Was spricht gegen staatliche Subventionen an Unternehmen?

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6 Antworten

für mich ein klassisches beispiel dazu. kohlekraftwerke / kohle

man macht es dem einfachen bürger schwer,wenn es um co2 geht, hinsichtlich sprit,heizöl,gas,strom usw. dafür werden die bürger finanziell abgezockt. man redet von emissionen,erhöht die kraftfahrzeugsteuer und möchte den kamin des kleinen mannes auch noch besteuern,verbieten bzw. zum umbau zwingen.

das sehe ich als NICHT gerechtfertigt an!

dazu gefunden: Zehn Prozent der CO2-Emissionen gehen aufs Konto der "Dreckigen Dreißig"

Negativ-Spitzenreiter in Europa ist laut WWF das Kraftwerk Agios Dimitrios in Griechenland. Pro Kilowattstunde erzeugten Stroms bläst es nach der Studie rund 1.350 Gramm Kohlendioxid (CO2) in die Luft.

http://www.stern.de/wissen/natur/umweltstudie-deutsche-kohlekraftwerke-sind-dreckschleudern-588795.html

Subventionen schaffen Märkte, die keine sind. Mein liebstes Beispiel ist der Agrarmarkt, es funktioniert aber mit allem.

Ein Staat (nennen wir ihn mal USA) subventioniert den Getreideanbau. Sagen wir mal, um auf niedrigere Produktionskosten in der UDSSR und China zu reagieren. Dadurch senkt sich der Weltmarktpreis für - sagen wir mal - Weizen. In Deutschland können Bauern nicht mehr konkurrenzfähig produzieren. Um nicht vom US-Weizen abhängig zu werden, subventioniert Deutschland den Weizenanbau. Wenn schon gleich richtig, also so, dass der Weizen auf Weltmarktniveau angeboten wird. Das steckt die EU an, weil auch dort eher selten zu dem niedrigen Niveau produziert werden kann. Mittlerweile ist es so, dass die Subventionen nach Osteuropa gehen müssen, weil selbst dort trotz wesentlich günstigerer Bedingungen nicht zu dem Preis produziert werden kann.

Das Ergebnis ist zum einen, dass die EU oder auch ein amerikanischer Zusammenschluss immer größer werden muss (weil die Bauern sonst alle Pleite gehen und die Staaten gleich mit). Dazu natürlich Versteppung und Hunger im Rest der Welt (Afrika, Asien) denn: bis zu dem Niveau, zu dem wir anbieten, kann sich dort kein Staat Subventionen leisten, ohne in Windeseile Pleite zu sein. Was passiert ist dass Bauern verarmen und in die Städte flüchten. Trotz günstigster Verhältnisse und guter Böden können sie ihre Familie nicht ernähren.

Ich bin jedenfalls kein Fan von Subventionen. Nebenbei auch nicht von Nahrungsmittelspenden. Die Verklappung unserer Überschüsse sorgt sehr direkt für Abhängigkeit in einem Bereich, in dem die Staaten gerne souverän geblieben wären.

Subvention bedeutet immer Wettbewerbsverzerrung. Subventionierte Unternehmen können günstiger kalkulieren, als nichtsubventionierte Unternehmen und verdrängen diese aus dem Markt. So werden auch wieder Arbeitsplätze vernichtet. Weiter werden so unter Umständen auch "unnütze" Unternehmen am Leben erhalten.

Erfahrungsgemäss werden mit dem Argument "Arbeitsplätze sichern" meist sehr grosse Unternehmen dauerhaft subventioniert, die eigentlich auf dem absteigenden Ast sind (Bergbau), die besonders umweltschädlich produzieren (Aluminiumhütten), die die Subventionen nur "mitnehmen", ohne darauf wirklich angewiesen zu sein (grosse Schweine- oder Hühnerzüchter), leider aber praktisch nie kleine Unternehmen, die auf dem aufsteigenden Ast sind und neue, zusätzliche Arbeitsplätze schaffen könnten.

subventionen verhindern strukturwandel. viele subventionierte bereiche würden ohne diese nicht mehr existieren.

manche subventionen mögen sinn machen (zB erneuerbare energien, die wir alle subventionieren), andere sind vollkommen sinnlos.

wenn man sich ein wenig mit den geldern der EU befasst, wofür die ausgegeben werden, dann kommt man schnell auf den wahn und unsinn, der an vielen stellen betrieben wird.

Vielleicht das es schnell zum Faß ohne Boden werden kann!?

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