Wasserschaden Keller

1 Antwort

Da sind jetzt zwei verschiedene Aspekte angesprochen:

Zum einen die Mängelhaftung des Bauträgers, die bei einem BGB-Vertrag 5 Jahre beträgt, wobei es durch Nachbesserungen ja zu Ablaufhemmung gekommen sein könnte. Das müßte man anhand der Unterlagen und Aufzeichnungen genau überprüfen. Ich fürchte allerdings, dass da Verjährung wirklich eingetreten ist. Besser wäre es gewesen, rechtzeitig noch zu unverjährter Zeit gerichtliche Maßnahmen einzuleiten.

Zum andern wird angesprochen, wer nunmehr für die Mängelbeseitigung verantwortlich ist. Die Antwort ist schnell erteilt: Es ist die Eigentümergemeinschaft, denn es geht um Schäden am Gemeinschaftseigentum.

Der Hausverwalter hat das immer schriftlich mit dem Bauträger geklärt, aber es wurde auch nie geraten das das gerichtlich hätte geklärt werden müssen. Die letzte "Ausbesserung" war vor rund einem Jahr. Immer bei starkem Regen taucht das Problem auf.

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@Tina34

Man müßte mal analysieren, welchen Aufgabenkreis der Hausverwalter hat. Das wird sich aus dem mit diesem abgeschlossenen Vertrag ergeben. Wenn der sehenden Auges etwaige Gewährleistungsansprüche der WEG hat verjähren lassen, dann könnte man das als Ansatzpunkt für einen Schadensersatzanspruch gegen den Verwalter nehmen. Ich würde mich darüber mal mit den übrigen Eigentümern unterhalten und ggf einen Anwalt beauftragen. Bauschäden der hier anscheinend vorliegenden Art können nämlich extrem teuer werden.

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@Privatier59

Im Verwaltervertrag gibt es einen Punkt:

Maßnahmen zu treffen, die zur Wahrung der Frist oder zur Abwendung eines sonstigen Rechtsnachteils erforderlich sind.

Wir werden versuchen, mit den anderen Eigentümer zu sprechen. Er möchte sich nächste Woche den "Wasserschaden" ansehen.

Allerdings bin ich mir nicht sicher ob er wegen der jährlichen "Entlastung" nicht aus der Verantwortung raus ist.

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@Tina34

Die Entlastung kann sich ja nur auf bekannte Umstände beziehen. Das mit den weiter bestehenden Mängeln ist aber doch nun erst bekannt geworden.

Die Sache ist im übrigen etwas kompliziert: Die von Dir zitierte Regelung bezieht sich auf Maßnahmen der WEG. Aber, die hier zur Rede stehenden Mängelrechte waren ja keine der WEG, sondern kaufvertragliche Rechte der Wohnungseigentümer. Sache der WEG ist das jetzt erst geworden, nachdem die Mängelrechte (möglicherweise) verjährt sind.

Du siehst: Die Sache ist rechtlich so schwierig, dass man sich durch einen Fachanwalt für Baurecht beraten und vertreten lassen sollte. Lange warten würde ich damit nicht. Ganz auszuschließen ist nämlich nicht, dass Mangelrechte auch 7 Jahre nach Abnahme noch nicht verjährt sein können. "Unterbrechung" und "Hemmung" der Verjährung sind da die Stichworte. Ob und was davon gegeben ist, kann nur nach eingehender Aktenarbeit beurteilt werden!

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