was sind werbungskosten beim Kindergeld

2 Antworten

DEr Werbungskostenbegriff ist der des Einkommensteuergesetzes.

Die Anschaffungskosten des Laptop werden dabei auf 3 Jahre verteilt. Nur das wirkt sich sowieso nciht aus, weil auch hier der Pauschbetrag von 920,- Euro gilt. Erst wenn die Werbungskosten höher sind, wirkt es sich zusätzlich aus.

Wenn Du - um Kindergeld noch zu bekommen - zu weit über der Einkommensgrenze liegst, kannst Du wie bei einer normalen Arbeit auch die Werbungskosten vom Einkommen abziehen, aber Achtung: beim 400-Euro-Job kannst nix abziehen. Zu diesen Werbungskosten zählen z. B. Fahrtkosten für den Arbeitsweg zum Arbeitgeber (30 Cent pro einfachen km anrechenbar), Reisekosten (wenn Du mal auf einem Seminar oder einer Dienstreise warst), Fachbücher, Arbeitskleidung, Reinigungskosten der Arbeitskleidung, Beiträge zur Gewerkschaft oder zum Berufsverband, Kontoführungsgebühren und weiteres. Die Kosten für Deinen Laptop mit 599 Euro kannst nicht auf einmal abiehen, den Betrag mußt Du auf 3 Jahre verteilen, nur wenn das Ding netto bis zu 410 Euro gekostet hätte, hättest es als geringwertiges Wirtschaftsgut auf einmal ansetzen können. Da es beim Kindergeld doch um einen großen Betrag geht, würde ich Dir empfehlen, noch den Lohnsteuerhilfeverein oder einen Steuerberater einen Blick auf Deine Zahlen werfen zu lassen, damit Du nix vergißt.

Kindergeld nach Heirat - Einkommensgrenze

Hallo,

ich habe geheiratet und soll ab dem Tag der Hochzeit das Kindergeld zurückzahlen, also 1840 Euro, weil ich alleine über dem Freibetrag liege (6600 drüber). Meine Frau aber hat deutlich weniger verdient als der Freibetrag hoch ist.

Nach meiner Überzeugung sollte ich diese Differenz mit mir selbst verrechnen können, da zwar meine Einkommensgrenze übertreten worden ist; Jedoch ist mein Einkommen dennoch nicht hoch genug, um meinen eigenen Lebensunterhalt und den meiner Frau begleichen zu können. Die Sachbearbeiterin sieht das scheinbar anders, stützt sich jedoch auf keine gesetzliche Grundlage.

Ich habe das Merkblatt Kindergeld 2013 nun durchgesehen und habe in 3.7 folgende Passage gefunden:

Der Kindergeldanspruch kann fortbestehen, wenn [..] das verfügbare Nettoeinkommen (vgl. Nr. 3.6) des Kindes bzw. des Ehegatten [...] so gering ist, dass der UNterhalt des Kindes nicht sichergestellt ist.

in 3.6 wird dann entsprechend auf die 8130 Euro Grenze verwiesen.

Das interpretiere ich nun natürlich so und das entspricht auch dem logischen Menschenverstand, dass wir mit dieser Ausdrucksweise zusammen veranlagt sind, denn da steht ja "bzw. des Ehegatten". Das heißt wir haben BEIDE zusammen eine Grenze von jeweils 8130 Euro. Und nur weil der eine diese Grenze übersteigt, der andere jedoch offensichtlich deutlich unterschreitet, finde ich es unfair und ungleichberechtigt, dass das Kindergeld nur deshalb gestrichen werden soll.

Was wäre denn, wenn ich alleine 9000 verdiene und meine Frau nichts? Demzufolge würde mir dann auch das Kindergeld gestrichen - allerdings kann man von 9000 Euro jährlich nicht zu 2. leben.

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