Welches Unternehmen muss ich gründen?

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Zunächst einmal finde ich es super, dass du an der Börse aktiv bist und dich in die schwierige Materie einlernst! Lass dir von den ganzen Bedenkenträgern nicht deine Freude am Investieren vermiesen.

Dennoch musst du deine Tätigkeit so schnell wie möglich auf die Füße des Gesetzes stellen. Das hast du richtig erkannt und genau die richtige Frage gestellt.

Mein Tipp wäre folgender:

suche einen erfahrenen Vermögensberater, mit dem du dich zusammen tun kannst. Zeige ihr/ihm deine Investitionen, deine Returns on Capital, deine Strategie etc. Wenn du gut bist, wird jeder Vermögensberater offen für eine Partnerschaft sein, insbesondere wenn du Kunden mit soviel Kapital mitbringst. Dein Vorteil ist, dass du viel mehr dazulernen kannst als wenn du alleine gründest, und wenn du bereit + zertifiziert bist, machst du deine eigene Vermögensverwaltung auf.

Eine andere Idee, die schon mal diskutiert wurde:

Du kannst für deine Bekannten evtl. ein Berater sein. Dann führen sie alle Orders selbst & auf eigenes Risiko aus, können sich aber an deine Strategien halten und deine Vergütung ist an den Depotzuwachs gekoppelt. Siehe weitere Diskussion hier: https://www.wertpapier-forum.de/topic/45644-geld-f%C3%BCr-andere-investieren-rechtliche-lage/

Noch ein Tipp, deine 10% Rendite pro Jahr sind gut, aber 60% deutet schon auf sehr viel Risiko hin. So eine Rendite würde viele Kunden abschrecken, weil sie wissen dass es nicht nachhaltig bzw. unverantwortlich ist. Versuche stattdessen, den S&P jedes Jahr um ein paar Prozentpunkte zu übertreffen. 13.6% ist der 10-Jahres-Durchschnitt des S&P. Wenn du das jedes Jahr schaffst, bist du gut genug.

Falls deine Kunden ihr Kapital an dich überwiesen haben: überweise es wieder zurück.

Falls du in den Depots deiner Kunden handelst: Das verstößt leider gegen die AGB der Broker/Banken, weil jeder Kunde auf eigene Rechnung handeln muss.

Wie gesagt, lass dich trotz alledem nicht von deinem Plan abbringen. Umwege führen auch ans Ziel :)

Herzlichsten Dank! Ich hätte niemals gedacht, dass mir jemand so ausführlich helfen kann.

Ich bedanke mich außerdem für die Wünsche und Bestärkung in meinem Vorhaben. Ich wünsche ihnen alles gute und vielen Dank!

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Abgesehen davon, dass die Angaben des FS nicht sehr glaubwürdig sind, wie ich bereits in meiner Antwort geschrieben hatte, möchte ich nicht so gerne unter "den ganzen Bedenkenträgern" einsortiert werden, wenn ich darauf hinweise, dass alles was der FS bisher gemacht hat (sofern seinen Angaben wirklich den Tatsachen entsprechen), gesetzlich nicht zulässig, wenn nicht sogar strafbar ist. Das hat absolut nichts mit "Bedenken" zu tun, sondern sind wichtige Hinweise auf Fakten.

"Freude am Investieren" reicht längst nicht für so eine gewerbliche Tätigkeit. Dazu gehört noch eine Menge Grundwissen, welches dem FS komplett fehlt.

Der FS hat noch sehr weite Umwege zu gehen, bis er seinen Plan realisieren kann, wenn das bei dieser Vorgeschichte nicht ein sehr apruptes Ende nimmt.

Ich möchte lieber nicht daran denken, was ihm blüht, wenn er das ihm anvertraute Geld mit Derivaten verzockt. Wenn ich dann noch lese, dass er "Investmentpläne" mit 15% Rendite erstellen/verkaufen möchte, dann herzlichen Dank. Solche "Renditeversprechen" findet man heutzutage ausschließlich von unseriösen Anbietern.

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"insbesondere wenn du Kunden mit soviel Kapital mitbringst."

Bei dem verwalteten Vermögen, welches genannt wird, wird ein erfahrenen Vermögensberater nicht mal zucken und ein Vermögensverwalter erst recht nicht, denn 6 stelligen Volumen sind jetzt nicht wirklich viel und bei fairen Honorarmodellen (nicht die angesprochenen 10% für Kunden Rest für mich) kann man davon auch absolut nicht leben.

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Dabei kann Dir leider niemand helfen. Was Du zur Zeit machst, ist gesetzlich nicht zulässig. Da hilft auch die Bezeichnung "inoffiziell" nichts. Das solltest Du schnellstens in die richtigen Gleise bringen.

Du darfst solche Geschäfte

  1. nicht ohne Genehmigung (siehe @Andri123)
  2. in Deinem Alter grundsätzlich nicht ohne Zustimmung Deiner Eltern
  3. nicht ohne Gewerbeanmeldung und somit auch
  4. keine gewerbliche Tätigkeit ohne Wissen des Finanzamtes betreiben.

Außerdem darfst Du nicht Geschäfte mit dem Geld Dritter über Dein Konto abwickeln und nicht deren Kapitalerträge als Deine Einkünfte versteuern.

Ich vermute, dass Du diese auch nicht über Deine Steuererklärung "versteuerst" sondern meinst, dass mit dem Abzug der KeSt durch die Bank alles geregelt ist. Das ist aber ganz und gar nicht der Fall, denn auch das ist nicht zulässig. Du stehst absolut nicht "auf der gesetzlich sicheren Seite", sondern komplett auf der falschen.

Ich weiß jedoch bereits, dass die Kapitalertragssteuer deutlich geringer ist für verschiedene Konstitutionen.

Und was weißt Du denn bereits genau?

Ich habe das Gefühl, du weißt bisher wenig bis gar nichts über die Grundlagen, ein Unternehmen zu gründen, geschweige denn zu führen. Dieses Wissen kann man auch leider nicht in einem Forum erhalten, weil zu umfangreich. Dafür gibt es Existenzgründungsseminare bei den Handelskammern und ähnliche Möglichkeiten.

Ebenso sind Dir offensichtlich nicht die einfachsten Grundlagen der korrekten Führung einer Vermögensverwaltung bekannt.

Zudem ist es völlig unrealistisch, was Du schreibst und ich bin mir nicht sicher, ob ich Deine Geschichte überhaupt glauben soll, sondern bei Dir eher Wunschdenken dahinter steckt. Es wäre besser für Dich und Deinen "Bekanntenkreis".

Wer soll Dir glauben, dass Du im sechsstelligen Bereich "meistens 60%+" erwirtschaftest und Deinen "Kunden" 10% pro Jahr Rendite garantierst, während Du 50% für Dich kassierst. Die Kunden müssten sehr dumm oder vertrauensselig sein, jemandem für unsichere 10% Rendite ihr Geld zum Spekulieren mit Derivaten zur Verfügung zu stellen. Was passierte, wenn so was mal in die Hose geht?

Wieso versteuerst Du die Kapitalerträge?

Kein Vermögensverwalter nimmt das von ihm verwaltete Geld in sein eigenes Vermögen. Das liegt auf den Konten der Kunden und verfügen kann er darüber mit Bankvollmacht.

Du solltest Dich erst über derartige Dinge kundig machen bevor Du überhaupt in diesem Bereich tätig wirst.

Weiß die Bank überhaupt, dass Du als Treuhänder tätig wirst? Vermutlich nicht, ansonsten hätte die die Konten schon gekündigt.

Ich habe es bisher so gehandhabt, da ich meistens 60%+ erwirtschafte aber dafür auch in kleinen Mengen mit Derivaten etc. handle und beim Derivatenhandel wäre es sehr riskant wenn irgendwas nicht klappt und ich das Geld nicht jederzeit sofort unter Kontrolle habe.

Ich biete dabei meinen Kunden verschiedene Investmentpläne an. Z.B. der Plan den die Meisten wählen ist keine Einlagengebühr und dafür kriegen sie 10% pro Jahr Rendite. Mein Lohn ist bei diesem Plan nur die restlichen etwa 50% die ich mit dem Geld zusätzlich erwirtschaften kann.

Ich glaube auch, dass viele Kunden wenn sie sehen könnten wie viele Prozenz ihr Geld steigt sich nicht mehr mit nur 10% zufriedengeben würden, auch wenn das noch deutlich besser als ein Tagesgeldkonto etc. ist.

Dann kommt noch dazu, dass ich Pläne für die ich direkt bezahlt werde(z.B. hatte ich vor einen Plan mit 2% Einlagegebühr und 15% jährlicher Rendite zu erstellen) nicht anbieten kann, da ich Bezahlungen natürlich versteuern müsste was mich wieder zu dem Punkt bringt, dass ich das ganze offiziell machen muss.

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