Was tun, wenn der Vermieter den Gerichtsvollzieher nicht zahlen kann?

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1 Antwort

Es gibt zwei Möglichkeiten:

zum einen können Deine Eltern ihr Vermieterpfandrecht an den eingebrachten Gegenständen geltend machen und den Gerichtsvollzieher damit beauftragen, nur die Schuldnerin aus dem Besitz zu setzen; dann ist keine Einlagerung des Räumungsgutes erforderlich. Dies müssen sie aber bei dem Gerichtsvollzieher extra beantragen; dann kommt der Gerichtsvollzieher zum Räumungstermin und setzt die Räumungsschuldnerin aus der Wohnung; eine Spedition ist dann nicht erforderlich.

zum anderen können Deine Eltern beim Vollstreckungsgericht die Bewilligung von Prozesskostenhilfe für die Räumung beantragen; wird die PKH bewilligt, dann wird ein Räumungsvorschuss an den Gerichtsvollzieher überwiesen, damit dieser die Räumung durchführen kann.

Im übrigen wäre zu prüfen, wie hoch die voraussichtlichen Räumungskosten sein werden; hat die Schuldnerin nur eine kleine Wohnung, dann wird ein Vorschuss von 5.000 Euro wohl zu hoch sein;

Gruß

ich sehe gerade, dass die Wohnung 48 qm hat; kann mir nicht vorstellen, dass da 5.000 Euro als Vorschuss nötig sind; müsste weniger auch reichen.

wenn da z.B. vier Mann erscheinen dann werden die doch in der Lage sein, eine Wohnung von 48 qm innerhalb einiger Stunden, max. halber Tag auszuräumen; bei einem Stundensatz von z.B. 50 Euro wären das dann incl. Steuer nicht mehr als 1.000 Euro plus Transport und erste Einlagerung. Das muss also billiger gehen als vom GV verlangt.

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@Guppy194

Vielen Dank für deine schnelle Antwort! Wir werden uns wohl zum Vermieterpfandrecht entscheiden, das lässt sich mit dem Geldbeutel am ehesten vereinbaren.

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