welche gegenleistung bei schenkung?

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2 Antworten

Per Defintion setzt eine Schenkung keinerlei Gegenleistung voraus.

Bei einer gemischten Schenkung (Hausübertragung) kann man natürlich geldwerte Vorteile (Pflege, Wohnrecht) vom Betrag abziehen, nur der schenkungsweise Anteil unterläge - oberhalb des Freibetrages des Beschnekten - der Schenkungssteuer.

Beachte, dass alle Vermögenserwerbe vom selben Schenker innerhalb von 10 Jahren zusammen als Besteuerungsgrundlage dienen.

G imager761

Die Gewährung geldwerter Rechte.

moeppi 30.09.2013, 19:29

zählt dazu auch der erlass von schulden aus kindesunterhalt?

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gandalf94305 30.09.2013, 19:34
@moeppi

Der Erlaß von Schulden aus Kindesunterhalt ist eine Aufrechnung. Im Grunde können Eltern Schulden aus Kindesunterhalt nicht einfach einem barunterhaltspflichtigen Elternteil "erlassen", da Unterhalt dem Kind geschuldet wird, nicht den Eltern. Schuldest Du einem Kind 50.000 EUR und schenkst ihm 100.000 EUR, dann würde die Schenkung sinnvollerweise nur 100.000 EUR umfassen, da der Rest ja geschuldeter Kindesunterhalt ist.

Als "Recht" versteht man z.B. Nutzungsrechte, Wohnrechte, Wegerechte etc.

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moeppi 30.09.2013, 19:40
@gandalf94305

aber ich musste meine bEiden kinder selber"finanzieren" , da mein ex keinen unterhalt gezahlt hat. lässt sich das nicht gegenrechnen?

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moeppi 30.09.2013, 19:43
@gandalf94305

**Nutzungsrechte, Wohnrechte, Wegerechte etc****

wo kann ich denn etc.... nachlesen?bei Google finde ich nur etwas, was in Richtung Arbeitnehmer u. -geber geht

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gandalf94305 30.09.2013, 22:10
@moeppi

Wem will eigentlich wer etwas schenken?

Der Anspruch auf nicht gezahlten Kindesunterhalt kannst Du einklagen, wenn der Kindesvater zahlungsfähig ist.

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imager761 01.10.2013, 07:43
@moeppi

Nein. Kindesunterhalt ist erst mit Gerichtsbeschluss geschuldet, setzt Unterhaltsfähigkeit des Schuldners und vollstreckbaren Titel voraus und kann ohne diese Rechtsgrundlage oder nachträglich weder gefordert noch aufgerechnet werden.

Er könnte allenfalls dem Unterhaltsberechtigten nachträglich etwas zukommen lassen, wenn es ihn reut und er Geld hätte - dies fiele aber dann dessen Freibetrag zu.

G imager761

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