Was tut man als Besitzer einer Eigentumswohnung wenn Mitbesitzer Wohngeld nicht bezahlt?

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Zahlt ein Wohnungseigentümer kein Hausgeld mehr, muss die Wohnungseigentümergemeinschaft bzw. der Verwalter schnell handeln. Denn die Verbindlichkeiten der Gemeinschaft bestehen auch weiterhin.

Fehlen zur Zahlung erforderliche Gelder, weil einzelne Eigentümer kein Hausgeld zahlen, können die anderen Eigentümer als Gesamtschuldner beansprucht werden.

Zwar ist die Außenhaftung der einzelnen Eigentümer auf ihren Miteigentumsanteil begrenzt, § 10 Abs. 8 Wohnungseigentumsgesetz (WEG), so dass gegenüber Gläubigern nur das zu zahlen ist was im Innenverhältnis an die anderen Eigentümer zu zahlen wäre. Trotzdem kann dies bei hohen Rückständen teuer werden.

Weiter hier:

http://www.promeda.de/blog/eigentuemer-zahlt-kein-hausgeld/

Euch steht der klassische Weg offen mit dem man Schulden eintreibt. Mahnung, Mahnbescheid, Gerichtsvollzieher, Pfändung, notfalls Pfändung der Wohnung

Schau mal in § 10 Abs.6 WEG:

http://www.gesetze-im-internet.de/woeigg/__10.html

Die WEG haftet gesamtschuldnerisch, jeder einzelne Eigentümer also über seinen Anteil hinaus an den Gemeinschaftskosten.

ABER: Die WEG ist ja nicht wehrlos. Sie kann den Eigentümer der nicht zahlt gerichtlich in Anspruch nehmen und in sein Eigentum vollstrecken. Das kann allerdings eine sehr mühsame Sache sein. Ich hatte mal einen Fall zu bearbeiten wo sich ein Eigentümer übernommen hatte -es war der ehemalige Alleineigentümer dem unglücklicherweise noch 3 von 8 Wohnungen gehörten. Da erschien der WEG-Verwalter jedes Jahr erneut um das Hausgeld einklagen zu lassen und jedes Mal zahlte der Eigentümer erst als mit dem Gerichtsvollzieher gedroht wurde. Solche Sachen sollten zur Warnung dienen. Manche Leute interessieren sich beim Kauf einer ETW für alle möglichen Nichtigkeiten und vergessen, sich über die anderen Eigentümer zu erkundigen. Da kann der Traum vom Eigentum schnell zum Albtraum werden.

Unwirksamer WEG-Beschluß durch weisungswidrige Abstimmung?

Eben mailt mir ein Freund seinen Kummer mit seiner ETW.

Es fand eine Eigentümerversammlung statt bei der sich einer der Eigentümer durch seinen Sohn vertreten ließ. Die dem Sohn erteilte Vollmacht lautete dahin, er solle in allen Punkten mit "Ja" stimmen. Hat er aber nicht da er mißgestimmt darüber war, dass die Versammlung seinen Vorschlag nicht akzeptieren wollte. Ihm schwebte vor, einen großen Sanierungsauftrag statt über offizielle Firmen schwarz und ohne Rechnung vergeben zu wollen. Mit seinem Vollmachtgeber abgestimmt war das nicht.

Das Ende vom Lied: Mit 3:2 wurde die dringend nötige Sanierung abgelehnt.

Ist der Beschluß überhaupt gültig? Immerhin hat sich der Bevollmächtigte ja nicht an die ihm erteilte Weisung gehalten.

Oder ist der Beschluß nur anfechtbar?

Was jetzt tun?

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Frage zum notariellen Kaufvertrag?

Hallo,

ich wollte bei uns im Haus noch eine Wohnung dazukaufen. Soweit so schön.

Allerdings gibt es ein Problem mit der Kellerzuordnung. Es sind insgesamt 10 Parteien im Haus und in der Teilungserklärung und auch in den Grundbüchern steht immer nur ein Keller drin. Jede Partei nutzt auch noch einen zweiten Keller. Diese zweiten Keller sind quasi noch im Gemeinschaftseigentum, die Eigentümer haben hier dran ein Sondernutzungsrecht, was aber leider nirgendswo eingetragen ist. Es gibt im Prinzip seit 30 Jahren keine Diskussionen über die Kellerzuordnung. Ein Eigentümer hat sich aber "meinen" zweiten Keller, von der Wohnung die ich jetzt kaufen will, angeeignet und rückt diesen auch nicht raus.

Ich möchte jetzt natürlich ungerne die Wohnung nur mit einem Keller kaufen, sondern ein Sondernutzungsrecht an dem zweiten Keller offiziell im Grundbuch etc. eingetragen haben; damit natürlich auch verbunden, dass der andere Eigentümer den Keller sofort wieder räumt.

Wie kann ich da jetzt am besten vorgehen?

Grüße

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