Welche Berufsunfähigkeitsversicherung hat einen guten Ruf, was die Zahlungswilligkeit betrifft?

3 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Es gibt Prozessquotenübersicht welche aussagen wie bereitwillig oder auch nicht Versicherer versuchen vor Gericht aus Ihrer Leistungspflicht herauszukommen.

Wichtig ist auch dass man schaut ob der Vertrag eine "abstrakte Verweisung" enthält. Bedeutet: Ein Arzt wird berufsunfähig, kriegt aber von der Gesellschaft gesagt er könne noch als Pförtner arbeiten. Ist dies möglich bliebe eine solche Police für den Versicherer leistungsfrei. Es gibt heute jedoch glücklicherweise kaum noch derartige Verträge.

Wichtig ist auch zu prüfen, ob die Versicherung eine BU, die eventuell nicht sofort als solche erkennbar war, auch rückwirkend anerkennt und bis dahin die Beiträge zinslos stundet. Eine Beitragsfreiheit im Leistungsbezug halte ich für selbstverständlich.

R+V, debeka, ergo liegen ganz oben was zahlungswilligkeit angeht. Diese haben sehr niedrige prozessquoten und auch sonst gute konditionen. Immer den zu zahlenden Beitrag mit dem Tarifbeitrag (ohne Überschussverrechnung vergleichen), denn auf letzteres kann der Beitrag steigen wenns beim versicherer nicht so gut läuft.

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Allein die Prozessquote sagt nicht unbedingt etwas aus. Debeka mag ne gute Quote haben, aber miese Versicherungsbedingungen, die ich nicht kaufen würde. Die Ergo ist auch nicht grad der Brüller.

Und was den obligatorischen Beitrag zur abstrakten Verweisung angeht: Wieso kommt so ein Beitrag, wenns die (wie Du ja selbst sagst) seit Jahren nicht mehr gibt ? Bis auf 3 Anbieter.

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Rentenpilot ist uralt, Tabellen von 2005. Lieber Nikolaus, Du nutzt tatsächlich noch diese Materialien im Verkauf? :-o Tipp an Christelchen: such Dir nen guten Makler vor Ort, der objektiv den Markt prüft. Oder nutze Vergleichseiten im Netz, die zusätzlich Support bieten. Werbung durch Support gelöscht

Bei eindeutigen Sachverhalten und einem guten Bedingungswerk gibt es keine Probleme, denn wir reden über Verträge. Insofern ist ein wichtiger Teil die Auswahl eines geeigneten Deckungskonzeptes mit einem klaren Bedingungswerk. Denn Unklarheiten dort oder nicht eindeutige Sachverhalte sind Anlass zu Klagen. Und ein wichtiger Punkt: Die Beantwortung der Gesundheitsfragen, am besten nebst Patientenakte als auch ein sauber dokumentiertes Beratungsprotokoll helfen solche Streitigkeiten im Ansatz zu vermeiden. Dann gibt es auch keine Probleme mit der Zahlungswilligkeit, die nämlich dann nach Vertrag eine Zahlungsverpflichtung ist.

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