Welche Steuerersparnisse hat man durch Gründung einer Stiftung? Welche Art der Stiftung?

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Ja, der Text auf den Billy verweist, zählt auf, was man alles mit der "Rechtsform" Stiftung machen kann. Das ist so ähnlich, wenn man sagt, mit einem Auto, kann man ganz viele verschiedene Dinge tun.

Aber jetzt etwas genauer: Sie fragen nach Steuerersparnissen. Wenn Sie einen Geldbetrag einer Organisation zuwenden, die als gemeinnützig anerkannt ist, dann bekommen Sie dafür einen Dank und eine "Zuwendungsbescheinigung" (heißt im Volksmund "Spendenquittung"). Dieser gemeinnützig, zugewandte Betrag wird Ihnen bei der Steuererklärung zu 100% als Sonderausgabe anerkannt. Das heißt, Sie setzen den ganzen Betrag KOMPLETT ab. Das "zu 100%" ist in jedem Fall die höchste Absetzbarkeit, die Sie in Deutschland erreichen können und stellt jede Riester- oder Rürup-Rentenversicherung mit läppischen 70% völlig in den Schatten. So eine eigene, gemeinnützige Stiftung lohnt sich grundsätzlich bei höheren Einkommen + Tantiemen. Der steuerliche Effekt ist noch sehr viel größer, wenn man eine hohe Abfindung oder einen Firmenverkauf versteuern muss.

Das, wie oben beschrieben, gilt wenn der Empfänger gemeinnützig anerkannt ist. Steuerlich ist es unerheblich, ob Sie dafür die Welthungerhilfe oder eben Ihre eigene, gemeinnützige Stiftung fördern. Wenn Sie sich als Vorstand/Vorsitzender Ihrer eigenen Stiftung einsetzen, entscheiden Sie auch selber, welcher gemeinnützige Zweck unterstützt werden soll und auch alle anderen Entscheidungen der Stiftung.

Darüber hinaus gibt es zig andere Möglichkeiten, wie Sie die Vorteile einer eigenen Stiftung nutzen können. Das muss/kann/sollte dann aber nicht immer nur eine gemeinnützige Stiftung sein. So lassen sich sogar riesige Unternehmen in ein Stiftung einbringen, um z.B. die Unternehmenspolitik auf Jahrzehnte vorzubestimmen. In Stiftungen lassen sich ganze Familien für Generationen finanziell absichern z.B. über die Zahlung von Stifterrenten usw.

Wenn ich Sie richtig verstanden habe, ging es Ihnen aber wirklich eher um das zuerst erklärte Thema. Ich hoffe ich konnte Ihnen damit einen ersten Einblick geben.

Ich persönlich habe schon oft die Erfahrung gemacht, dass sich mit dem sehr komplexen Stiftungsrecht, das zum Teil Landes- und zum Teil Bundesangelegenheit ist, nur sehr wenige wirklich Fachleute auskennen und man bei vielen Anwälten oder Steuerberatern erst nach einem längerem Gespräch feststellt, dass es sich bei diesem gerade um keinen spezialisierten Fachmann handelt. Aus diesem Grund kann ich Ihnen nur empfehlen, sich einen wirklich erfahrenen Spezialisten zu suchen. Für meine Kunden habe ich lange und in verschiedenen Bundesländern nach einem solchen Kontakt gesucht. Inzwischen habe ich vier Jahre lang gute Erfahrungen bei elf Stiftungsgründungen gemacht mit der DRT.

http://www.renten-treuhand.de/unternehmen-100/verwaltetestiftungen-100/index.html

Ich finde die Internetseite nicht gut und zu wenig aussagefähig, aber die Fachleute von der DRT konnten mir, bzw. meinen Kunden bisher auch bei den kompliziertesten Anforderungen immer ein gutes Gründungskonzept erarbeiten, was auch hinterher steuerlich/rechtlich anerkannt wurde.

Vielleicht probieren Sie es dort einfach mal telefonisch, das wird Sie dann bestimmt nichts kosten.

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