Was tun, wenn die LV-Summe nicht ausreicht um Immobiliendarlehen zu tilgen?

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7 Antworten

Auf alle Fälle die LV weiter laufen lassen, da sie ja steuerfrei ist und den Rest selbst tilgen. Eine Klage wird wenig bringen.

die garantierte Ablaufleistung ist UNWESENTLICH, da sie selbst von den schlechtesten Assekuranzen immer durch die jährliche Überschussbeteiligung übertroffen wird. Die tatsächliche Ablaufleistung wird irgendwo zwischen der garantierten und der anfänglich prognostizierten Ablaufleistung liegen. Falls man den Wert vor Ablauf genauer abschätzen will, kann man mit der KLV-Check Software Prognosen auf Basis der bisherigen Wertmitteilungen erstellen lassen. Diese Prognose liefert eine ziemlich realistische Vorhersage, wenn sich die Laufzeit bereits im letzten Drittel befindet. Nebenbei wird auch die Rendite der Police errechnet.

Deine Frage ist für Deine Eltern persönlich sicherlich sehr wichtig, aber ein vernünftiger Rat kann nicht seriös gegeben werden, weil die Details zu Objekt (vermietet?), Finanzierung (insb. Restlaufzeit, Zinsbindungsdauer) und Versicherung (Restlaufzeit vermutlich identisch? Guthaben? Garantierte Ablaufleistung? Voraussichtliche Deckungslücke?) nicht bekannt sind. Vorsorglich sollten sie aber eisern sparen!

Die garantierte Ablaufleistung ist wesentlich. Die Überschüsse sind nicht garantiert. Meist wird vor den Bankkunden mit den Überschüssen argumentiert. Schauen Sie nach dem garantierten Wert, Sie können sich dann ja noch einmal melden. Die Bank zu verklagen, hilft nicht. Zumal da die Garantieleistung im Angebot stand, und die ist wesentlich für Ihren Anspruch.Meist sind solche Konstrukte zu teuer. Aber: Bevor Sie eine nächste Aktion starten, sollte solide gerechnet werden...und nicht nur gemeint und geglaubt.

Das ist fast der ganz normale Gang der Dinge, dass eine solche Lebensversicherung beim Ablauf nicht ausreicht, die damit abgesicherte Hypothek zu tilgen und deshalb sollte man sich darauf einstellen, dass man zum Schluss noch etwas Geld auf dem Konto hat für die Bezahlung der Differenz.

Eine Kündigung der Lebensversicherung und Umstieg auf "normale" Tilgung dürfte eher noch teurer werden, weil der Rückkaufswert der Versicherung eher kümmerlich sein dürfte.

Zunächst einmal ist diese Kombination sehr mit Vorsicht zu geniessen. Man muss schon sehr spitz rechnen damit sich die Finanzierung rechnet. Diese Fälle sind jedoch nicht ausgeschlossen. Eine klassische Lebensversicherung ist hier jedoch - auch wenn sich eine Tilgungsaussetzung rechnen sollte - eigentlich nicht die erste Wahl.

Gerechnet werden sollte die Finanzierung auch so das hier die prognostizierte Ablaufleistung nicht zu 100% verwendet werden muss. Hier lieber Abschläge vornehmen.

Wie ist denn die Versicherung gelaufen ?

Eine Lebensversicherung hat schon immer die Angewohnheit gehabt das die Rückkaufwerte in den ersten Jahren (je nach Gesamtlaufzeit unterschiedlich lang) die Rückkaufwerte geringer sind als die einbezahlten Beiträge. Hier müsste man sich also das Produkt selber genauer anschauen.

Theoretisch ist schon ein Wechsel möglich wenn die Bank eine Ersatzsicherheit akzeptiert. Allerdings wäre der Wechsel in eine andere Lebensversicherung wieder mit Abschlusskosten verbunden und rechnet sich wohl meist nicht.

Um Näheres sagen zu können wäre eine genaue Betrachtung des gesamten Finanzierungskonzeptes sinnvoll.

Alle anderen Mutmaßungen und Äußerungen sind bis dahin unseriös.

Solche Finanzierungsvarianten gab es früher zuhauf, teilweise wird das heute noch angeboten.

Wenn die Finanzierung auf der garantierten Auszahlung basiert, gibt es ja auch keine Probleme. Leider haben die Verkäufer seinerzeit die hochgerechneten Überschüsse komplett mit eingerechnet, bis Ende der 90er Jahre wurden durchaus Gesamtverzinsungen von über 7% erreicht. Das ist leider Geschichte.

Klagen hat an der Stelle wenig Aussicht auf Erfolg. Ich gehe davon aus, dass es sich um einen alten Vertrag handelt, der noch steuerfrei auszahlt. Je nachdem wann der Beginn war, liegt der garantierte Zins bei bis zu 4%. Diese Zinsen bekommst Du derzeit nicht bei Neuanlagen. Eine Kündigung hätte zusätzlich einen Stornoabzug zur Folge. Unter diesen Aspekten ist m.E. nach von einer Kündigung dringend abzuraten.

Ohne genaue Zahlen Daten Fakten kann man keinen wirklich hilfreichen Rat geben.

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