Was sollte beim Immobilienkauf vor dem Notartermin alles geklärt sein?

6 Antworten

Der Vertrag sollte dir zwei Wochen vor Notartermin zur Durchsicht und Prüfung zugesandt werden. Manchmal kommt es vor, dass sich Notare nicht an die Frist halten bzw. den Vertrag nicht eher fertig bekommen haben. In diesem Fall kannst du den Notartermin jedoch verschieben. Die Zeit sollte man sich auf jeden Fall immer nehmen und den Vertrag auf jeden Fall durch einen Anwalt prüfen lassen. 

Dir ist hoffentlich klar, dass Du mit der Abzugsfähigkeit der Zinsen spielst.

Du zahlst aus Eigenkapital. Dann ist es durch.

Nach 1-2 Monaten holst Du Dir eine Finanzierung.

Zahle lieber von einem Girokonto was dadurch ins Minus geht (Eigenkapital kannst Du ja in der Übergangsphase verpfänden. Dann den Zwischenkredit mit dem Immobiliendarlehen ablösen.

Der Steuerberater bekommt alle Angaben zum Darlehen. Hierzu bekommt er auch eine Zins-Tilgungstabelle die für die ganze Laufzeit gilt. Die und den Kreditvertrag nimmt er als Grundlage für die Abzugsfähigkeit der Zinsen. Ich sehe da kein Problem, wenn ich das Darlehen erst nach 2 Wochen ausbezahlt bekomme, nachdem ich aus Eigenkapital die Wohnung bezahlt habe. Wie soll das, das Finanzamt nachvollziehen können?

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Du hast Recht. Ich darf nicht aus Eigenkapital bezahlen. Mal sehen. ob mir die Zeit dafür noch reicht.

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@althaus

Es ging mir nicht darum Recht zu haben, sondern Dich vor Schaden zu bewahren. Möchtest Du wissen, was ich bevorzugt trinke? ;-) :-)))))))

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@wfwbinder

Will Dir doch nicht mit Alkohol einen Schaden zufügen. Bei mir bekommst Du einen doppelten Espresso.

Habe mich entschlossen nicht zu finanzieren und zahlen gleich alles. Was soll ich als Alternative mit dem Geld anfangen? Zinsen gibt es keine. Aktien zu spekulativ, also dann lieber in die Immobilie investieren.

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@althaus

OK, man muss sich mit der Lösung wohl fühlen, das ist das Wichtigste. 

P.S.

Wenn Du mal in Berlin bist, melde Dich, ich komme auf den Espresso zurück. ;-)

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Hört sich alles sehr nach fröhlichem "über-den-Tisch-ziehen" eines leider auch auf dem Gebiet vollkommen Ahnungslosen an. 

Natürlich ist die Finanzierung keine Selbstverständlichkeit. Erwerbsunfähige oder Privatiers kriegen nur selten und wenn dann nicht so ohne weiteres Kredite. Wenn es die Idee des Maklers war => siehe erster Satz. 

Warum kann man das mit dem Eigentumsübergang nicht so machen, wie es sich gehört. Noartermin, Auflassungsvormerkung (dauert halt so lange, wie sie dauert, daran sind auch schon Verträge gescheitert und mussten rückabgewickelt werden), zwei Wochen später Bezahlung. Wenn du die Finanzierung in dem Monat nicht hinbekommst, bekommst du sie nie hin.

Warum sollte es ausgerechnet bei dir kein Problem geben, wenn das Darlehen nicht an den Käufer sondern an dich ausgezahlt wird. Du finazierst dann ja niocht die Immobilie. Die hast du schon durch Eigenkapital finanziert. Wo sollte - vor dem Finanzamt ein Unterschied zwischen einem Tag und zehn Jahren sein? Du hast eine Chance (dass die das übersehen) aber wie wfwbinder schreibt spielst du mit der Abzugsfähigkeit der Zinsen. 

Der Gag ist, dass dich als Ex-Banker mit starkem Selbstbewußtsein bei vollkommener Ahnungslosigkeit natürlich jeder (vor allem auch deine Bank) ins offene Messer laufen lässt. Du hast es ja so gewollt.

Sonst sind neben der Teilungserklärung (die man nicht nur haben sondern auch verstanden haben sollte) dei letzten drei Versammlungsprotokolle und die letzen drei Hausgaldabrechnungen, ein ordentlicher Grundriss und was der bisherige Eigentümer halt sonst noch hat (Baubeschreibung, Architektenplan ...) üblich. Überlege nach dem Motto: was du jetzt nicht bekommst, kriegst du nie und dann merkst du, dass dich einiges später eine menge Geld und Nerven kostet, das du jetzt vielleicht einfach so bekommst.

Der Makler schient mir seriös zu sein. Es gibt Verständigungsprobleme mit dem bisherigen Eigentümer, der Grieche ist. Habe nun erfahren, daß es vor zwei Wochen noch eine Eigentümerversammlung gab, die nun meine Fragen klären.

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@althaus

Habe mich entschieden nicht zu finanzieren. Was soll ich denn als risikolose Alternative machen, wenn ich das Geld habe. Lieber eine sichere Miete, statt unsicher Aktien - gewinne oder verluste.

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@althaus

Wie kann man einen Anlageberater empfehlen und dann in Zeiten wie diesen ein Problem haben, Geld anzulegen!!!

Wenn der es nicht geschafft hat, dir den Unterschied zwischen Aktien und Fonds zu erklären, tust du mir leid. Dass jetzt alles, auch eine noch so konservative Anlage stark steigt, dafür kann kein Berater was. Das ist allein Draghis schuld und sollte keinen verunsichern.

Du sicherst dir mit der Eigenkapitalfinanzierung auf fünf Jahre um die 1 %, auf zehn Jahre um die 1,5 % Zins. Vor Steuer natürlich. Wenn du die Zinsen absetzen könntest, geht noch dein Grenzsteuersatz runter. Also auf zehn Jahre weniger als 1 % Zins. Wenn in zehn Jahren der Zins hoch wäre, könntest du es mit dem Geld ablösen.

Wenn Draghi sich plötzlich mit Prof. Sinn verbündet und dessen Meinung zu seiner macht, kannst du mit der Verzinsung leben. Wenn aber diese 0,1-%-Wahrscheinlichkeit nicht eintritt, ist es eine strohdumme Entscheidung.

Zum einen, weil du - wir reden von einer langfristigen Anlage - sichere 6 % + gegen 0,.. % Rendite tauschst. Dazu gibst du aber auch Liquidität und Bonität, die man auch mal überraschend brauchen kann, für nichts her.

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