Welche soziale Leistungen (WICHTIG!)?

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4 Antworten

Hallo,

mir fallen diese Punkte ein:

- beim Wohnungsamt der Stadt gibt es oft spezielle Ansprechpartner für Obdachlose/Wohnungslose

- die Krankenkasse des Vaters kontaktieren und dort eine kostenlose Familienversicherung beantragen (mit einem Foto). Das geht auch ohne Unterschrift des Vaters. Auch wenn der Vater Beitragsrückstände hat, hat der Sohn die vollen Leistungsansprüche. Alphabetische Liste aller Krankenkassen:

https://www.gkv-spitzenverband.de/service/versicherten_service/krankenkassenliste/krankenkassen.jsp

- Wenn er dauerhaft erwerbsgemindert ist, hat er Anspruch auf Leistungen vom Sozialamt. Wenn nicht, ist das Jobcenter sein Ansprechpartner.

- im Internet nach dem Aufenthaltsort und den Begriffen "Wohnungslose" oder "Obdachlose" suchen. In jeder Stadt gibt es da andere Ansprechpartner.

- wenn er eine Schule besuchen wird, hat er vermutlich Anspruch auf Halbwaisenrente

- wenn er sich ausbildungsplatzsuchend meldet und seine Bemühungen nachweist, besteht Anspruch auf Kindergeld (wahrscheinlich auch auf den Kindergeldzuschlag).

Viel Erfolg!

Gruß

RHW



Du wirst ihm nicht helfen können. Du kannst allenfalls Hilfen vermitteln. Dein früherer Schulfreund hat so massive Probleme, da reicht Dein persönliches Engagement nicht aus. Du könntest ihn evtl. zu einer Beratungsstelle begleiten Welche das in Eurer Stadtt zuständig wäre, weiß ich leider nicht. Der Tip von Primus ist jedenfslls erst mal gut. Und beachte: Es gibt auch Menschen, denen man einfach nicht helfen kann. Mach Dich nicht kaputt,sondetn beschränke Dich auf die Vetmittlung professioneller Hilfen.

Hast du 3 Tage Zeit?

Es kostet Dich bis zu 3 Arbeitstagen Zeit um mit ihm an der Hand alle Wege zu machen. Ich weiss es so genau, weil ich es selbst schon mit zwei Leuten gemacht habe.

1. Ab zum Wohnungsamt. Unterlagen für das "geschützte Marktsegment" holen. Dann ausfüllen.

2. Ab zum Jobcenter, wenn er arbeiten könnte, für den Fall, das er eine Arbeit bekommen würde (sonst Grundsicherungsamt). Antrag einreichen. Das Jobcenter zahlt ggf. die Kaution als Darlehen. 

3. Wohnung suchen. Die Wohnungsgenossenschaften, aber auch private Vermieter akzeptieren, wenn die Wohnung vom Jobcenter gezahlt wird. Wohnungsangebot holen.

4. Mit dem Wohnungsangebot zum Wohnungsamt. Die stellen dann die Garantie aus, die dem Vermieter vorgelegt wird. Das ersetzt die Schufaauskunft und die Mietschuldenfreiheitsbescheinigung, weil das Wohnungsamt damit die Bürgschaft übernimmt, dass die Miete gezahlt wird.

5. Damit und mit dem Wohnungsangebot zum Jobcenter und die Wohnung genehmigen lassen (ist eine Formsache, wenn man die Regeln eingehalten hat).

6. Mit der Genehmigung zum Vermieter und Mietvertrag abschließen.

7. Mit Mietvertrag zum Jobcenter und die Kaution beantragen sowie die Unterstützung für die Erstausstattung.

Damit ist es erledigt. Ggf. vorher ein Konto einrichten (Sparkassen müssen das für jeden machen. Auch die Postbank macht es. 

Er braucht ggf. auch Deine Hilfe, dass Du für ihn die Post bei Dir annimmst (Hans Mustermann c/o Strauch777).

Klingt sehr umfangreich, sind aber effektiv nur 24 Stunden reine Arbeitszeit.

Hallo Primus,

wenn ich die Seite richtig lese, sind die Angebote auf Hamburg, Bremen und Nordost-Deutschland begrenzt.

Vielleicht passt die Region ja für den Fragesteller.

Gruß

RHW

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@RHWWW

Ach weißt du,  ich habe mir gedacht, dass ein Anruf dort genügt, um Auskunft über eine ähnliche Organisation am Wohnort zu finden.

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