Was Traden als Anfänger

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5 Antworten

Also bei Penny-Stocks denke ich tummeln sich mehr schwarze Schafe die durch gezielte Empfehlung / Nichtempfehlung selber Geld machen ( wie z.B. kürzlich in Deutschland Herr Fricke - war mal als Star gehandelt ... ).

Bei den Devisen sind diese Manipulationen relativ ausgeschlossen. Außerdem hat man zumindest in den gängigen Währungspaaren eine beständige Volatilität. Die Spreads und die Handelbarkeit sind bei CFD's auch ganz in Ordnung.

Entgegen anderer Aussagen hier, liegt die Gewinnwahrscheinlichkeit nicht im Verlustbereich, sondern ist wie bei allen zufallsdeterminierten "Spielen" bei 50 %.

Dass man aber anders als durch Glück mit kurzfrsitigem Traden Geld verdienen kann, ist aber genauso eine Illusion.

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Ein kostenloser Tip: Finger weg von beiden.

Warum rate ich Dir dies? Die Tatsache, daß Du hier eine derartige Frage stellst, deutet für mich auf einen Mangel an Erfahrung, denn ansonsten wäre die Frage trivialerweise zu beantworten. Das sage ich insbesondere unabhängig davon, ob Du nun mit 1.000 EUR, 100 kEUR oder 10 Mio EUR startest. Es wird nicht funktionieren. Es wird Geld verbrennen und Du wirst das Nachsehen haben.

Trading hat nämlich nur etwas mit Wahrscheinlichkeiten und Risikobegrenzung zu tun, nicht aber mit fundamentalen Daten. Man kann jeden liquiden Wert traden. Man muß etwas davon verstehen, wie die Wahrscheinlichkeiten bei Trades zugunsten von Gewinnen zu verschieben sind. Dabei kommt es nicht darauf an, schlauer als die anderen zu sein, sondern einfach Verlustrisiken stark zu begrenzen. Das hat etwas mit statistischen Erwartungswerten zu tun und ist ziemlich unabhängig von den tatsächlichen Werten, die man tradet. Hauptsache sehr liquide.

Trading erfordert eine Reihe von Qualifikationen

  • Disziplin: man muß eisern an einem mal gefaßten Plan festhalten. Es gibt kein Prinzip "Hoffnung". Es gibt nur "DIE STRATEGIE". Hier mangelt es den meisten sog. Tradern. Sie weichen von ihrer definierten Strategie ab und gehen höhere Risiken ein, da sie glauben, schlauer als der Markt zu sein. Schwerer Fehler! Übung macht den Meister.

  • Mittel: Trading wird grundsätzlich nicht funktionieren, wenn Deine Gebühren im Vergleich zum Einsatz pro Trade zu hoch sind und damit größere Veränderungen der Basiswerte notwendig sind, um einen Profit zu liefern. Je größer die erforderliche Veränderung, desto höher das Verlustrisiko. Kann ich nicht beurteilen, aber mind. siebenstellige Beträge wären schon gut :-) Äh, in EUR :-)

  • Erfahrung: Man muß sehr genau verstehen, wie der jeweilige Markt funktioniert, von welchen Einflüssen er abhängt und wann die Mitspieler aufwachen bzw. schlafen gehen. Hier ist wohl noch ein deutliches Defizit. Es gibt Trading-Seminare. Besuche ein paar und urteile selbst.

  • Instrumente: Es sind hocheffektive Instrumente erforderlich, um schnell auf Veränderungen reagieren zu können und ggf. über automatisierte Regeln das Risikomanagement zu gestalten. Ansonsten wirst Du als Mensch zu langsam oder zu zögerlich reagieren - vor allem wenn es um Verluste geht. Deinem Nickname entnehme ich, daß Du Dich mit MetaTrader schon befaßt hast.

  • Zeit: für andere Tätigkeiten ist da keine Zeit mehr, da man eine hohe Anzahl von Trades durchführen muß, um einen sinnvollen Profit zu erreichen.

Damit hat man die Voraussetzungen für Trading. Das bedeutet nicht, daß man damit automatisch auch erfolgreich ist. Je nachdem, wer die Untersuchungen veröffentlicht, kann man nachlesen, daß bei Brokern in USA ca. 70-90% aller Trading-Depots spätestens 12 Monate nach Eröffnung mangels Kapital wieder geschlossen wurden.

Ich würde Dir daher folgendes empfehlen:

  • Lege 75% Deines Kapitals langweilig in langfristige Investments über Fonds an. Schließlich soll das eine Rücklage sein, die die Ergebnisse Deiner Arbeit als Altersvorsorge und Vermögensaufbau darstellen.

  • Die übrigen 25% verwendest Du für ein mittelfristiges Trading. Das bedeutet, daß man nicht sklavisch an Wahrscheinlichkeiten hängt und sich über minimale Kursveränderungen freuen muß, sondern im Trades im Bereich von Tagen bis Wochen oder selten auch Monaten eingeht. Das ist etwas ruhiger, man hat mehr Zeit zum Nachdenken und vor allem kommt es mehr auf die fundamentalen Daten an, was gut für eine Einschätzung von Kursentwicklungen ist. Du kannst dann überlegen, ob das mit Optionsstrategien, Knock-Outs oder CFDs/SFDs zu handeln ist.

  • Neues Kapital, das Du jeden Monat bekommst, oder Gewinne, die aus dem Trading resultieren, werden ebenso nach dieser 3:1 Regel aufgeteilt. 3/4 in Aufstockungen der Fondsanlagen, 1/4 in das Trading. Ist das Trading-Budget leer, muß es erst wieder aufgefüllt werden. Verkaufen der langfristigen Investments ist tabu.

Nach drei bis fünf Jahren kannst Du bewerten, welche Anlagestrategie ein besseres Ergebnis erreicht hat. Während die langfristigen Investments eher antizyklisch aufgestellt sein sollten, ist Trading immer mit dem Markt.

Damit hast Du einen Kompromiß, der beim Trading dem nahe kommt, was bei institutionellen Investoren im Eigenhandel passiert, d.h. es gibt tatsächlich Hoffnung auf Gewinne auch bei Einsätzen nur im fünfstelligen Bereich.

Du solltest in jedem Fall jedoch einige Monate das im Trockenlauf durchexercieren, damit Dir klar ist, worauf Du Dich einläßt.

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Kommentar von Emtie
22.11.2013, 02:59

soweit stimme ich dir zu aber warum die Finger davon lassen? Ich bin noch ganz am Anfang vom Lernen und noch weit weit weg davon mit Echt Geld zu Handeln aber ich suche was womit ich später regelmäßiges Geld Verdienen kann und da kommt für mich was langfristiges nicht in frage

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in paar Jahren so mein Geld verdienen

diese Aussage schliesst sich in Kombination mit FX und Penny-Stocks aus. Ersteres möge noch gehen, aber letzteres?

Die Wahrscheinlichkeiten liegen bei beiden "Produkten" deutlich im Verlustbereich und nicht nur mit wenigen Prozent, sondern deutlich. Dich wird der Weg zu deinem Ziel soviel Geld kosten, dass für das Lebensziel keine Zeit mehr bleibt.

Die Menschen, die mit Börsengeschäften reich wurden, konzentrieren sich nicht auf 2 Produkte/ -gruppen, sondern sind breiter aufgestellt.

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Kommentar von Emtie
22.11.2013, 13:00

Ja bei Penny-Stocks wurde ich leicht um den finger gewickelt überall hört man schnelles Geld und da wird man natürlich hellhörig dann habe ich mir paar Videos angesehen und was drüber gelesen und es sah ziemlich einfach aus und da war dann Neugierde geweckt :)

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Das hört sich ja so an als würest Du als Anfänger fragen wollen mit welchem Bullen Du Dich als erstes befassen sollst. Mit dem weißem Stier oder mit dem braunen Stier. Beides ist meiner Ansicht nach nicht für Anfänger geeignet. Befasse Dich erst einmal mit Sparbriefe und Bausparverträge und lerne das 1 x 1 des Aktien und Fondssparen. Wenn Du das einigermaßen beherrscht und ein paar Jahre erfolgreich erfüllt hast, kannst Du Dich auch mit Penny Stocks und FX befassen. Einer der gerade den Führerschein gemacht hat setzt sich auch nicht in einen Ferrari oder Formel 1 Wagen sondern holt sich erst einen VW Polo um Erfahrung zu sammeln.

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Warum arbeitest du nicht "normal" ?

Diejenigen die an der Börse (ver)spekulieren haben erstmal ein gutes "Futter" angefressen um in dem Zoo zu überleben wenn es mal magere Zeiten gibt.

Hast du den überhaupt einen finanziellen Puffer ? und komm hier nicht ich will aus 100 € 20 Mio € machen. Solche grünen Junge braucht die Börsen zum skalpen.

Versuch es erst mit einer Banklehre und ausbildung zum händler. Dann kannst du mit fremden geld verspekulieren.

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Kommentar von Emtie
22.11.2013, 12:53

Ich bin der meinung das normales arbeiten zeitverschwendung ist und wieso soll ich andere noch reicher machen wenn ich das gleiche für mich machen kann? nur ich will nicht reich werden sondern finanziell unabhängig

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