Welche Nachteile entstehen durch Unisex Tarife bei Abschluss einer bAV in 2013 statt 2012?

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6 Antworten

Es entsteht vor allem dadurch ein Nachteil, dass du im Januar 12 Monate älter bist als im Dezember. Dir fehlt also ein komplettes Beitragsjahr, ein komplettes Jahr Zinseszins bzw. Performance bei fonds-basierten Lösungen.

Frag deinen Ansprechpartner.

Hallo, es wurde schon alles erklärt, aber hier noch ein kleiner Hinweis. Es gibt einen Senkrechtstarter, der seit 2008 erst BAV anbietet und schon unter den besten 5 Anbieter und der Maklerschaft liegt(vor Standard Life). Hier sind Produktbausteine enthalten die so andere Anbieter nicht haben und die flexibelsten BAV (Direktversicherung) ist. Besonders Verrentung (freie Wahl Rentenart und bei wem) und auch ratierliche Auszahlung im Alter möglich. Günstigste Garantie auf dem Markt, 5% Kosten dafür! Lass dir von deinem Berater die Friends Provident zeigen., dann interressiert der garantierte Rentenfaktor(Unisex) nicht mehr. Viel Glück! constend

Dein Finanzberater müsste dir doch genaue Konditionen bzw. Änderungen nennen können. Einmal bezüglich der Änderungen mit dem in Kraft treten der Unisextarife und zum anderen bezüglich deines "Alters" was Kevin1905 ja schon erwähnt hat.

Wie schon geschrieben, kann man das pauschal nicht sagen, hängt ja auch hauptsächlich von den jeweiligen Terifen der Versicherung ab.

Von daher: Termin beim Finanzberater vereinbaren!

Das kann dir nur dein Finanzberater sagen. Denn es hängt natürlich vom Tarif ab. wenn er das sagt, kann er es auch sicher in Zahlen ausdrücken.

Aber woher weißt du denn, ob die bav überhaupt die richtige Altersvorsorgeform für dich ist?? Das kann sein, muss aber nicht.

In Deutschland ist die Altersvorsorge in drei Schichten aufgebaut. Aber Achtung: Weder die optimale Schicht noch die Art der Altersvorsorge kann man pauschal festlegen. Es ist ein großer Unterschied, ob jemand eine Rürup-Rente, eine Riester-Rente, eine betriebliche Altersvorsorge eine privat Rentenversicherung oder einen Fonds-Auszahlungsplan abschließt. Jede der Versorgungsarten hat unterschiedlich hohe Aufwendungen um die gleiche Nettorente zu erzielen. Dies ist abhängig von der Art der Arbeit, selbständig oder angestellt, ob er über oder unter der Beitragsbemessungsgrenze liegt, welchen Familienstand er hat, der Anzahl der Kinder, der Höhe des Einkommensteuersatzes und der Form der Krankenversicherung, gesetzlich freiwillig gesetzlich oder privat.

Alle Versorgungsformen sind sowohl in der Einzahlungsphase wie in der Rentenphase unterschiedlich besteuert. Die größten Auswirkungen entstehen aber ab Beginn der Rentenphase. Die Besteuerung und die Krankenversicherung wirken sich hier enorm aus. Um eine gleiche Nettorente nach Steuern und Krankenversicherung in allen Vorsorgearten zu erzielen, hat man unterschiedlich hohe Aufwendungen für seine Rente. Denn es ist schon ein großer Unterschied, ob ich von dem im Angebot errechneten Betrag noch Steuern und ggf. Krankenversicherung bezahlen muss oder nicht. Deshalb ist es wichtig, dass vor Abschluss jeglicher Altersvorsorge ein qualitativer und quantitativer Schichtenvergleich durchgeführt wird. Erst dann kann man sagen welche Schicht, welche Art der Altersvorsorge optimal ist. Auch Kombinationen können in betracht kommen.

Seit 1.1.2005 gilt das Alterseinkünftegesetz,

  • Schicht 1 Basisversorgung: gesetzliche Rentenversicherung und Basisrente (Rürup-Rente)
  • Schicht 2 Zusatzversorgung: betriebliche Altersvorsorge und Riester-Rente
  • Schicht 3 Kapitalanlagen: Private Renten- bzw. –Kapitallebensversicherungen, Investmentfonds

Beispiel:

Mann, ledig, 34 Jahre alt, Versorgungslücke ab dem 67. Lebensjahr 540 € monatlich (=erforderliche Nettorente)

Um die Versorgungslücke von 540 €/Monat netto abzudecken, werden folgende Bruttorenten je Schicht benötigt:

  • Basisrente: 779 €
  • Direktversicherung, Pensionsfonds, Pensionskasse: 1.050 €
  • Unterstützungskasse, Pensionszusage: 1.050 €
  • Riesterrente: 779 €
  • Private Leibrente: 568 €
  • Investmentfonds-Auszahlungsplan: 690 €

Der erforderliche Beitragsaufwand monatlich um die Versorgungslücke abzudecken beträgt:

  • Basisrente: 210 €
  • Direktversicherung, Pensionsfonds, Pensionskasse: 302 €
  • Unterstützungskasse, Pensionszusage: 302 €
  • Riesterrente: 210 € (damit wird aber nicht die komplette Versorgungslücke gedeckt)
  • Private Leibrente: 110 €
  • Investmentfonds-Auszahlungsplan: 116 €

Die Differenz zwischen Bruttorente und Nettorente sind Steuern und Beiträge für die Krankenversicherung. Ausgehend von den unterschiedlichen Bruttorenten, ist die Höhe des monatlichen Aufwands natürlich auch unterschiedlich. Bei der Ermittlung des Nettoaufwandes müssen nämlich noch die unterschiedlichen staatlichen Förderungen und die unterschiedlichen Renditen der Vorsorgeformen eingerechnet werden.

Hallo,

bislang werden in der Kalkulation von Rentenversicherungen geschlechterspezifische Unterschiede gemacht. Frauen leben statistisch länger. Daher ist es derzeit so, dass sie eine niedrigere Monatsrente erhalten als ein Mann mit gleichen Ausgangsvoraussetzungen. Durch die längere Lebenszeit, erhalten Mann und Frau statistisch die gleiche Lebensrente. Diese unterschiedliche Kalkulation darf ab dem 21.12.2012 nicht mehr zu Grunde gelegt werden. Für die Frauen könnte es etwas besser werden, für die Männer wird es sicher schlechter als derzeit. Die Größenordnung wird so zwischen 5-10% liegen.

Wenn also alle anderen Prüfkriterien für die bAV sprechen und du in jedem Fall diesen Weg nutzen möchtest, dann besser noch bis zum 21.12.2012 statt wenig später.

Ich kann Dir nur grundsätzlich antworten, ab 21.12. werden die Unisextarife eingeführt, das heißt Mann und Frau zahlen den gleich hohen Beitrag. Zuvor werden und wurden die Beiträge anhand der Geschlechterzugehörigkeit kalkuliert. Es heißt nun Frauen zahlen gleich viel wie die Männer und die Männer damit mehr wie früher. Die Versicherungen haben doch bestimmt jetzt schon 2 Beitragshöhen zur Stelle, laß Dir einach ausrechnen, was Du jetzt zahlt und was ab 21.12.12.

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