welche US-Indikatoren sind die wichtigsten?

3 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Welche Indikatoren wichtig sind, kommt auf die jeweilige Marktlage an. Momentan sich sicher die Arbeitsmarktzahlen und die Werte zum privaten Konsum die wichtigsten, denn die USA leben im wesentlichen von der Wirtschaftskraft ihres Binnenmarkts. Ohne Kaufkraft und Kaufwille geht es dort jedoch nicht voran. Daher sind auch die Zahlen zum Hausmarkt sehr wichtig, denn Leute, die knapp bei Kasse sind, wohnen eher zur Miete. Belebt sich der Hausmarkt wieder, werden davon eine Reihe von Industriezweige profitieren, das zeigt jedoch auch, daß die Zuversicht der Bürger zunimmt und die Kaufkraft wächst.

Inflation ist in USA überraschenderweise gar nicht so ein wesentliches Thema wie in Europa, da in USA immer die Annahme herrscht, man "wachse" aus der Inflation heraus und wird dann eben noch größer und bedeutender. Daher ist es auch interessant, daß Bernanke nun tatsächlich so etwas wie Inflationsratenziele in seinen Erklärungen anklingen läßt.

Wenn man sich die Börsenreaktionen auf diverse Zahlen anschaut, dann sind sicher derzeit die Arbeitsmarktzahlen jedoch diejenigen mit der größten Auswirkung. Würde die Arbeitslosigkeit wieder steigen, dann wäre das eine ziemliche Schlappe... oops... deshalb sollte man sich als kritischer Europäer auch mal die Zahlen anschauen, die über die Zeit für "discouraged workers" und "long-term unemployed" ausgewiesen werden.

Man kann nun auch ausrechnen, wie lange es dauern wird, bis der Beschäftigungsstand von 2007 wieder erreicht werden wird.

Eine Zahl, die spätestens nach den Wahlen sehr interessant werden dürfte, ist die Verschuldung der USA. Sollte sich nämlich in Europa eine Beruhigung abzeichnen, dann geriete das Defizit der USA stärker in den Fokus.

Die wichtigsten Wirtschaftsindikatoren, was sie für Anleger bedeuten.

Beim Aktienkauf unterscheiden sich grundsätzlich zwei Herangehens-Weisen: Top-down und Bottom-up. Bottom-up-Verfechter betrachten zunächst das einzelne Unternehmen und bewerten dies. Beim Top-down-Ansatz geht der Anleger dagegen von oben nach unten vor. Er bestimmt also erst Konjunkturlage, Zinsniveau und Liquidität – völlig unabhängig vom Unternehmen. Erst dann sucht er sich die beste Branche heraus und aus dieser das beste Unternehmen. Für solch einen Anleger-Typ sind Wirtschaftsindikatoren unheimlich wichtig.

Andere Investoren sollten aber auch auf die Ausschläge der Barometer achten, können sie doch die Börsen ordentlich durchschütteln. Die aktuellen Werte der sieben hier vorgestellten Indikatoren finden Sie unter den jeweiligen Links. Klicken Sie sich einfach ein bisschen durch – es lohnt sich.

Die Fieberkurven der USA bewegen die ganze Welt. Vier Barometer sind besonders wichtig. Einer der vier Indikatoren ist die US-Arbeitsmarkt-Situation (Employment Situation). Sind neue Jobs in den USA geschaffen geworden oder sind mehr Menschen ohne Arbeit? Jeden ersten Freitag des Monats (14.30h MEZ) achtet der Finanzmarkt auf diesen Konjunkturindikator, der den Wert des Vormonats angibt; also ziemlich aktuell ist, was ihn unter anderem auch so wertvoll macht.

Der Verbraucherpreis-Index (Consumer Price Index, kurz CPI) ist die Messlatte für die Preisinflation im Einzelhandel und bei Dienstleistungen in den USA. Der Indikator wird monatlich in der zweiten oder dritten Woche nach dem Berichtsmonat (14.30h MEZ) veröffentlicht.

Der Erzeugerpreis-Index (Producer Price Index, kurz PPI) ist der wohl wichtigste Indikator für die Inflation in den USA. Er misst die Änderung der Preise, die von Unternehmen gezahlt werden und wird monatlich zwei Wochen nach Ende des Berichtsmonats veröffentlicht (14.30h MEZ).

Die ISM-Umfrage für das verarbeitende Gewerbe (ISM Manufacturing Survey) ist der allererste Wirtschaftsindikator im Monat, er erscheint am ersten Arbeitstag nach dem Berichtsmonat (16h MEZ). Schneller geht´s nicht. http://blog.wiwo.de/hankes-boersen-bibliothek/2011/12/13/wirtschaftsindikatoren/

Sehr gute Indikatoren des Wirtschaftsgeschehens sind die Börsenindikatoren, weil sie aufgrund der Erwartungshaltung der Börsenteilnehmer zukünftige Entwicklungen einschätzen und dies auf tagesaktueller Basis. In den USA ist damit der Dow Jones Index ein wichtiger Indikator und mit größerer Marktbreite der S&P 500 Index neben einigen weiteren, weniger bekannten. Die Bekanntgabe der Arbeitsmarktzahlen, die Du nanntest, schägt sich unmittelbar in den Börsenindizes nieder, wie Du selbst beobachten kannst, wie im übrigen auch viele weitere Zahlen und Ereignisse. Und dann ist noch zu erwähnen, dass es vorlaufende und nachlaufende Indikatoren (leading und lagging) gibt. Wichtig ist in der Regel der seismographisch feine Indikator, der in die Zukuft gerichtet ist, der nachlaufende Indikator ist nur eine Bestätigung einer zuvor vorgenommen Einschätzung. An der Beobachtung der Börsenindikatoren kommt also letztlich niemand vorbei, der sich dem Wirtschaftsgeschehen widmet, weil sie vielerlei Veränderungen sehr präzise verarbeiten und in steigende oder fallende Kurse abbilden. Zu erwähnen sind auch die Wechselkurse der Währungen untereinander, die die Wettbewerbssituation der Wirtschaftsleistungen der Länder untereinander widerspiegeln.

Sind Marktindices nicht eher Symptome als Indikatoren? ;-)

0

Ist Nichtigkeit eines Kaufvertrages bei beweisbaren Nebenabreden grundsätzlich gegeben?

...zur Frage

US-Aktie und Optionsschein auf US-Aktie: beides währungssensibel?

ich habe eine Verständnisfrage zu US-Aktien: ich habe ein Depot in Euro. Wenn ich eine US-Aktie kaufe (z.B. Apple), dann ist es doch wohl egal, wo ich sie kaufe. Ich kann sie in D in Frankfurt oder Xetra kaufen oder auch an der Nasdaq. In meinem Depot wird die Aktie in Euro geführt. Damit unterliege ich dem Kursrisiko. Das sollte bei jeder US-Aktie so sein, weil ich ja zusätzlich im Euroraum lebe.

Wenn ich nun einen Optionsschein kaufe, z.B. einen Call auf Apple (WKN CM7SEA), dann ist der Strikepreis in USD angegeben. Der akt. Kurs, der ja auch ausschlaggebend für den Wert des Scheines ist, ist auch in USD ausgewiesen. Den Schein kaufe ich in Euro.

Ist der Calll auch sensitiv bzgl. der Währung? Oder ist das in dem Falle egal, weil die Referenzkurse und der Strike in Dollar sind?

...zur Frage

Quelle für die wichtigsten US-Marktdaten

ich beschäftige mich mehr mit der Börse und denke zu erkennen, dass US-Marktdaten einen grossen Einfluss haben auf das Marktgeschehen - nicht nur in den USA.

Nun will ich mich mit den wichtigsten Veröffentlichungen mehr beschäftigen. Gibt es eine zentrale Quelle für diese Daten, für die wichtigsten Daten, die die Börsen bewegen?

...zur Frage

Wie rechne ich einen Euro-Rechnungsbetrag in US-Dollar um? Welchen Kurs nehme ich?

Ich muss eine kleine Rechnung schreiben und muss, bzw. möchte den Rechnungsbetrag in US-Dollar angeben.

Wie errechne ich den Euro-Betrag in US-Dollar? Kann ich einfach irgendeinen Währungsrechner im Internet benutzen? Zum Beispiel diesen:

http://www.umrechnung.org/waehrungen-umrechnen/waehrungs-kurs-umrechner.htm

Ich habe mal gehört, dass es zwei Kurse gibt, Brief- und Geldkurs. Ist das richtig? Wenn ja, welcher Kurs wird dann bei diesen Währungsrechnern benutzt?

...zur Frage

Gibt es eine Quartalsdividende für US Aktien auch wenn diese in Deutschland - Xetra gekauft wurden?

Meine Frage ist, bekommt man als Anleger beim Kauf von US Aktien, die in Deutschland - Xetra gekauft wurden auch eine Quartalsdividende oder nur eine normale Jahresdividende? Oder muss ich die Aktien direkt in den USA erwerben damit ich darauf Anspruch habe bzw. zahlen alle US Unternehmen Quartalsdividenden oder nur ein paar ausgewählte? Gibt es vielleicht eine Website mit den Quartalsdividenden?

Ich frage, weil ich im Dividendenkalender von US Aktien jeweils nur eine Jahreszahlung gefunden habe, z.B. bei Coca Cola:

http://www.finanzen.net/dividende/Coca-Cola

Viele Grüße,

Thomas

...zur Frage

Was möchtest Du wissen?