Was versteht man unter Abschreibungen?

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Etwas plastischer:

Die Maschine ist nach z. B. einem Jahr nicht mehr neu. Sie ist somit nicht mehr so viel wert, wie sie mal gekostet hat. Diesen Wertverlust bezeichnet man als Abschreibung. In diesem Fall stellt die Abschreibung die Kosten dar, die der Unternehmer dem Finanzamt gegenüber steuermindernd geltend machen kann. Damit der Wertverlust nicht jedesmal genau ermittelt werden muss, gibt es die von obelix angeführte lineare Abschreibung von z. B. drei Jahren.

Ein anderer Fall: Du besitzt ein Wertpapier (Verzinsliche Anleihe des Bankhauses Lehman Brothers). Nun ist Lehman Brothers pleite und das Wertpapier verliert z. B. 1000€ an Wert. Diesen Minderwert kannst Du im wahrsten Sinne des Wortes abschreiben und als Verlust steuerlich geltend machen.

Abnutzbare Gegenstände des Anlagevermögens werden nach der BND btriebsgewöhnlcihen Nutzungsdauer Abgeschrieben. sogenannte planmäßige Abschreibung. Wenn ein plötzlicher Wertverlust eintritt (wirtschaftlich, weil es etwas völlig neues gibt, oder technischer, weil sie schneller verschlissen ist) gibt es eine ausserpalnmäßige Abschreibung.

Bei nicht abnutzbaren Gegenständen des anlagevermögens (Grund und Boden, Finananlagen) gibt es nur ausserplanmäßige, bzw. Teilwert abschreibungen, nämlich auf den niedrigeren Teilwert (ggf. mit Wertaufholungsgebot, wenn die Wertminderung wegfällt).

Dann gibt es noch Abschreibungen für Substanzverringerung, z. B. für ein Vorkommen an kies.

Abschreibung nennt man den Verbrauch oder wertmäßigen Verbrauch von Gütern. So kann ein Selbständiger einen PC nach 2-3 Jahren wertmäßig komplett abschreiben, weil er dann einen Neuen braucht. Diese wertmäßigte Abschreibung reduziert das zu versteuerende Einkommen. Fazit es muss weniger Steuer bezahlt werden.

Hallo zusammen, kann ich hiermit Steuern sparen?

Zur Zeit bin ich Angestellter. Jetzt stell ich mir folgende Frage ob ich dadurch Steuern sparen könnte:

Als erstes Gründe ich die "Angestellten" UG. Ich "kündige" also meinen Job und mache den gleichen Job über die "Angestellten" UG. Von dieser UG würde ich auch ein Gehalt bekommen, welches ich wiederum Privat versteuer. Ich würde mir natürlich nicht alles auszahlen, sondern nur den Betrag, welchen man wirklich braucht. Die Mutter der "Angestellten" UG wird die "Holding" UG. Da ich eine Differenz von Einkommen (theoretischer Lohn des Arbeitgebers) und tatsächlich ausbezahlten Lohn an mich, also Ausgaben, habe wirft die "Angestellten" UG Gewinne habe. Diese UG hat allerdings einen Gewinnabtretungsvertrag mit der "Holding" UG, muss also nur die paar Prozent steuern auf diesen Gewinn zahlen. Da die Angestellten UG damit ja an sich keine Gewinne auf dem Papier erzielt muss ich auch nicht die obligatorischen 25% für die UG abtreten oder? Lediglich die "Holding" UG müsste 25% des Gewinnes abtreten?! So da wäre meine erste Frage, ab wann sich so ein Konstrukt lohnen würde. Habe mal etwas von ab 40.000€ gehört.

Die Holding geht jetzt aber weiter: Ich gründe eine 3. "Immobilien" UG. Zweck dieser Immobilien UG ist es immobilen zu vermieten. Über diese UG kaufe ich also Immobilien, welche vermietet werden. Mal angenommen es bleibt ein kleiner Gewinn über (nach Darlehnen, Zinsen, Immobilienkosten etc.) und es besteht ebenfalls ein Gewinnabtretungsvertrag mit der Holding, müssten doch hier ebenfalls lediglich die paar Prozent abgetreten werden oder? Selbst im Falle einer Veräußerung der Immobilie (und es wird mit dem Verkauf Gewinn erzielt) erwirtschaftet die Immobilien UG letztendlich keinen Gewinn, weil sie diesen an die Holding weitergibt. Die Holding UG zahlt also den kleinen Prozentsatz steuern und tritt (solange die 25.000€) nicht erreicht sind 25% ab?

Ziel des ganzen ist nicht, dass ich Real mehr im Portmonee habe, sondern mir im Hinterstübchen leichter Kapital aufbauen kann, welches ich Re-Investiere. Meine "Lebenskosten" wären durch mein Geschäftsführer Gehalt der Angestellten UG gedeckt.

Alternativ bleibt natürlich das "klassische" Konstrukt: Ich bleibe weiterhin Angestellter und vermiete Immobilien nebenbei Privat.

Ich hoffe ihr versteht wie ich mir das Konstrukt vorgestellt habe 😃

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Kapitalverlust steuerlich geltend machen

Hallo,

Ich habe 2009 3 parteische Darlehensverträge mit einer Firma (e.K) abgeschloßen (Laufzeit 13 Jahre). Für 2009, 2010 und 2011 wurden Zinsen und Tilgung augezahlt. Diese habe ich jeweils im selben Jahr versteuert. Dann floß nichts mehr und nun hat die Firma leider Insolvenz angemeldet. Ich sitze auf einem minus von 60000€ und die Schldnerin kann NULL zurüxk zahlen.

Leider bedeutet es für mich ein Totalverlust, so daß ich zukunftig keine Kapitalgewinne erwirtschaften kann. Ich verdiene sehr wenig, so daß ich wenig Steuern zahlen muß. (39€ aber nur wegen Weihnachtsgeld).

Kann ich diese Verluste geltend machen? Oder sie evt. mit den Gewinnen aus 2009-11 ausgleichen?

Wo genau in der Steuererklärung müßte ich das eintragen, oder welche Anträge stellen? Macht es Sinn es "auszugleichen mit zukünftigen Einnahmen?

Habe im Netz gesucht, aber verstehen tue ich das alles leider nicht und für Steuerberater hab ich kein Geld.

Danke für die Hilfe.

LG

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Wie lässt sich das EBIT beschreiben?

Entweder bin ich echt zu blöd dafür, oder die Leute, die das bis jetzt im Internet erklärt haben, haben selber keine Ahnung. Man findet überall die Definition, aber ich kann rein gar nichts aus dieser rauslesen oder verstehen...... Nun ganz konkret, was bedeutet es, wenn ein EBIT steigt und was ist, wenn es sinkt? Und wie wirkt sich das auf eine Firma aus. Bzw. wann ist es positiv zu werten und wann negativ. Oder allgemein für Laien, was ist das überhaupt. Weil diese Hieroglyphen kann ich nicht entziffern:

"EBIT = Earnings before interest and taxes. Hierbei handelt es sich um das Ergebnis vor Steuern und Zinsen. Diese Kennzahl zeigt das Betriebsergebnis unabhängig von regionalen Besteuerungen und unterschiedlichen Finanzierungsformen an. Dadurch kann diese Kennzahl zum internationalen Vergleich von Unternehmen herangezogen werden."

Ich hoffe hier kann mir das mal einer verständlich erklären. Weil, was die Eigenkapitalrendite ist oder Eigenkapitalquote, Cashflow, Gewinnsteigerung, Umsatz usw. weiß ich alles, nur dieser Wert bereitet mir echt Kopfzerbrechen, da scheinbar die Leute auf YouTube, die einem das erklären wollen nicht wirklich eine Ahnung haben...bzw. es nicht erklären können.

Ich bedanke mich für eure Antworten

MFG zuitt23

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Wohnsitz in Deutschland, aber überwiegend im Ausland lebend: Einkommenssteuerpflicht

Hallo, ich hoffe es kann mir jemand einen Rat geben. Ich hatte meinen Hauptwohnsitz in Deutschland, bin dann in die Türkei gezogen, habe dort auch eine Aufenthaltsgenehmigung (also denke ich mal, dass ich dort auch in irgendeiner Form mit Wohnsitz gemeldet bin - so genau weiß ich das nicht: das alles hat mein Mann erledigt, und auch nicht wegen Wohnsitz, sondern im Zusammenhang mit Heirat (in D) und Aufenthalt), den Wohnsitz in D habe ich jedenfalls nicht umgemeldet. Ich möchte gerne ein Gewerbe in D gründen bzw mich alternativ im dt Gewerbe meines Mannes anstellen lassen (ist noch nicht ganz klar, wie es für das Vorhaben im günstigsten ist). Wie verhält es sich in dem Fall mit der Einkommenssteuerpflicht? Ich habe gehört, dass wenn man mehr als 183 Tage im Ausland lebt, man nur noch beschränkt in D einkommenssteuerpflichtig ist - hat der Wohnsitz in D einen Einfluß darauf? Gibt es eine Möglichkeit, nur in D voll einkommenssteuerpflichtig zu sein bei der Konstellation? (in der Türkei sind die STeuern für Kleingewerbe horrende, ich kann ohne HIlfe nicht mit dem Steuerberater kommunizieren, abgesehen vom Kindergeldanspruch in D...). Kurz und gut, ich lebe zwar in der Türkei, hätte aber geschäftlich gern alles in D. Geht das?

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Steuererklärung für verstorbenen Vater - Feststellungserklärung?

Hallo,

mein Vater starb vor 4 Jahren. Die Einkommenssteuererklärungen für meinen Vater haben wir damals alle, mit Hilfe einer Steuerberaterin, erledigt.

Da ich Halbwaisenrente bekomme und seit 2014 auch zwischendrin gearbeitet habe, hab ich mich bei einem Lohnsteuerhilfeverein angemeldet, der für die letzten 2 Jahre meine Steuererklärung macht.

Nun stellt sich mir die Frage, ob die Tatsache, dass mein Vater gestorben ist, noch irgendwelche Auswirkungen auf meine Steuern hat? Ich habe nämlich grade im Zusammenhang mit dem Thema im Internet einiges zu einer sogenannten 'Feststellungserklärung' gelesen und dass das Erbe auch auf meine Steuererklärung Einfluss hat.

Hätten wir diese Feststellungserklärung machen müssen und hat der Tod meines Vaters etwas mit meiner eigenen Steuererklärung zu tun, oder nur, wenn man mit dem Erbe noch Erträge, also z.B. Zinsen etc, erzielt? Das tue ich nämlich nicht, ich habe lediglich 1/8 unseres Hauses geerbt (kein Mietshaus, ein normales Haus in dem ich mit meiner Mutter und meinem Bruder lebe). Zudem gab es noch die Auszahlung einer Lebensversicherung, die allerdings sofort verbraucht wurde um den Kredit tilgen zu können und die Beerdigung etc. bezahlen zu können, und noch etwas Geld was auf dem Konto von meinem Vater lag. Ergo, wir haben nichts mehr von dem vererbten Geld und wir haben damit auch keine Zinseinkünfte erzielt.

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