Welche Auswirkungen hätte ein Währungscrash vom Euro auf Aktien aus dem Euroraum?

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Die werden dann in er Nachfolge Währung geführt.

Ganz gleich, ob wir danach in Macros bezahlen, in Merkis, oder Kloppos, die Kurse werden mit dem Umrechnungsfaktor neu starten und sich neu bilden.

Woher ich das weiß:Berufserfahrung

Umrechnungsfaktor

Und genau am 1. Juli 1990 war dies von Ost-Mark in D-Mark = 1 : 1. Helmut Kohl wollte es so und hat es quasi im Alleingang durchgesetzt. Die Auswirkungen auf Betriebe und Menschen war zum großen Teil katastrophal. M. Birthler (vielen noch bekannt als langjährige Leiterin der Stasi-Unterlagen-Behörde) gab in der SZ am Wochenende an, dass wir Wessis sowas im Leben nicht durchgestanden hätten, was den Ossis vor 30 Jahren so arg zugemutet wurde.

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@Maerz2019

Nicht ganz richtig. 1:1 wurden Mieten, Renten, Gehälter usw. umgestellt. Also aus 100,- DDR Mark Miete, wurden 100 DM Miete. aus 350,- DDR Mark Rente wurden 350,- DM Rente.

Guten haben wurden nur begrenzt 1:1 umgetauscht. darüber 1:2 und für nicht DDR Bürger 1:3.

https://de.wikipedia.org/wiki/Mark_(DDR)

Einige Geschäftsleute haben dabei ein gutes Geschäfts gemacht, denn DR Bürger haben nach der Grnzöffnung für Einkäufe im Westen locker 1:6 und schlechter getauscht. Wenn ich also für 30.000,- Euro West Fernseher verkauft und dafür 180.000,- DDR Mark bekommen hatte, zahlte mir die Bundesbank nach 6-7 Monaten dafür 60.000,- DM.

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@wfwbinder

wollte gerade ein VETO einlegen, lieber wfwbinder......

Korrekt...... denn mit "Guten" wirst du Sparguthaben gemeint haben. 👍

"Guten haben wurden nur begrenzt 1:1 umgetauscht. darüber 1:2.... "

Somit alles richtig ‼️😉

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@wfwbinder

Und ist aber schon klar, dass die Ostprodukte mit der Währungsumstellung über Nacht so dermaßen teuer wurden und damit so dermaßen unattraktiv, das die Betriebe reihenweise krepiert sind und die Menschen ihre Arbeit verloren?!?!? Man darf nicht vergessen, dass viele Betriebe für den Export in andere Ostländer arbeiteten. So zum Beispiel das für seine Zeit hochmoderne Leiterplattenwerk in Neuruppin, .... Polen, Ungarn und Tschechien konnten die Produkte einfach nicht mehr ankaufen, .... Die Währungsumstellung war der Sargnagel der DDR-Wirtschaft.

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@wfwbinder

Gutenhaben wurden nur begrenzt 1:1 umgetauscht. darüber 1:2 und für nicht DDR Bürger 1:3.

Welche Guthaben denn, wfwbinder? Mehr als 80% der Menschen in der DDR besasen nur gut etwa 300-600 Sparguthaben pro Kopf in Alumark Ost.

Wer hatte denn schon 2000 Ost-Mark auf der hohen Kante? Richtig, die Bonzen des SED-Regimes. Ein Ingenieur hatte in der DDR etwa 500-700 Ostmark Verdienst pro Monat.

Die 1 : 1 Umstellung der Sparguthaben ist ein Witz, denn es gabe eine Mindestgrenze an Guthaben, aber der erst umgetauscht werden konnte. weshalb viele einzelne Familienmitglieder ihre mikrigen Guthaben zu einem einzigen zusammenlegen mussten, um überhaupt den Antrag auf Umtausch stellen zu können.

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@wfwbinder

Zitate Lebendiges Museum Online

Der Staatsvertrag zur Währungs-, Wirtschafts- und Sozialunion tritt am 1. Juli 1990 in Kraft. Große Teile der Wirtschafts- und Rechtsordnung der Bundesrepublik werden damit auch in der DDR wirksam. Kritiker warnen vor einer schnellen Umstellung von sozialistischer Zentralplanwirtschaft auf freie Marktwirtschaft in Ostdeutschland. Sie sehen in der geringen Produktivität der Ost-Betriebe und der maroden Infrastruktur Risiken. Tatsächlich folgt dem Übergang zu D-Mark und Marktwirtschaft ein schwieriger Anpassungsprozess in Ostdeutschland

Die Volkskammer schafft im Juni 1990 die Treuhand, um die DDR-Wirtschaft neu zu organisieren und zu privatisieren. Nach der Deutschen Einheit setzt Bundeskanzler Helmut Kohl auf eine zügige Privatisierung. Er rechnet mit hohen Einnahmen, die die Einheit finanzieren sollen.

Tatsächlich entwickelt sich die ostdeutsche Wirtschaft jedoch katastrophal. Durch die Währungs-, Wirtschafts- und Sozialunion sind Betriebe schlagartig dem Weltmarkt ausgesetzt und müssen höhere Löhne in D-Mark zahlen. Ihre Produktivität hingegen ist meist gering, Anlagen sind veraltet und Produkte nicht konkurrenzfähig. Zudem bestehen ökologische Altlasten. Der frühere Absatzmarkt in Osteuropa bricht völlig zusammen. Die Treuhand hat Probleme, Unternehmen und Grundstücke zu verkaufen.

Quelle: https://www.hdg.de/lemo/kapitel/deutsche-einheit/weg-zur-einheit/wirtschafts-waehrungs-und-sozialunion.html

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@Maerz2019
Mehr als 80% der Menschen in der DDR besasen nur gut etwa 300-600 Sparguthaben pro Kopf in Alumark Ost.

as habe ich aber ganz anders gehört. Viele mussten Ihre Konten auf die Familienmitglieder gleichmäßig verteilen, weil er 1:1 Tausch nur bis 3.000,- ging.

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@Maerz2019
 Ihre Produktivität hingegen ist meist gering, Anlagen sind veraltet und Produkte nicht konkurrenzfähig. Zudem bestehen  ökologische Altlasten . Der frühere Absatzmarkt in Osteuropa bricht völlig zusammen.

Absolut richtig, aber als ich das meiner angeheirateten DDR Verwandtschaft prophezeite (meine erste Ehefrau war aus Coswig bei Dresden und schon vor dem Mauerfall in den Westen gekommen), war ich der unverbesserliche Besserwessi, der nicht begreifen wollte, ass es in der DDR anders funktioniert.

3 Jahre später hieß es "Du hast ja Recht gehabt."

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