Welche steuerliche Ansprüche hat man als Unverheirateter mit Kind in Steuerklasse 1?

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4 Antworten

Kindergeld.

Eltern ohne Trauschein haben Anspruch auf jeweils die Hälfte des Kindergelds. Ausgezahlt wird der volle Betrag (s. Tabelle) an denjenigen, in dessen Haushalt das Kind wohnt.

Kinderfreibetrag.

Unverheirateten Eltern stehen die Kinderfreibeträge von insgesamt 5808 Euro alternativ zum Kindergeld hälftig zu (Kinderfreibetrag 2008: 1824 Euro; BEA-Freibetrag 2008: 1080). Der Kinderfreibetrag ist mit Zustimmung des Partners auf den anderen übertragbar. Den BEA-Freibetrag kann derjenige allein beantragen, bei dem das Kind gemeldet ist.

Ausbildung.

Aufwendungen für die Berufsausbildung erkennt der Fiskus nur noch für volljährige Kinder bis 25 Jahre an – und auch nur dann, wenn sie auswärts untergebracht sind. Der Freibetrag in Höhe von 924 Euro steht jedem Elternteil zur Hälfte zu, ist aber übertragbar.

Betreuung.

Berufstätige Eltern können zwei Drittel der Kosten für die Kinderbetreuung steuerlich wie Werbungskosten oder als Sonderausgaben absetzen, maximal 4000 Euro pro Kind und Jahr.

Entlastungsbetrag.

Nur für Alleinerziehende. Weder Ehepaare noch Lebensgemeinschaften bekommen diesen Bonus.

http://www.focus.de/finanzen/steuern/paare-ohne-trauschein-sicher-liebenaid335347.html

Der Kinderfreibetrag auf der Lohnsteuerkarte wirkt sich aber nur auf den Solidaritätszuschlag und die Kirchensteuer aus. Auf den Lohnsteuerabzug hat es keinen Einfluss.

Du solltest natürlich Deinen Arbeitgeber darüber informieren, daß Du ein Kind in die Lohnsteuerkarte mit eingetragen haben möchtest. Was steuerlich nun für Euch am besten ist, wird Dir sicher die Servicestelle Deines Finanzamtes mitteilen können.

Normalerweise bekommt jeder von Euch ein halbes Kind eingetragen.

Ob Du auch das ganze Kind eingetragen bekommst, solltest Du beim Finanzamt erfragen, das die Eintragung ja ohnehin vornehmen muss.

Ansonsten gilt:

4 Wochen vor der Entbindung bis 3 Jahre nach der Entbindung bist Du der Mutter gegenüber gesetzlich zur Unterhaltszahlung verpflichtet.

Diese Zahlungen kannst Du gem. § 33a I EStG als außergewöhnliche Belastung in Deiner Einkommensteuererklärung absetzen.

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