Was versteht man bei Geldanlagen unter einem Kupon?

2 Antworten

Das ist der Zinsschein. Bei den papieren (wenn man mal ein altes Original findet sehr schön zu sehen), ist neben dem eigentlichen Papier ein zweites Blatt dabei , auf dem für jedes Jahr der Laufzeit ein kleiner Koupon ausgedruckt war. Man schnitt dann jedes Jahr den betreffenden Kupon ab und holte sich bei der Zahlstelle (Bank) seine Sinsen des Papiers.

Daher nannte man Leute die von ihren Anlagen leben konnten, auch Kuponschneider.

Heute wird dieser begriff nur noch sinnbildlich verwendet, weil das ja nur noch Buchungsvorgänge sind.

Aber man sagt schon mal: "Die Anleihe ist mit einem 5,5 % Kupon ausgestattet."

Bei festverzinslichen Wertpapieren gibt es immer einen Kurs und einen Kupon (Zinsschein). Früher hatte man für jedes Jahr Hause oder im Banksafe und haben ihn dann bei Fälligkeit eingelöst. Das ging immer anonym und steuerfrei. Damit die Steuer dies auch erfasst, wurde dann vom Gesetzgeber festgelegt, das darauf 30 % Steuer zu zahlen sind. Danach war das kuponschneiden für die Anleger nicht mehr interessant.

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