Wechsel zur Kleinunternehmerreglung - Einnahmen aus Leistungen des Vorjahres

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2 Antworten

Wenn die Umsätze in 2012 geleistet wurden, aber erst in 2013 bezahlt wurden, unterliegen diese weiterhin der Kleinunternehmerregelung.

in der EÜR kommen diese Beträge in Zeile 8 des Formulars.

Vielen Dank für Ihre Antwort. Zwei Dinge möchte ich noch nachfragen: da ich zuvor Regelbesteuerung hatte, meinen Sie glaube ich "weiterhin der Regelbesteuerung" , oder? Und in der Anlage EÜR kann es nicht Zeile 8 sein (ja/nein-Antwort) , sondern evt . Zeile 12 ? Grüße, fiskusfisch

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Es gibt aber nun kaum oder nur unzureichende Informationen in Netz/beim Finanzamt dazu, wie man/ich mit z.B. in 2012 erwirtschafteten und berechneten Leistungen, die man aber erst in 2013 eingenommen hat, verfahren soll.

Was ist daran schwierig? Diese Umsätze unterliegen der Umsatzsteuer, und die wird bei Zahlung fällig. Und wenn die Zahlung erst 2013 war, dann ist die Umsatzsteuer auch 2013 entstanden.

Da ich in meinem Steuererklärungsprogramm ( Steuersparerklärung) keine Stelle für diesen Fall finden kann,

Ist genau dort, wo sie früher auch schon war. In der UStVA bei Umsätze zu 19% und in der UStE auch.

Dann sind eben Einträge zur Regelbesteuerung UND zur KU im Formular.

Ich erkenne das Problem nicht.

Hier noch drei Randprobleme, die du aber sicherlich gelöst hast:

.1. Vorsteuerabzug:

Sofern im Zusammenhang mit den umsatzsteuerpflichtigen Umsätzen noch Vorsteuern in Rechnung gestellt wurden, die du ebenfalls erst 2013 bezahlt hast, so sind die natürlich abzugsfähig.

.2. Vorsteuerberichtigung

Du hast hoffentlich deine Anlagegüter, die weniger als 60 Monate (bei Grundstücken 120 Monate) im Unternehmensvermögen waren, gemäß § 15a UStG nachversteuert.

.3. Gesamtumsatz nach § 19 (3) UStG

Die in 2013 eingenommenen Umsätze gehören zur Bessungsgrundlage für den Gesamtumsatz, und das inklusive der enthaltenen Umsatzsteuer.

Hallo Enno Becker,

danke für die hilfreiche Antwort , Klärung und Hilfe. Ein Problem ergibt sich für den Laien, wenn er in einem Programm an einer Stelle nicht weiterkommt, weil es nach der Änerung der Besteuerungsart keine Möglichkeit der Eingabe mehr gibt, sodass man sich auf die Suche nach entweder dem eigenen Denkfehler oder evt. auch einer Lücke im Programm machen muss.

Trotz der aktuellen fantastischen Möglichkeiten finde ich das manchmal schwierig, diesmal kam ich halt nicht weiter. Im Prinzip hatte ich das auch so begriffen, wie Du das beschrieben hast, der Herr beim FA war hingegen der Meinung, ich hätte keine USt. mehr ausweisen dürfen(Was ja vielleicht auf die in 2013 berechneten Leitungen mit Erbringung in 2012 zutreffen könnte, so wie ich es verstanden habe aber nicht.)

Weiter lässt mein Programm in der USt.Voranm.zwar eine Eingabe per Hand an der Stelle "Einnahmen zu 19%" zu, weist den zu zahlenden USt-Betrag aber nicht aus. Von daher bitte ich um Verständniss um meine Verwirrung - zumal ich meistens als Gärtner unterwegs bin. Die netterweise erläuterten Randprobleme habe ich bedacht bzw. betreffen mich nicht.

Danke nochmals, fiskusfisch

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@fiskusfisch

Dein Denkfehler liegt hier:

Du glaubst, dass die Programme, die es gibt, dir deinen Entscheidungsprozess abnehmen können.

In Wirklichkeit ist es nur ein Werkzeug, von Menschen geschaffen. Ich arbeite hier mit hochprofessioneller Software, die dir nicht zur Verfügung steht und ärgere mich täglich darüber, dass in der Steuererklärung oder in einer Bilanz oder sonstwo nicht genau das dort so drinsteht wie ich es haben möchte.

Die "Volks"-Steuerprogramme sind alle nicht soweit entwickelt.

Offenbar sind deine Kenntnisse doch mehr als ausreichend für dieses Problem. Also musst du das Programm dahin bringen, dass es zeigt, was es soll. Nicht umgekehrt.

Wenn man nicht weiß, an welcher Seite man anfassen soll, nutzt einem auch der schönste Hammer nichts.

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