Welche Grenze bei GwG´s wenn man Kleinunternehmer ist?

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Die Nettowerte gelten in diesem Fall ausnahmsweise sogar für umsatzsteuerliche Kleinunternehmer, obwohl diese gar nicht zum Vorsteuerabzug berechtigt sind. Beispiel: Ein Schreibtischstuhl zum Preis von 400 Euro netto plus 76 Euro Umsatzsteuer führt bei einem Kleinunternehmer zwar zu einer gewinnmindernden Ausgabe von 476 Euro. Bei Anwendung der 410-Euro-Regelung handelt es sich aber trotzdem noch um ein GWG und kann daher bereits im Jahr der Anschaffung in voller Höhe als Betriebsausgabe von der Steuer abgesetzt werden.

Als Freiberufler Einkommensteuererklärung. Wie wird die Sondervorauszahlung angegeben und kann man 2 Jahre hintereinander jeweils ein Smartphone abschreiben?

Hallo zusammen,

ich habe meine Steuerklärung für 2015 (inkl. EÜR, Umsatzsteuererklärung) fast fertig, allerdings habe ich noch ein paar Fragen. Hintergrund Informationen: ich bin Freiberufler und führe Umsatzsteuer ab.

Thema Abschreibung:

  • Smartphones werden laut Afa Tabelle über 5 Jahre abgeschrieben. Ob das bei der heutigen Technik sinnvoll ist, sei ersteinmal dahin gestellt. Bedeutet "über 5 Jahre abschreiben", dass man in dieser Zeit nicht das selbe Produkt noch einmal abschreiben darf? (in meinem Fall habe ich in 2 aufeinanderfolgenden Jahren je ein Smartphone gekauft, und weiß nicht ob ich beide abschreiben kann oder nur eins).

  • GWG: Kopfhörer mit Headset müssen über 3 Jahre laut Tabelle abgeschrieben werden. Nun habe ich 2015 ein Headset für 180 EUR gekauft, damit handelt es sich um ein GWG. Ich habe nun dafür eine Tabelle "Anlagevermögen" erstellt, mache die 180 EUR aber natürlich komplett für 2015 geltend. Muss ich den Kopfhörer dann trotzdem die nächsten 2 Jahre mit Buchwert null angeben? oder kann man sich das auch sparen?

Thema Sondervorauszahlung + EÜR

Ich musste Mitte 2015 erstmals eine Sondervorauszahlung für die Ust in Höhe von sagen wir mal 700 EUR zahlen. Diese Sondervorauszahlung habe ich später über Elster wieder mit der Ust VA für Dezember 2015 verrechnen können. So habe ich bsp. im Dezember 800 EUR USt einbehalten, das Finanzamt hat aber nur 100 EUR abgebucht, weil die 700 EUR verrechnet wurden. Jetzt bin ich nicht 100% sicher, wie ich in der EÜR mit der Sondervorauszahlung umgehen soll, da ich sie ja bezahlt aber auch wieder verrechnet habe. Aus dem Bauch heraus würde ich sagen, ich ziehe die Sondervorauszahlung 2015 von meinem Gewinn ab und rechne sie in der nächsten Einkommensteuererklärung 2016 wieder zu meinem Gewinn dazu, da sie mit Dez. 2015 und damit aber erst im laufenden Jahr 2016 verrechnet wurde. Ist das korrekt?

Vielen Dank schon einmal

Liebe Grüße Paula

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Ist es steuerlich - trotz Poolabschreibung - erlaubt GWG zu aktivieren?

Die derzeitige Regelung zur Poolabschreibung sieht ja eine Wahlmöglichkeit vor:

a) GWG-Sofortabschreibung bis 410 Euro (ab 150 Euro aufzeichnungspflicht).

b) abweichend zu a) Abschreibung "kann" ein Sammelposten gebildet werden, wenn AHK Zwischen 150 und 1000 Euro liegen. Das ist im WJ für alle betr. WG gleich anzuwenden. GWG bis 150 Euro "können" sofot abgeschrieben werden

Das lässt leider folgende Fragen offen (bei Bildung eines Sammelpostens):

  1. Kann ich GWG bis 150 Euro trotzdem aktivieren? --- Im Wortlaut des §6 Abs.2 Satz 4 EStG steht ja "können... als BA abgezogen werden".

  2. Können auch GWG bis 150 Euro mit in den Pool? --- Nach §6 Abs.2 Satz 1 wohl nicht, hier ist 150 als untere Grenze genannt.

  3. Kann ich einzelne GWG zwischen 410 und 1000 Euro trotzdem aktivieren? --- Dem Wortlaut nach scheint mir die Aufnahme in den Pool Pflicht, aber fallen aktivierte GWG denn überhaupt unter die Wahlmöglichkeit? Ich wäre ja auch nicht verpflichtet, die GWG-Sofortabschreibung nach Variante a) zu nutzen.--- Wichtig z.B. bei Inanspuchnahme einer Sonderabschrebung nach §7g Abs. 5. Denn es gibt ein Urteil, welches die Sonderabschreibung im Sammelposten ausschließt. Man müsste daher auf die SAbschr. verzichten, oder das WG nicht in den Sammelpool aufnehmen.

  4. Was ist mit einem IAB (§7g Abs. 2)? --- Kann man diesen als BA abziehen, und dann das GWG mit RBW (falls kleiner 1000 Euro) dem Pool zuschreiben?

  5. Wenn ich ein GWG fälschlicherweise als Nicht-GWG eingeschätzt habe (z.B. einen Drucker mit Fax) und ihn deshalb einer bestehenden Sachanlage (z.B. PC) zugeschrieben habe, interessiert das das FA überhaupt und korrigiert es entsprechend? Oder ist evtl. sogar die tatsächliche Verwendung entscheidend, ob GWG oder nicht-GWG?

Vielleicht weiß der eine oder andere von euch hierzu genaueres. Im Internet hab ich tausende seiten gefunden, leider geht es dort immer nur in dieselbe Richtung, möglichst alles sofort abzuziehen...

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MwSt von Kosten Grundstückskauf wirklich "absetzbar" ?

Hab letztes Jahr Weide, Wald und "Parkplätze" gekauft, bei denen ich gewerbliche Verpachtung (also inkl USt) anstrebe. Also hab ich mir die 19% der rund 7000 Euro Anschaffungskosten gleich über die Vorsteuererklärung wiedergeholt.

Hab nun aber mal lieb mein Finanzamt vorgewarnt, dass ich die Nettobeträge von Notar, Courtage (waren Versteigerungen) (und Grunderwerbsteuer) gerne als Ausgaben gegenrechnen will.

Aha das geht nicht weil Anschaffungskosten zum Preis des Grunderwerbs zählen. Also hab ich geseufzt, dass ich dann in wohl mit der Umsatzsteuererklärung die 19% zurückgeben muss. Aber laut netter Frau vom Finanzamt war das okay wenn ich später tatsächlich inkl. 19% verpachte.

Jetzt müsste ich meine eigene Steuerverwaltung umprogrammieren. Gibt es wirklich Posten deren Netto-Betrag nicht zur "gewerblichen Tätigkeit" zählen, der USt-Anteil hingegen doch ???

Sie versuchte es mir so zu erklären, dass man Grundstücke halt nicht abschreiben kann. Also wenn ich ein Haus gekauft hätte, dann hätte ich das in meiner Buchhaltung über bla 10 Jahre abschreiben dürfen und ebenso die Erstehungskosten und deswegen auch die 19% mir wieder holen.

Grundstücke kann man zwar nicht abschreiben, aber die 19% darf man eben darum trotzdem "rausrechnen".

Ist das korrekt ?

Gibt es nach dieser Denkweise vielleicht doch einen Trick, die 81% der "Gewinnerzielungsabsicht" zuzuorden und doch als "Ausgaben" gegenzurechnen ?

Ideen immer zu mir :-)

Ausreden woanders hin :-(

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