Wegen Nichtwissen nachträglich Steuerbescheide ändern

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Es gibt dazu keine passende Änderungsvorschrift.

Aber sie kann ja mal nachsehen, ob auf dem Steuerbescheid eventuell "untervorbehalt der Nachprüfung" steht.

Sonst, einfach zu spät auf finanzfrage.net aufmerksam geworden.

Danke. Da steht nur "Der Bescheid ist nach § 165 Abs. 1 Satz 2 AO teilweise vorläufig."

D.h. sie kann die Werbungskosten wirklich nicht mehr ansetzen? Auch nicht, obwohl sie diese Regelungen gar nicht kannte?

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@mikonos

Das mit teilweise vorläufig ist interessant, da wäre es nun spannend worauf sich der Vorläufigkeitsvermerk bezieht.

Die Begründung, "ich kannste die Vorschrift nicht," kann kein Grund sein.

Wenn das ginge, würden Steuerbescheide ja nie rechtsverbindlich. Denn mit der Begründung könnte man alles aushebeln.

Ausserdem gibt es beim Studentenwerk und anderen Organisationen massenhaft Merkblätter, auf denen man diese Regeln lesen kann.

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@wfwbinder
Das mit teilweise vorläufig ist interessant, da wäre es nun spannend worauf sich der Vorläufigkeitsvermerk bezieht.

Das ist der ganz normale Vorläufigkeitskatalog, der in bestimmten Abständen vom BFM aktualisiert wird. Da steht garantiert nichts darüber drin, dass der Bescheid vorläuig sei zu der Frage, ob auch ja die Werbungskosten alle angegeben worden sind.

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@mikonos
Auch nicht, obwohl sie diese Regelungen gar nicht kannte?

nehmen wir mal an, Hoeness wusste nichts davon (oder behauptet es), dass Geld in der Schweiz anzugeben ist. Wäre er dann frei hier, keine Bestrafung?

Wäre dem so, könnte jeder seine Steuererklärung abgeben wie er will. Erfährt er dann beiläufig von irgendwelchen Regelungen und Gesetzen, könnte er nachreichen und wäre wohl immer strafbefreit, denn zur Not kannte er die Regelung einfach nicht.

Für sowas gibt es Steuerberater oder auch Lohnsteuerhilfevereine, die bei dem Steuerdschungel helfen.

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@freelance

Man stelle sich diese Reparaturmöglichkeit bei einem Arzt vor:

"Nein, ein Arzt wäre mir zu teuer gewesen. Aber ich wusste doch nicht, dass man DIESES Organ nicht einfach abschneiden darf. Da muss doch jetzt posthum noch was zu machen sein!"

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würde Nichtwissen ein Grund für eine Korrektur sein, würde ich wohl all meine Steuererklärungen selbst abgeben. Und wenn ich dann feststelle, dass ich was vergessen habe, dass würde ich die Nichtwissen-Karte zücken. Das wäre doch eher lächerlich, oder?

Und würde ich gegen Gesetze verstossen, man gegen mich ermitteln, dann würde ich auch hier diese Karte ziehen.

So funktioniert die Finanzverwaltung nicht.

Wenn ja, wie macht man das?

Garnicht. In einem solchen Fall zwigt es sich, dass man doch besser Geld für eine steuerliche Beratung investiert hätte.

Naja, als Student mit 3.000 € Einkommen im Jahr denkt man vielleicht nicht gleich daran, 100 € für Steuerberatung auszugeben.

Also, ist es möglich oder nicht?

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@mikonos
Also, ist es möglich oder nicht?

Was an "Garnicht" hast du denn nicht verstanden? Die Tatsache dass man gar nicht gar nicht zusammenschreibt, war es nicht, oder?

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@EnnoBecker

Das kann nicht stimmen! in meinem Duden steht garnicht zusammen geschrieben! Das kann nicht falsch sein! Hätte ansonsten Kaiser Wilhelm das Vorwort geschrieben.

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@Privatier59

Korrektur:

Kleines i gegen großes I tauschen.

Fragezeichen an geeigneter Stelle einsetzen.

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