Weitergeleitet?

1 Antwort

In der Theorie nicht, mangels Vorsatz. Aber der Vorsatz wird möglicherweise erst mal unterstellt werden. Und spätestens, wenn du die Seite nicht sofort wieder zumachst, sondern dich darauf umsiehst, ist § 184b Abs. 3 StGB erfüllt.

Deswegen sollte man es vermeiden, mit seiner eigenen IP-Adresse auf Seiten im Grenzbereich unterwegs zu sein. Tor würde helfen.

Woher ich das weiß:Hobby – Hobbyjurist - Grundwissen, garniert mit Recherche

Frage natürlich:
wie kommt man überhaupt in eine Situation wo man versehentlich auf eine Kinderpornoseite weitergeleitet wird?
Womöglich zu lange im Drogenshop gestöbert oder so :-D

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@densch

Bei Seiten im Graubereich ist das nicht ganz so abwegig, wie sich das erst mal anhört. Und gekaperte, aufgekaufte abgelaufene oder Tippfehler-Domains, die dann entsprechend umgeleitet werden, sind ja auch keine Seltenheit. Und dann gibt es ja auch noch so schöne Dinge wie DNS-Prefetching. Da reicht es u. U. bereits, wenn man sich auf einer (vollkommen legalen) Seite befunden hat, die ihrerseits auf "problematische" Seiten verlinkt hat.

Im Übrigen wage ich zu behaupten, dass die meisten Drogenshops nicht auf Kinderfotos verlinken. Das wäre also keine ganz naheliegende Erklärung ;)

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@densch

Also nach meinem (sehr begrenzten) Kenntnisstand sind Kinderpronos so ziemlich das Einzige, was außerhalb der "Kipo-Community" ziemlich welt- und internetweit geächtet ist. Das gilt wohl sogar für das Darnet inkl. Drogen- und Waffenshops. Die gängigen Linklisten und Suchmaschinen dort sehen das aber wohl in weiten Teilen so wie von dir geschrieben: Was man anklicken kann, wird verlinkt. Und dort besteht dann durchaus die oben geschilderte Problematik bzgl. DNS-Prefetching und ähnlichen Techniken. Um mal wieder den Bogen zurück zur Ausgangsfrage zu spannen.

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