Weiterarbeiten nach Kündigung durch AG?

3 Antworten

  • Dein zukünftiger AG könnte deinem aktuellen AG eine Ablösesumme anbieten. Dafür müsstest du dem neuen AG aber schon sehr wichtig sein.
  • Du kannst einen Fachanwalt für Arbeitsrecht darauf ansetzen, ob es irgendwelche (formalen) Gründe gibt, die dir in die Hände spielen.
  • Oder du lässt dich so lange krankschreiben, bis dein aktueller AG keine Lust mehr hat und eine Vertragsauflösung akzeptiert. Ich kann dir aus Arbeitgebersicht sagen: Das geht, ist aber für beide Seiten i.d.R. recht unschön. Und wenn dein neuer AG davon Wind bekommt, könnte dein neuer Arbeitsplatz sehr bald wieder weg sein.
Woher ich das weiß:Berufserfahrung

Vielen Dank für eure Antworten. Leider habe ich keine Rechtsschutzversicherung (dachte nicht, dass ich die mal brauchen würde). Die Idee von dir, Snooopy, ist im Prinzip nicht schlecht, allerdings haben alle Ex- Kollegen selbst gekündigt und arbeiten längst woanders. Sie sind quasi geflüchtet :). Es handelt sich um eine Krankenpflegeschule, Jobs gibt es genug, ich könnte auch sofort weg. Wir sind nur noch zu viert, alle sind frustriert und gereizt, die Stimmung ist grausam. Der Laden soll bis zum Ausscheiden der letzten Azubis halt noch laufen. Übrigens wurde uns jetzt auch noch das Gehalt gekürzt, eine mehrere Jahre gezahlte und immer für 1 Jahr befristete Zulage (zuletzt bis Ende 2019) wurde gestrichen, das schon gezahlte Geld von Jan. und Feb. wird zurückgefordert.

Eine Gehaltskürzung könnte man ggf. angreifen. Das zu beurteilen ist jedoch ohne Kenntnis des Arbeitsvertrags, etwaigen Betriebsvereinbarungen und ggf. Tarifverträgen nicht sicher möglich.

Vor dem Arbeitsgericht brauchst du in der ersten Instanz grundsätzlich keinen Anwalt, da zahlt auch jeder seine eignen Kosten.

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Offensichtlich wurde ja schon länger in dieser Firma Personal abgebaut. Vesuche doch einen Kollegen zu finden der Deine Stelle solange übernimmt wie deine Kündigungszeit läuft. Damit sollte auch der alte Arbeitgeber einverstanden sein und in beiderseitigem Einvernehmen die Kündigungsfrist vorverlegen.

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