Frage von Naoci, 58

Wegeunfall - Auf dem Weg zur Arbeit?

Lieber Leser,

seit dem 12.05.2017 bin ich in einer Zeitarbeitsfirma als Lagerist am arbeiten. Heute den 19.05.2017 hatte ich gegen 05:20 Uhr mit dem Fahrrad einen Wegeunfall, ich bin direkt ins Krankenhaus gegangen meine Habd ist geprellt und wurde von heute bis einschließlich Sonntag den 21.05.2017 krankgeschrieben. Heute hätte ich arbeiten gehen müssen morgen und Sonntag hätte ich eh frei gehabt. Aber sollte ich am Montag immernoch nicht arbeiten gehen können soll ich wieder ins KH kommen.

Erste Frage: Wer zahlt was für den Ausfall heute ? Hätte von 06:00 Uhr bis 14:30 Uhr arbeiten gehen müssen.

  1. Frage: Sollte ich am Montag aufgrund der Verletzung immernoch nicht arbeiten können ist es dann die Pflicht vom KH mich weiterhin krankzuschreiben.

  2. Frage: Muss ich am Montag dann wieder ins KH oder kann ich auch zum Hausarzt.

Vielen Dank schonmal

Liebe Grüße

Antwort
von RHWWW, 39

Hallo,

am besten möglichst schnell bei der Krankenkasse einen Antrag auf Verletztengeld stellen. Die Krankenkase zahlt das im Auftrage der Berufsgenossenschaft. Das Verletztengeld wird für Kalendertage (nicht Arbeitstage) gezahlt. Die gelbe Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung benötigt die Krankenkasse.

Wenn weiterhin Arbeitsunfähigkeit besteht, stellt der Arzt erneut eine AU-Bescheinigung aus.

Bei Arbeits- und Wegeunfällen besteht keine freie Arztwahl für die Weiterbehandlung. Der Krankenhausarzt hat einen Unfallbericht erstellt und dort auch Angaben zur Weiterbehandlung gemacht. Der Arzt, der die Erstbehandlung macht (Durchgangsarzt) entscheidet, ob die weitere Behandlung durch ihn, einen anderen Durchgangsarzt oder den Hausarzt erfolgen soll. Die Entscheidung des Arztes ist für den Patienten grds. verbindlich. Im Zweifelsfall im Krankenhaus anrufen und nachfragen, was dort im Unfallbericht zur Weiterbehandlung genau vermerkt ist.

Gruß

RHW

Kommentar von Naoci ,

Super vielen Dank, ist die Krankenkasse dazu verpflichtet mir verletzten Geld zu geben? Und wie viel wird es in etwa sein?

Und was ist mit meinem Arbeitgeber?

Kommentar von RHWWW ,

In den ersten 28 Tagen einer neuen Beschäftigung ist der Arbeitgeber nicht zur Entgeltzahlung verpflichtet (Ausn.: es ist im Arbeits- oder Tarifvertrag etwas Abweichendes vereinbart). Ab dem 29. Tag hat der Arbeitgeber Entgeltfortzahlung zu leisten.

Das Verletztengeld beträgt meistens ca. 88% des letzten Nettos.

Kommentar von Naoci ,

Danke aber genau das ist das Problem... ich war 2 Monate arbeitslos und habe in der Firma neu angefangen :/.... und ich bin ja nur 3 Tage krankgeschrieben kommt die Krankenkasse in meinem Fall die AOK dann trotzdem dafür auf? Aber ich habe immernoch die Prellung also ich denke das es bis Montag noch nicht verheilt ist weil ich einfach nichts geben kann

Kommentar von RHWWW ,

Ja, die Krankenkasse zahlt im Auftrage der Berufsgenossenschaft das Verletztengeld.

Wichtig ist, dass die Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung der Krankenkasse vorliegt und dass der Arbeitgeber die "Anmeldung zur Sozialversicherung" macht/gemacht hat.

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