Weiterbildung - Finanzierung/Förderung?

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Zwei Fragen:

  1. Willst Du diese Fortbildung bezahlen oder soll der Arbeitgeber die Kosten übernehmen?
  2. Welchen Vorteil hätte der Arbeitgeber davon, wenn Du diese Fortbildung absolvierst?

Du kannst die Kosten selbst übernehmen und steuerlich als Werbungskosten angeben. Dann spart das die Steuern für die EUR 3.900 (vorausgesetzt, die übrigen Werbungskosten erreichen schon die EUR 1.000).

Hast Du das Geld nicht flüssig, könntest ein Darlehen aufnehmen, um die Kosten zu decken. In der Probezeit werden Arbeitgeberdarlehen nicht vergeben.

Ist diese Fortbildung für Deine Tätigkeit beim Arbeitgeber relevant und würde Deinen Wert für den Arbeitgeber deutlich erhöhen, könnten die Kosten vom Arbeitgeber übernommen werden. In einer Probezeit ist dies jedoch i.d.R. unwahrscheinlich, da ja nicht klar ist, wie lange Du dem Unternehmen erhalten bleibst.

Ich habe den Eindruck, Du wirst erst nach der Probezeit diese Fortbildung wahrnehmen.

Wie viel steuern würde ich denn sparen?

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@robinegs

Wenn Du 1000 EUR absetzt und 30% Steuersatz hast, dann wären das ca. 300 EUR, denn für einen "abgesetzten" Betrag zahlst Du dann ja keine Steuern.

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Vom Arbeitgeber finanzieren lassen gegen ein paar Jahre Mindestweiterbeschäftigung bei diesem AG

Ne das möchte ich nicht, da ich noch in der Probezeit bin

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@robinegs

Naja dann - Finanzierung durch den AG gegen Gehaltsverzicht ist ja nun unter dem Strich dasselbe wie gleich selbst bezahlen.

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@Eifelia

würden dann nicht die Lohnsteuern etc. wegfallen?

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@Eifelia

Es spart aber die Sozialversicherungsbeiträge auf diese Summe, für Arbeitgeber und Arbeitnehmer, oder?

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Ja, es mag da einen Progressionsvorteil geben, aber den darf man nicht überschätzen, soo teuer ist die Fortbildung ja nun auch wieder nicht.

Was ist das ? du meinst Progressionvorbehalt? google gerade... :>

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@robinegs

Nein. Wenn Du weniger Gehalt hast, ist Dein Steuersatz niedriger, dadurch kommt etwas von der Gehaltskürzung wieder zurück, Progressionsvorbehalt ist was anderes. In summa wird das aber nicht soo viel sein.

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also habe 36.000 im Jahr Brutto, davon sind 1080€ Studiengebühren. 3880€ für den Lehrgang. Komme dann auf 4960€ Werbungskosten + XX€. Dadurch habe ich ein zu versteuerendes Einkommen von rund 31.000. Was ist jetzt das Progressionsvorbehalt?

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@robinegs

Also schön, hier die Erklärung für Progressionsvorbehalt:

Bestimmte Lohnersatzleistungen unterliegen dem Progressionsvorbehalt, z. B. Arbeitslosengeld, Mutterschaftsgeld, Elterngeld, Kurzarbeitergeld. Diese Leistungen unterliegen selbst nicht der Einkommensteuer, sie werden aber hinzugezogen, wenn der auf die steuerpflichtigen Einkünfte anzuwendende Steuersatz ermittelt wird.

Kurz: Bekommt man in einem Jahr Arbeitslohn UND Elterngeld, ist die Steuer höher als hätte man nur Arbeitslohn in gleicher Höhe bekommen.

Das hat mit Deiner Ursprungsfrage aber rein gar nichts zu tun.

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@Eifelia

ok schade, oder Progressionsvorteil, wie auch immer. Bringen tut es anscheinend nichts

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@robinegs

Der Progressionsvorteil :

Bruttolohn 2.500 € = Nettolohn 1.720 €

Bruttolohn wegen Übernahme von Kosten durch den AG gekürzt auf

2.300 € = Nettolohn 1.606 €.

200 € weniger brutto = 114 weniger netto.

ABER: nur, wenn die Fortbildung im ganz überwiegenden Interesse des Arbeitgebers ist, zählt die Übernahme der Kosten nicht als Arbeitslohn - das wird ein AG nicht machen, wenn er dafür nicht eine Verpflichtung des AN bekommt, dass dieser dem Unternehmen noch x Jahre zur Verfügung steht.

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