Was tun bei erstmaliger privater Krankenversicherung, wenn der neue Versicherte übergewichtig ist?

...komplette Frage anzeigen

3 Antworten

Die Höhe des Beitrages den man an die private Krankenversicherung zahlen muss ist abhängig vom Lebensalter und vom eigenen Gesundheitszustand (bei der gesetzlichen hingegen ist der Beitrag lediglich vom Einkommen abhängig).

Um diesen Gesundheitszustand festzustellen werden im Antrag zur privaten Krankenversicherung mehrere Gesundheitsfragen gestellt. Evt. Wird auch noch eine Gesundheitsprüfung von einem Arzt durchgeführt. Es ist sehr wichtig diese Gesundheitsfragen wahrheitsgemäss zu beantworten. Egal was "dritte" Raten um den Beitrag niedrig zu halten.

Denn bei falscher Auskunft laufen Sie Gefahr Ihren Versicherungsschutz zu verlieren. Auch Fehler beim ausfüllen gelten hier nicht. Alle Angaben zum Gesundheitszustand sollten vollständig und richtig beantwortet werden. Die Krankenversicherung kann die Angaben jederzeit bei Ihrem Arzt prüfen, denn diesen müssen sie (in fast allen Anträgen) von der Schweigepflicht befreien. Um auf Nummer sicher zu gehen sollte man sich vom Arzt oder von der bisherigen Krankenkasse eine Auflistung aller Diagnosen, Behandlungen und Therapien aushändigen lassen und diese zusammen mit dem Versicherungsantrag bei der Gesellschaft einreichen. Wichtig hierbei: vermerken sie auf dem Original-Antrag das sie einen Anhang beigefügt haben.

Bei versehentlich oder absichtlich Falsch gemachten Angaben zur Gesundheit (aktuelle und vergangene Krankheiten) ist der Verlust des Versicherungschutzes weitestgehend garantiert, wenn der Versicherer davon Wind bekommt. Die Folgen können verherend und teuer sein. Denn man steht erstmal ohne Krankenversicherung da. Natürlich ist ein Wechsel zu einem neuen privaten Krankenversicherer möglich. Jedoch muss auch hier eine erneute Gesundheitsprüfung durchgeführt werden. Die wenigsten Menschen werden mit der Zeit gesünder.

Daher ist ein Wechsel meistens Aufgrund des verschlechterten Gesundheits-Zustands teurer. Das angestiegene Lebensalter wirkt sich zusätzlich negativ auf den privaten Kassenbeitrag beim neuen Versicherer aus. Im schlimmsten Fall wird man Aufgrund neuer Krankheiten (die man beim alten Versicherer noch nicht hatte) erst gar nicht mehr aufgenommen und hat keine Krankenversicherung mehr. Tritt dieser Fall ein (man findet keinen privaten Versicherer mehr), so bleibt nur noch der Versuch des Wechsel zurück zur GKV. Jedoch ist dies nur möglich wenn man mit dem Einkommen wieder unter die Pflichtversicherungsgrenze fällt. Wer sich jedoch vorher von der Versicherungspflicht hat befreien lassen, für den ist der Wechsel zurück zur gesetzlichen Krankenkasse ausgeschlossen.

http://www.ranking-abc.de/versicherungen/pkv_antrag.php

Natürlich muss er es angeben. Wenn er mehr als 10-15 % über dem sogenannten "Normalgewicht ist (größe in cm minus 100 = Gewicht in Kilo), dann muss er mit nachfragen, Sonderbeitrag, oder Ablehnung rechnen.

Alle "Risiken" werden bei der PKV bei der Festlegung der Beitragshöhe berücksichtigt, also sicher auch deutliches Übergewicht.

Was möchtest Du wissen?