Welche Größen bestimmen den Aktienkurs?

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Im wesentlichen gibt es Fundamentaldaten und statistische Daten. Fundamentale Daten sind hart belegte Fakte wie Auftragseingänge, Eigenkapital, Dividentenankündigungen, Kurs-Gewinn-Verhältnisse usw. Hieraus lässt sich die Situation einer Firma auf Basis der Substanz bewerten. Bewertungen richten sich aber ja immer gegen eine Leitlinie. Es muss also einen Standardwert geben. Dieser ist oft schwer zu definieren. Ein Vergleich der Fundamentaldaten ist daher nicht immer zielführend.

Demgegenüber stehen Statistiken wie die 200-Linie. Da ist der Mittelwert der letzen 200-Tage. Mancheiner ahnt Böses, wenn der Kurs unter diesem Mittelwert fällt. Die Statistiker vergleichen gegen zig Linien und fällen dann ihr Urteil.

Dann gibt es noch die Chartanalytiker. Deren Vorfahren haben früher um ein Lagerfeuer gesessen und aus Hühnerknochen die Ernte im Herbst und den nächsten Häuptling vorausgesagt. Heute malen sie "Doppel-W-Formationen" und "intakte Aufwärtskanäle" in die Kursdiagramme und leiten daraus die Kursentwicklung ab.

Ketzer wie ich sehen in den Analysen eher sich selbsterfüllende Prophezeiungen als echte Prognosen. Wenn nur genug Leute an ein Kaufsignal glaube, dann wird es auch eintreten. Und die Kursschamanen liegen auch nicht immer richtig.

Die statistische Werte und Chartanalysen lassen sich natürlich von Trading Programm super berechnen. Was sie nicht können, ist die Psychologie der Teilnehmer prognostizieren. Trotz aller Analyse verhalten sich die Teilnehmer meist irrational. Hier empfehle ich einen Blick auf die Spieltheorie.

Insofern ist die Kursprognose eher Glaube den Wissenschaft. Sich mit diesen Dingen zu bschäftigen, ist aber nicht falsch. Denn die andern tun's auch :-)

Die Software berücksichtigt das, was der Programmierer eingibt (Parameter, die er als Grundlage genommen hat).

Vermutlich nimmt die nur Trends, denn Bilanzdatenusw. müßte man ja vermutlich extra eingeben.

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