Welche Versicherer bieten Honorartarif an, damit man bei Abschluß die Gebühren genau kennt?

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10 Antworten

Wichtiger als Kostensparen ist, die richtige Entscheidung zu treffen.

Woher weißt ob ein Rentenversicherung überhaupt die richtige Altersvorsorge für dich ist??

Die wirklich wichtige Frage zur Altersvorsorge sollte lauten: „Welche Altersvorsorge ist für mich optimal“? Die Altersvorsorge ist seit 2005 in 3 Schichten aufgeteilt. Schicht 1 Basisversorgung: gesetzliche Rentenversicherung und Basisrente (Rürup-Rente). Schicht 2 Zusatzversorgung: betriebliche Altersvorsorge und Riester-Rente. Schicht 3 Kapitalanlagen: Private Renten- bzw. Kapitallebensversicherungen und Aktienfondssparpläne etc. Weder die optimale Schicht noch die Art der Altersvorsorge kann man pauschal festlegen. Jede Form der Altersversorgung hat unterschiedlich hohe Aufwendungen zum Ansparen einer gleichen Nettorente. Deshalb ist es wichtig, dass vor Abschluss jeglicher Altersvorsorge ein qualitativer und quantitativer Schichtenvergleich durchgeführt wird. Denn es ist ein großer Unterschied, ob man von der ausgezahlten Rente noch Steuern und ggf. Krankenversicherung zahlen muss oder nicht.

Beispiel: (Das Beispiel ist war von einem Mann aber im Prinzip ist bei einer Frau ähnlich)

Mann, ledig, 34 Jahre alt, Versorgungslücke ab dem 67. Lebensjahr 540 € monatlich (=erforderliche Nettorente)

Um die Versorgungslücke von 540 €/Monat netto abzudecken, werden folgende Bruttorenten je Schicht benötigt:

  • Basisrente: 779 €
  • Direktversicherung, Pensionsfonds, Pensionskasse: 1.050 €
  • Unterstützungskasse, Pensionszusage: 1.050 €
  • Riesterrente: 779 €
  • Private Leibrente: 568 €
  • Investmentfonds-Auszahlungsplan: 690 €

Der erforderliche Beitragsaufwand monatlich, um die Versorgungslücke abzudecken, beträgt:

  • Basisrente: 210 €
  • Direktversicherung, Pensionsfonds, Pensionskasse: 302 €
  • Unterstützungskasse, Pensionszusage: 302 €
  • Riesterrente: 210 € (damit wird aber nicht die komplette Versorgungslücke gedeckt)
  • Private Leibrente: 110 €
  • Investmentfonds-Auszahlungsplan: 116 €

Die Differenz zwischen Bruttorente und Nettorente sind Steuern und Beiträge für die Krankenversicherung. Ausgehend von den unterschiedlichen Bruttorenten, ist die Höhe des monatlichen Aufwands natürlich auch unterschiedlich. Bei der Ermittlung des Nettoaufwandes müssen nämlich noch die unterschiedlichen staatlichen Förderungen und die unterschiedlichen Renditen der Vorsorgeformen eingerechnet werden.

Niklaus 25.01.2013, 17:04

Übrigens die Gebühren erfährst du auch bei einen normalen Tarif. Sie stehen im Produktinformationsblatt.

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barmer 25.01.2013, 23:35
@Niklaus

Schön, aber das war nicht die Antwort auf die Frage, aber offenbar eine gute Gelegenheit, mal richtig Werbung zu machen.

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Niklaus 26.01.2013, 00:54
@barmer

Wieso Werbung. Was nutzt ihr ein Honorartarif, wenn für sie eine RV gar nicht geeignet ist. Dann ist es rausgeschmissenes Geld.

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Candlejack 26.01.2013, 13:50
@barmer

Das war die Antwort auf die Frage, die notwendig, aber vielleicht nicht gewollt war. Nur manchmal ist der Ansatz des Kunden die falsche Richtung !

Und wo ist das Werbung ? Ich sehe hier nicht einmal "ich bin so toll, lass Dir von mir ein Angebot machen". Rein fachliche Abhandlung...

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Ich bin derzeit in der selbern Situation und werde mich sehr wahrscheinlich für die my index von der interrisk Versicherung entscheiden. Nach vielen Forenmeinungen, soll das wohl die beste Rentenversicherung sein. Am meisten transparent und sehr geringe Kosten. Das reicht mir dann auch schon. Mir hat diese Seite sehr weitergeholfen: http://honorar-police.de/anbieter-von-honorartarifen-nettotarifen/

Da findest Du auch die Bedingungen und kannst alles genau nachlesen. Die Fonds sind auch gut und als einziger Anbieter haben die sehr viele ETF. Für mich ideal.

Du wirst sehen, da gibts auch noch einige andere Anbieter wie Arag, Condor, Continentale. Alles im ganzen eine gute Übersicht über die aktuellen Honorartarife am Markt.

Hoffe, ich konnte weiterhelfen. Ist ja auch für die künftigen Leser sehr interessant.

Viele Versicherer bieten zwischenzeitlich Honorartarife an. Dort sind dann die Provisionen an den Vermittler heraus gerechnet, bzw. auf "Null" gesetzt. Abschluß- und Vertriebskosten sind meist dennoch in nicht unerheblicher Höhe drin.

Außerdem hilft es nur eingeschränkt weiter, wenn ich lediglich die Provision durch ein Honorar ersetze. Dadurch wird das eigentliche Produkt nämlich nicht besser. Ein Honorartarif sollte auch noch andere Kriterien erfüllen, wie z. B. niedrige Kosten auf Kapitalanlageebene, große Fondsauswahl oder größtmögliche Flexibilität.

Hallo,

die Kosten (nicht Gebühren) werden auch bei klassisch kalkulierten Versicherungen ausgewiesen. Das ist also nicht das Thema.

Wenn Honorartarif, dann brauchst Du auch einen Berater, dem Du das Honorar zahlst. Und der kennt dann auch Versicherer.

Wenn Du den auch nicht willst, bleiben noch Direktversicherer übrig. Manchmal empfehlen Berater auch Direktversicherer.

Versicherer mit eigenem Vertrieb sind zurückhaltend mit Honorartarifen, um ihre Mitarbeiter nicht zu verärgern. Ein namhafter Anbieter von LV auf Honorarbasis ist noch der Volkswohlbund.

Viel Glück

Barmer

Es gibt insgesamt ca. 20 Versicherer, die inzwischen Honorarprodukte (=Nettoprodukte) anbieten, aufgeteilt auf mehrere Sparten. Im Link sind einige gelistet. Gerade bei Rentenversicherungen lohnen sich Honorartarife sehr, weil die Rendite- und Ablaufleistungsunterschiede enorm groß sind (oft mehrere 10.000 € Vorteil).

Da der allgemeine Produktvertrieb ganz überwiegend über provisions-basierte Beratung erfolgt, ist es für Versicherer bisher nicht sonderlich attraktiv, zusätzlich Nettoprodukte anzubieten. Es werden aber langsam mehr - ebenso, wie honorar-basierte Vorsorgeberatung auch zunimmt. Der Weg zu Nettoprodukten führt über Honorarberater, weil diese ansonsten nicht angeboten werden.

http://berater.confee.de/Honorarberatung/Produkte/

Hallo, es wurden schon einige Links genannt, zusätzlich fällt mir noch der Volkswohlbund ein.

Die Kosten sind auch bei einem Provisionstarif klar, beim Honorartarif musst Du halt den Berater bezahlen.

Die Kosten müssen heute ausgewiesen werden und stehen idR im Produktinformationsblatt. dafür brauchst Du keinen Honorartarif. Es steht auch die Frage, ob ausgerechnet die Honorartarife die besten Möglichkeiten und Konzepte haben oder eher doch die konventionellen Tarife ?

Viel pro und contra unter Google: Honorartarife Versicherer! Aber auch da liegt die Entscheidung bei Dir. Habe mir selbst 3 Angebote namhafter Versicherer eingeholt, die Leistungen, Bedingungen überprüft - überprüfen lassen-(dabei Zeit gelassen ) und selbst, hoffentlich die richtige Entscheidung getroffen! Traue heute leider niemandem mehr über den Weg. Jeder will und muss soviel wie möglich verdienen! Viel Glück!

Candlejack 26.01.2013, 13:54

Ich liebe Klischees ! Jeder will so viel wie möglich Geld verdienen: der Bäcker, der Fleischer, die Autowerkstatt, der Supermarkt, der Obsthändler, der Schuhladen, der Finanzberater... am besten keinem mehr vertrauen und alles selbst machen. Brötchen selber backen, Schwein selber schlachten (wer weiß was da drin ist), Auto selbst repapierern (die machen viel mehr als sein muss !)...

Nur weil es ein paar schwarze Schafe in der Branche gibt, muss man nicht eine Produktentscheidung treffen, die man aufgrund seiner Ausbildung und Erfahrung gar nicht treffen kann ! Fachleute lernen das nicht umsonst drei Jahre, machen ne Prüfung, müssen Unterlagen und Haftpflicht vorlegen und sich bei der IHK registrieren lassen...

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gibts bei vielen schon, z.B. Arag, Condor, Volkswohlbund,Europa

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