Was sind die Voraussetzungen für einen Verlustvortrag?

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Was sind die Voraussetzungen für einen Verlustvortrag

  1. Die Erleidung eines Verlustes im Bereich der Werbungskosten oder Betriebsausgaben, der in Deutschland steuerlich relevant ist.
  2. der Antrag auf Feststellung eines vortragsfähigen Verlustes.
  3. die Feststellung des vortragsfähigen Verlustes.

Bräuchte ich bereits jetzt einen Hauptwohnsitz in Deutschland?

Nein. Aus zwei Gründen:

  1. Das (deutsche) Steuerrecht unterscheidet überhaupt nicht zwischen Haupt-, Erst- oder Wasauchimmer-Wohnsitz.
  2. Verluste kann man auch ganz ohne Wohnsitz in Deutschland erleiden. Die dazugehörigen Einkünfte müssen nur steuerwirksam sein.

Vielen Dank! Ganz konkret zu meinem Fall aber:

Ich habe im Moment noch einen Nebenwohnsitz in Deutschland. Nächste Woche ziehe ich nach England und behalte meinen Hauptwohnsitz in Österreich. Den in Deutschland gebe ich auf. Nun hatte ich dieses Jahr (2017) keinerlei Einnahmen. Ich würde also gerne die in England entstehenden Kosten als Verlustvortrag mitnehmen. 

Ich werde 2018 im September wahrscheinlich wieder in Deutschland wohnen (mit Hauptwohnsitz). In der Zeit bis dahin werde ich aber eben viele Ausbildungskosten in England haben. 

Kann ich dann die in England entstandenen Kosten als Werbungskosten absetzen? Bzw. was wären die Voraussetzungen um diese geltend machen zu können?

Viele Grüße & besten Dank vorab 

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@Christian07

Mit welcher in Deutschalns steuerpflichtigen Einkunftsquelle stehen denn diese in UK verursachten Aufwendungen im Zusammenhang?

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@EnnoWarMal

Es wird sich dann um Einkünfte nichtselbstständiger Arbeit handeln. 

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@Christian07

Also wenn ich richtig verstehe, wirst du in Deutschland arbeiten und um das zu können, benötigst du eine Ausbildung in UK.

Das sind Werbungskosten, die tatsächlich zu einer Verlustfeststellung führen.

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Hallo, kann ich für 2009 + 2010 einen Verlustvortrag geltend machen, obwohl für 2011 bereits eine bestandskräftige Einkommensteuererklärung beschieden wurde?

Ich möchte gerne die Kosten für mein Zweitstudium als Werbungskosten geltend machen. Studiert habe ich von 2008 bis 2014. Wie ich gelernt habe, gilt für einen Verlustvortrag eine siebenjährige Feststellungsfrist, weshalb ich für die Jahre ab 2009 noch eine Feststellungserklärung bzw. Einkommensteuererklärungen abgeben kann. Nun habe ich für 2011 dummerweise schon eine Einkommensteuererklärung abgegeben. Damals über den Steuerberater meiner Eltern, um ein paar Euro gezahlte Lohnsteuer zurückzubekommen. Leider ohne Ansatz der ganzen Studienkosten als Werbungskosten. Okay, Fehler, Pech gehabt, für 2011 ist nichts mehr drin. Nun aber zur eigentlichen Frage: Für 2009 und 2010 könnte ich nicht unerhebliche Verlustvorträge geltend machen (doppelter Haushalt, Fahrtkosten etc.). Die würden dann ja von 2009 auf 2010 und dann auf 2011. Geht das denn, wenn der Bescheid für 2011 schon rechtskräftig ist? Oder werden die dann einfach direkt nach 2012 übertragen? Da wäre dann noch die Frage, ob ich den Verlustvortrag 2009 und 2010 in 2012 einfach unter "Verbleibender Verlustvortrag laut Feststellungsbescheid zum 31.12.2011" eintragen kann? Denn 2011 wurde er ja nicht festgestellt, sondern 2010. Es würde mich sehr freuen, wenn mir bei dieser recht speziellen Frage jemand helfen könnte. Vielen Dank!

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