Was tun, um gesetzlichen Pflichtanteil zu minimieren bei Sohn aus 1. Ehe?

4 Antworten

Es ist - zumindest mir - nicht ganz transparent, ob Du bei der verwendeten Formulierung den gesetzlichen Erbteil oder den gesetzlichen Pflichtteilsanspruch meinst. Deshalb beide Situationen:

Gesetzlicher Erbteil:

  • Über ein Testament kann der Erbteil so weit herabgesetzt werden, dass er dem gesetzlichen Pflichtteilsanspruch entspricht.
  • Das geht sogar noch tiefer bis hin zu 0, wobei dann aber ein entsprechend auszugleichender (und in Bargeld zu zahlender) Pflichtteils- bzw. Pflichtteilsergänzungs-anspruch gegenüber dem/den Erben entsteht.

Gesetzlicher Pflichtteilsanspruch:

  • Wegen solchen Überlegungen wie von Dir hat der Gesetzgeber extra als Schutzfunktion den gesetzlichen Plichtteil festgelegt.
  • Damit ist gewährleistet, dass berechtigte Ansprüche (hier: eines leibliches Kindes) am Nachlass vorhanden und (im Extremfall sogar juristisch) durchsetzbar sind.
  • Deshalb ist dieser Anspruch nicht auszuschliessen.
  • Es ist 1/2 des gesetzlichen Erbanspruchs und eine Geldforderung gegen den/die Erben, also von denen ist dann entsprechend hohes Bares zu zahlen.

Die Sache scheint ja nicht besonders wichtig zu sein. Würde ansonsten die Frage nicht aus mehr als einem nichtssagenden Einzeiler bestehen?

Zumindest ist aus der Anmerkung zu der anderen Antwort klar, daß Dir der Unterschied zwischen Erbe und Pflichtteil unbekannt ist.

Um mich hier nicht zu überarbeiten schlage ich vor, folgende Stichworte zu googlen:

Erbe

Pflichtteil

Pflichtteilsentziehung

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