Beitrage werden als Gehaltsumwandlung im November an die Lebensversicherung abgeführt, das Kapital wird im Nov. 2017 ausgezahlt. Laut meinem Vertrag ist eine Übertragung an mich bis zum vollendeten 59. Lebensjahres ausgeschlossen, ich kann jährlich die Auszahlung aber bereits ab 60 beantragen. Wenn ich ab Januar in ATZ nach dem Tarifvertrag FlexÜ der Metallindustrie/ IGM bin, erhalte ich monatlich immer ein gleiches Gehalt, dass aus dem halben bisherigen Bruttogehalt und einer steuerfreien Aufstockung durch den AG auf etwa 84 % meines bisherigen Nettogehalts besteht. Es gibt kein Weihnachts- oder Urlaubsgeld. Die Beiträge in die RV erhöht der AG auf 95%, bei der Krankenkasse bin ich nicht mehr freiwillig versichert (<Beitragsbemessungsgrenze). Zusätzliche Einnahmen durch Nebentätigkeit/ Überstunden sind wegen der steuerfreien Aufstockung max. bis 450€/Monat zulässig. Wenn ich jetzt die Direktversicherung in bisheriger Weise als Einmalzahlung weiterführe erwarte ich folgende Probleme: a)Die Summe in die DV würde SV frei sein und meinen Krankenkassenbeitrag (BKK) reduzieren. Im Krankheitsfall >6 Wochen erhielte ich weniger Lohnfortzahlung. b)Die pauschale Besteuerung der Summe in die DV (20%) ist nicht mehr so lukrativ für, auch wenn ich für die steuerfreie Aufstockung durch meinen AG den Progressionsvorbehalt berücksichtige. c)Wenn ich alternativ auf monatliche Zahlung in die DV umstelle, soll die Befreiung von der SV entfallen, d.h. ich würde dann die Beiträge an die Krankenkasse und Pflegeversicherung sowohl in der ATZ als auch später auf die Kapitalauszahlung der Lebensversicherung durch die 120er Regelung doppelt bezahlen. Meine Frage: Ist es sinnvoll für mich und zulässig, dass ich den Vertrag auf mich überschreiben lasse? Ich würde die Beiträge dann aus versteuertem Nettogehalt begleichen. Sind ab diesem Zeitpunkt erwirtschaftete Zinsen (Garantiezins 4%) und die eingezahlten Beiträge nach Auszahlung des gesamten Kapitals für mich als Rentner dann Kranken- und Pflegeversicherungspflichtig? Oder ist es sinnvoller die DV ab nächstem Jahr beitragsfrei zu stellen, um Probleme mit dem ATZ-Vertrag zu vermeiden? Mit freundlichem Gruß, Peter Bruhn

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da ja die Unisex Tarife in aller Munde sind und ich nun auch für mein Alter Vorsorgen möchte, suche ich hier noch Tipps bzw. Meinungen.

Ich lasse mich zur Zeit bei der Telis "unabhängig" beraten, dort wurde mir folgendes Produkt für eine BAV empfohlen:

Swiss Life Champion Direktversicherung

Wie ist eure Erfahrung mit der Swiss Life und speziell zu diesem Produkt.

Kurz zu meiner Person, ich bin 21 Jahre alt noch in der Ausbildung.

Vielen Dank für eure Meinungen.

MFG

Flolucious

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