Welche Folgen hat die mögliche Einführung einer Finanztransaktionssteuer für Investmentfonds?

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6 Antworten

Das gab es in Deutschland schon mal bis 1990/1991 als Kapitalverkehrssteuer udn Börsenumsatzsteuer.

Es war eine Bagatellsteuer und wurde abgeschafft.

Es mag sein, dass man wegen des seit dem sehr stark gestiegenen Umfangs des Kapitalmarktes nun erheblich höhere Einnahmen erzielen kann, aber es hilft nur, wenn die dann auch an wirklich allen wichtigen Kapitalmärkten, rund um den Globus erhoben wird.

Geld kann man nicht so ohne weiteres festhalten. Wenn der Kauf von Wertpapieren in Frankfurt und Paris belastet wird, geht man nach London. Wenn es das in allen EU-Ländern gibt, geht man in die USA, nach Japan, Singapur und Hongkong.

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Schweden hatte eine solche Steuer und mußte sie zurücknehmen, da die Kosten deutlich höher als die Einnahmen waren.

Ich halte das komplett für populistischen Unsinn, denn die institutionellen Händler werden andere Börsenplätze finden, an denen sie unbeschränkt handeln können, während die harmlosenn Privatanleger ihre Renten und sonstigen Wertpapieranlagen weiter geschmälert bekommen.

Wenn man bei Fonds von einer Umschlagshäufigkeit von 0,5-4 Jahren ausgeht, dann bedeutet das, daß ein Anteil von 1.000 EUR bei einer Steuer von 0,1% also Zusatzkosten von 1 EUR bedeutet. Ein Fonds, der sein Volumen alle zwei Jahre beispielsweise umschlägt, würde also ca. 0,05% p.a. Renditeabzug pro Jahr haben. Das klingt nicht nach viel, rechnet man jedoch diesen Abschlag auf langfristige Anlagen wie Altersvorsorgeprodukte um, so bekommt man auf 30 Jahre immerhin einen Abschlag von 16% zusammen.

Leiden werden also nicht die ach so bösen Banken, sondern die langfristigen Privatanleger.

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Die aktuell kontrovers diskutierte Finanztransaktionssteuer ist eine Kapitalverkehrssteuer auf Finanztransaktionen, also zum Beispiel auf jeden Handel einer Aktie oder Anleihe.

Der BVI ist der Ansicht, dies ist der falsche Weg, wenn die Verursacher der Finanzkrise an der Finanzierung der Folgen beteiligt werden sollen. Denn vor allem Unternehmen und private Investoren müssten die Steuern zahlen. Insbesondere langfristig sparende Bürger, die angesichts der demografischen Entwicklung zur privaten Altersvorsorge angehalten sind, würden belastet. Die Altersvorsorge würde einerseits staatlich gefördert und auf der anderen Seite mit einer Steuer belastet. http://www.bvi.de/regulierung/positionen/finanztransaktionssteuer/

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Das hängt alles nur von den Details ab.

Wie hoch wird die Steuer ?

Welche Produkte werden davon betroffen sein ?

Wir die Steuer international harmonisiert ?

Alles Fragen, zu denen selbst die Verfechter der Steuer noch keinen richtigen Plan haben, was in mir den Verdacht hegt, es ist ein populistisch basierte "Anti-Bank"Propaganda.

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die Frage wird dir keiner beantworten können. Solche Steuern bringen selten das, was sie bringen sollen. Die Einnahmen sind überschaubar, oft höher als die Kosten. Und oft ist es auch so, dass informierte Anleger solchen Besteuerungen aus dem Weg gehen (können).

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