Welche Sonderregelungen gibt es für Versicherungsverträge, wenn man arbeitslos geworden ist?

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5 Antworten

Naja die Arbeitslosigkeit ist kein Leistungsfall der zu einer Beitragsbefreiung führt wie bspw. die Berufsunfähigkeit bei einer Berufsunfähigkeitsversicherung.

Daher bleibt als Möglichkeit sicherlich die Beitragsfreistellung, oder wenn die Arbeitslosigkeit absehbar nur kurze Zeit (meistens bis maximal 6 Monate) besteht, eine Beitragsüberbrückung.

Bei einer Beitragsüberbrückung setzt der Kunde einige Monate mit dem Beitrag aus, der Versicherungsschutz bleibt aber erhalten. Die Monate, die ausgesetzt wurden, werden in der Laufzeit hinten dran gehangen.

Nicht alle Versicherer bieten es an, und tw. auch zu unterschiedlichen Konditionen. Daher fragen bei deiner Versicherung.

Nein, soviel ich weiß, ist es egal, aus welchem Grund die Beiträge nicht gezahlt werden.

Ich war selbst über 1 Jahr arbeitslos und habe meine beiden kapitalbildenden LVs zeitweise beitragsfrei gestellt. Das nannte sich "Beitragsverrechnung". Dabei werden die nicht gezahtlen Beiträge von bereits angespartem Guthaben "genommen", so dass die Versicherungssumme meines Wissens gleich bleibt, wobei der Auszahlungsbetrag am Ende natürlich etwas geringer ist.

Obwohl ich am Telefon meine Arbeitslosigkeit erwähnt hatte, wurde danach aber nicht weiter gefragt bzw. ein Nachweis verlangt, da es ohne Belang ist.

Der Reihe nach:

  1. Ganz wenige Tarife haben eine Option zur bezahlten Beitragsbefreiung bei AL, hoffentlich hast Du die nicht, das ist nämlich nicht sehr rentabel.

  2. Was die Beitragsaussetzung angeht ist dem Versicherer der Grund egal.

  3. Dem Finanzamt ist es aber nicht egal (Gefahr der steuerschädlichen Novation), denn eine Vertragsaussetzung darf aus Gründen von Zahlungsproblemen maximal 36 Monate dauern, damit Sie die steuerliche Begünstigung des Vertrags nicht gefährdet. Bei Verträgen mit Beginn vor 01.01.2005 sogar nur 24 Monate. Und deshalb ist es schon hilfreich, wenn Du die Aussetzung beim Versicherer immer mit einem Grund versiehst.

  4. Unterschiedlich bei den Versicherern ist nur, für welchen Zeitraum Du das ohne spätere erneute Gesundheitsfragen machen kannst, und ähnliche Details.

  5. Prüfe mal ob Du in evtl. vorhandenen Unfallversicherung eine Klausel zur Beitragsfreistellung hast. Viele einige Kunden haben eines solche, wissen aber nicht das diese nette Klausel drin ist. Betrifft auch manche Privathaftpflichtversicherung, Hausratversicherung und Rechtsschutzversicherung.

Der Grund für das Aussetzen der Beitragszahlungen ist egal. Da machen die Versicherer keinen Unterschied.

Ja, das "Aussetzen" ist möglich, jedoch wird die "Pause" bei den versicherten Leistungen berücksichtigt.

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