Was versteht man unter einem Risikoaufschlag?

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Wenn du z.B. eine Darlehen für eine Immobilie aufnimmst und deine Bonität ist nicht erstklassig, läßt sich die Bank dieses Risiko durch einen Risikoaufschlag in Form eines erhöhten Zinssatzes von Dir bezahlen.

Ein Risikoaufschlag zahlt nicht nur der Privatkunde, wie von Niklaus gerade erklärt, sondern auch Unternehmen, wenn sie Kredite aufnehmen. Je schlechter die Bonität, desto höher der Zins. Genauso verhält es sich, wenn Unternehmen Anleihen begeben. Hier wird der "Spread" Zinsunterschied zu einer vergleichbaren Bundesanleihe, bei schlechter Bonität des Unternehmens umso höher sein. Der Anleger erwirbt eine Anleihe mit einem wesentlich höherem Zinssatz, im Vergleich zu dem Zinssatz der eine in der Laufzeit vergleichbare Bundesanleihe bietet, dafür akzetiert er aber auch das erhöhte Risiko eines Zins- und Zahlungsausfalls. Der Zinsunterschied "Spread" nennt man auch Risikoaufschlag.

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