Welche Nebenkosten bei Kauf/Bau einer Immobile als Kapitalanlage sind absetzbar

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4 Antworten

Makler- und Notarkosten sowie die Grunderwerbsteuern zählen zusammen mit dem Kaufpreis zu den Grundkosten, die i.d.R. mit 2,0 % jährlich über 50 Jahre linear abgeschrieben werden können (es sei denn die Wohnung hat Baujahr vor dem 01.01.1925, dann gelten 2,5 % lineare Abschreibung über 40 Jahre). Fahrten zu verschiedenen Immobilien, Maklern, Finanzierungsexperten können als Werbungskosten geltend gemacht werden (auch wenn Du die besichtigen Wohnungen nicht alle gekauft hast; Nachweis ist aber erforderlich). Mit folgender Formel kann dann der steuerliche Gewinn/Verlust ermittelt werden: Nettokaltmiete - Verwalterkosten - Instandhaltungskosten = Jahresreinertrag; Jahresreinertrag - Kreditzinsen - Abschreibungen = steuerlicher Gewinn/Verlust; steuerlicher Gewinn/Verlust * persönlicher Steuersatz = Steuern (+ = Nachzahlung bzw. - = Rückerstattung). Alles verstanden?

Du mußt bei den angegebenen Koten untercheiden:

  • sind diese Kosten für ein dann gekauftes Objekt angefallen? Dann gehören sie zu den Anschaffungskosten (Grundbuch, Makler, Notar, Fahrtkosten usw).

  • Sie die Kosten für ein Objekt angefallen wo man nciht zu Abchluss kam, dann würde ich sie als verlorene Kosten direkt und in voller Höhe abziehen.

Beim Werbungskostenansatz dieser vermieteten Kapitalanlage kannst Du aus den Einmalaufwendungen diese finanzierungsbezogenen Kosten ansetzen: Notar-, Grundbuch- und Gerichtskosten, soweit die Eintragung der Finanzierung betroffen ist. Der Kostenanteil für den Erwerb kann man natürlich nur unter Anschafffungskosten aufführen.

Ferner gehören die finanzierungsbezogenen Fahrt-, Porto- und Kommunikationskosten zu Banken und Finanzierungsberatern zu den Werbungskosten (Liste erforderlich). Aber das wird eh kein großer Betrag.

bei notar und grundbuch wird es meines wissens keinerlei probleme geben.

bei den fahrtkosten bin ich mir nicht so sicher.wie will man diese kosten gegenüber dem finanzamt erklären.

für das "endgeschäft" bzw kauf wird das wohl anerkannt werden,aber für die besichtigungen anderer häuser die dann NICHT gekauft werden glaube ich wird es schwieriger werden.

folgenden artikel habe ich noch dazu gefunden: Immobilienkäufer können mehrere 10.000 Euro Steuern sparen, indem sie das Finanzamt an den Anschaffungs- und Renovierungskosten für ihr Haus oder ihre Wohnung beteiligen. Der legale Trick: Zunächst vermieten sie das Objekt und ziehen erst später selbst ein. Dies erfordert eine gewisse Planung, lohnt sich aber. Vor allem Ruheständler sollten sich rechtzeitig mit diesem Modell auseinandersetzen, um die Investitionssumme ihres Alterswohnsitzes über die Steuerersparnis zu finanzieren.

http://www.steuer-schutzbrief.de/steuertipp-rubriken/steuer-tipps/artikel/steuersparmodell-immobilie-erst-vermieten-dann-selbst-einziehen.html

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