Was sollte beim Immobilienkauf vor dem Notartermin alles geklärt sein?

6 Antworten

Der Vertrag sollte dir zwei Wochen vor Notartermin zur Durchsicht und Prüfung zugesandt werden. Manchmal kommt es vor, dass sich Notare nicht an die Frist halten bzw. den Vertrag nicht eher fertig bekommen haben. In diesem Fall kannst du den Notartermin jedoch verschieben. Die Zeit sollte man sich auf jeden Fall immer nehmen und den Vertrag auf jeden Fall durch einen Anwalt prüfen lassen. 

althaus:

"Der Makler scheint seriös zu sein." Dann müsste er dich unmissverständlich auf folgendes hingewiesen haben:

1.Du beabsichtigst einen Miteigentumsanteil von 8,33 % zu erwerben, nicht etwa eine bestimmte ETW. Ein solcher Anteil ist nur schwer zu vermarkten, deshalb auch m.E. nicht beleihbar.

2. Aufgrund einwandfreier Bonität und hohem Eigenkapital müsste es der Bank möglich sein, sich innerhalb von sieben Arbeitstagen verbindlich zu äusssern.

3. Eine Eigentümerversammlung hat (angeblich) bereits stattgefunden.Dann müsste doch die Aufteilung in Wohnungseigentum und die  Veräußerung von Miteigentumsanteilen längst durchgeführt sein, zumindest ein Verwaltervertrag und eine Gemeinschaftsordnung vorliegen. Liegen dir diese Unterlagen vor?

4. Vor der notariellen Beurkundung des Kaufvertrags müssen dir darüber hinaus vorliegen:

a) Auszug aus der Liegenschaftskataster (Liegenschaftskarte und Flurstücks- und Eigentumsnachweis; der öffentl. Glaube des Grundbuchs bezieht sich nicht auf die Größe und Eigentümer).

b) Auszug aus dem Baulastenverzeichnis,

c) Feuerversicherungsschein und Nachweis der Beitragszahlung,

d) Nachweis. dass Rückstände auf öffentl. Abgaben nicht  bestehen.

Verständigungsprobleme mit dem Verkäufer erfordern einen Dolmetscher, zumindest während der Beurkundung.

Über die steuerlichen Auswirkungen des beabsichtigten vorübergehenden Einsatzes von Eigenkapital bist du bereits hinlänglich informiert worden

Empfehlung: Beurkundungstermin verschieben bis alle Unklarheiten geklärt sind.

Hört sich alles sehr nach fröhlichem "über-den-Tisch-ziehen" eines leider auch auf dem Gebiet vollkommen Ahnungslosen an. 

Natürlich ist die Finanzierung keine Selbstverständlichkeit. Erwerbsunfähige oder Privatiers kriegen nur selten und wenn dann nicht so ohne weiteres Kredite. Wenn es die Idee des Maklers war => siehe erster Satz. 

Warum kann man das mit dem Eigentumsübergang nicht so machen, wie es sich gehört. Noartermin, Auflassungsvormerkung (dauert halt so lange, wie sie dauert, daran sind auch schon Verträge gescheitert und mussten rückabgewickelt werden), zwei Wochen später Bezahlung. Wenn du die Finanzierung in dem Monat nicht hinbekommst, bekommst du sie nie hin.

Warum sollte es ausgerechnet bei dir kein Problem geben, wenn das Darlehen nicht an den Käufer sondern an dich ausgezahlt wird. Du finazierst dann ja niocht die Immobilie. Die hast du schon durch Eigenkapital finanziert. Wo sollte - vor dem Finanzamt ein Unterschied zwischen einem Tag und zehn Jahren sein? Du hast eine Chance (dass die das übersehen) aber wie wfwbinder schreibt spielst du mit der Abzugsfähigkeit der Zinsen. 

Der Gag ist, dass dich als Ex-Banker mit starkem Selbstbewußtsein bei vollkommener Ahnungslosigkeit natürlich jeder (vor allem auch deine Bank) ins offene Messer laufen lässt. Du hast es ja so gewollt.

Sonst sind neben der Teilungserklärung (die man nicht nur haben sondern auch verstanden haben sollte) dei letzten drei Versammlungsprotokolle und die letzen drei Hausgaldabrechnungen, ein ordentlicher Grundriss und was der bisherige Eigentümer halt sonst noch hat (Baubeschreibung, Architektenplan ...) üblich. Überlege nach dem Motto: was du jetzt nicht bekommst, kriegst du nie und dann merkst du, dass dich einiges später eine menge Geld und Nerven kostet, das du jetzt vielleicht einfach so bekommst.

Der Makler schient mir seriös zu sein. Es gibt Verständigungsprobleme mit dem bisherigen Eigentümer, der Grieche ist. Habe nun erfahren, daß es vor zwei Wochen noch eine Eigentümerversammlung gab, die nun meine Fragen klären.

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@althaus

Habe mich entschieden nicht zu finanzieren. Was soll ich denn als risikolose Alternative machen, wenn ich das Geld habe. Lieber eine sichere Miete, statt unsicher Aktien - gewinne oder verluste.

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@althaus

Wie kann man einen Anlageberater empfehlen und dann in Zeiten wie diesen ein Problem haben, Geld anzulegen!!!

Wenn der es nicht geschafft hat, dir den Unterschied zwischen Aktien und Fonds zu erklären, tust du mir leid. Dass jetzt alles, auch eine noch so konservative Anlage stark steigt, dafür kann kein Berater was. Das ist allein Draghis schuld und sollte keinen verunsichern.

Du sicherst dir mit der Eigenkapitalfinanzierung auf fünf Jahre um die 1 %, auf zehn Jahre um die 1,5 % Zins. Vor Steuer natürlich. Wenn du die Zinsen absetzen könntest, geht noch dein Grenzsteuersatz runter. Also auf zehn Jahre weniger als 1 % Zins. Wenn in zehn Jahren der Zins hoch wäre, könntest du es mit dem Geld ablösen.

Wenn Draghi sich plötzlich mit Prof. Sinn verbündet und dessen Meinung zu seiner macht, kannst du mit der Verzinsung leben. Wenn aber diese 0,1-%-Wahrscheinlichkeit nicht eintritt, ist es eine strohdumme Entscheidung.

Zum einen, weil du - wir reden von einer langfristigen Anlage - sichere 6 % + gegen 0,.. % Rendite tauschst. Dazu gibst du aber auch Liquidität und Bonität, die man auch mal überraschend brauchen kann, für nichts her.

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