Was versteht man unter "crowding in"?

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1 Antwort

Crowding in ist das Gegenteil von Crowding out.


Crowding out:

bezeichnet die Verdrängung privatwirtschaftlicher Investitionen durch staatlichen Konsum

Insgesamt bestehen vier Formen des Verdrängungseffektes:

  • Reales Crowding-out: Produktionsfaktoren, die zur Produktion zusätzlicher vom Staat nachgefragter Güter notwendig sind, können nicht zur Herstellung privater Güter verwendet werden.

  • Finanzierungs-Crowding-out: Die staatliche Aufnahme von Krediten auf dem Finanzmarkt führt zu einer Zinssteigerung, die eine Senkung privater zinsabhängiger Investitionen bedingt.

  • Preissteigerungsbedingtes oder Wechselkurs-Crowding-out: Die Zinssteigerung beziehungsweise Preissteigerung verdrängt die private Nachfrage.

  • Erwartungsbedingtes oder psychologisches Crowding-out: Die steigende Staatsverschuldung beeinflusst die Erwartungen der Konsumenten negativ und zeigt sich in rückläufigen privaten Investitionstätigkeiten


Beim Crowding in ist der erwartete Effekt genau gegenläufig:

  • Durch die Abnahme der Produktion sinkt die Beschäftigung.
  • Mit niedriger Beschäftigung steigt gleichzeitig die Arbeitslosigkeit und damit auch die Arbeitslosenquote.
  • Die hohe Arbeitslosenquote verschlechtert die Verhandlungsposition der Arbeitnehmer, so dass die Nominallöhne sinken.
  • Aufgrund der Abnahme des Nominallohns verbilligt sich die Produktion und die einzelnen Unternehmen verringern ihre Preise, wodurch insgesamt das Preisniveau sinkt.

Im Endeffekt soll sich der Anteil von staatlichen und nicht-staatlichen Investitionen zugunsten der nicht-staatlichen Inv. vollzogen haben.

Q:Wikipedia

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