Was sind die negativen Aspekte an einem Mietkaufvertrag?

1 Antwort

Die Miete bei Mietkauf beinhaltet natürlich Finanzierungskosten, d.h. man sollte darauf achten, daß der gesamte Preis unter dem Strich so nicht deutlich höher ausfällt als der Wert der Immobilie, die per Darlehen finanziert wird.

Es ist darauf zu achten, wie der Mietkaufvertrag gekündigt werden kann. Will man z.B. beruflich bedingt umziehen oder hat doch ein geeignetes Objekt zum Kauf gefunden, so ist das Ende von Mietkaufverträgen nicht so schnell herbeizuführen wie bei reiner Miete.

Weiterhin sollte man sich Gedanken machen, was im Fall von Arbeitslosigkeit oder anderen finanziellen Engpässen passiert. Kündigt der Vermieter/Verkäufer den Vertrag, so liefen Finanzierungskosten für den Kauf an den Vermieter, die nun jedoch verloren sind, da man die Immobilie ja nicht mehr kaufen möchte. Die Flexibilität ist daher stark eingeschränkt.

Letzter Punkt: sollte der Vermieter in Insolvenz gehen, kann das Objekt Bestandteil der Insolvenzmasse werden. Hier muss man auf die Eintragung eines Eigentumsvorbehalts achten, damit die Immobilie vor Insolvenz der Vermieters/Verkäufers geschützt ist.

Es gibt also Licht und Schatten... normalerweise ist man flexibler und günstiger mit den eigenen Darlehen. Falls nicht, hat vielleicht die Immobilie einen Haken, der sich nicht sofort offenbart und der Wert liegt deutlich niedriger als angenommen.

Ich als Miterbin will in eine Wohnung des geerbten Hauses einziehen - darf der zweite Miterbe mir das verbieten?

Ich bin zu einem Achtel Mitglied einer Erbengemeinschaft (Vater gestorben). Mein Bruder hat auch ein Achtel geerbt, meine demente im Heim befindliche Mutter hat die restlichen sechs Achtel des Hauses geerbt.

Mein Bruder und ich sind, zusammen mit dem Betreuungsgericht, Betreuer unserer Mutter.

Das Haus soll verkauft werden, was sehr schwierig ist, es steht nun schon fast ein Jahr leer. Deshalb möchte ich vorübergehend in eine der drei Wohnungen des Hauses einziehen, bis wir Käufer gefunden haben.

Selbstverständlich bin ich bereit, eine angemessene Nutzungsentschädigung (ortsübliche Miete) zuzüglich der entsprechenden Umlagen an die Erbengemeinschaft zu zahlen. Ich würde auch wieder ausziehen, sobald sich ein Verkauf anbahnt.

Mein Bruder verweigert mir aber einen Miet- bzw. Nutzungsvertrag, er will NICHT, dass ich dort einziehe. Begründet hat er das nicht. Meine demente Mutter hingegen hat mir schon ein paarmal angeboten, in das Haus einzuziehen. Sie lebt im Heim.

Meine Argumente sind, dass ich lieber Miete in unsere Erbenkasse zahle als Miete an fremde Vermieter, zumal wir kaum Reserven in der Erbenkasse haben. Wir müssen z.B. Heizöl kaufen, und im Winter muss Schnee geräumt werden. Wenn ich dort wohne, könnte ich das selbst machen, ansonsten müssten wir ein Unternehmen beauftragen, was sich letzten Winter als sehr teuer erwiesen hat.

Es geht hier also um Wirtschaftlichkeit und sinnvolle Verwaltung, und dass das Haus nicht noch länger leersteht, was ja auch den Verkaufswert nicht gerade steigert.

Fragen:

Darf ich auch ohne Nutzungsvertrag einfach dort einziehen, wenn ich freiwillig und regelmäßig diese angemessene Nutzungsentschädigung (Miete+Umlagen) an die Erbengemeinschaft zahle?

Darf mein Bruder mir verbieten, in die eine der drei Wohnungen des Hauses, welches ja zu einem Achtel auch mir gehört, einzuziehen? Bzw. was kann mir blühen, wenn ich einfach dort einziehe - auch gegen den Willen meines Bruders? Kann der mich z.B. rausklagen?

Wie kann ich vorgehen, damit ich auch ohne das Einverständnis meines Bruders dort einziehen kann?

Inwieweit könnte ich das Betreuungsgericht in diese Sache einbinden bzw. auf dessen Hilfe hoffen?

Was könnte ich sonst noch in der Sache tun?

Über Antworten würde ich mich sehr freuen.

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Wohnung ohne Eigenkapital mit Schufa Eintrag kaufen?

Folgende Situation:

Habe aufgrund vergangener Spielsucht (inzwischen abstinent) kein Eigenkapital mehr, da verspielt, und noch etwa 3.000Eur Schulden. Darüber hinaus gibt es wohl einen Schufa Eintrag, was ich daran merkte, weil mir eine 495Eur Waschmaschine beim Elektrohändler nicht finanziert werden konnte. Einen Kredit bekomme ich auch nicht, nur bei der Von Essen Bank oder Sigma Bank aber dann zu sehr schlechten Konditionen.

Ich habe einen festen Job mit Festvertrag und verdiene dort 1.600Euro. Zusätzlich habe ich ca. 300Euro monatliche Einnahmen aus Gewerbebetrieb.

Nun soll meine Wohnung (62qm 3Zi. mit Balkon, nähe Innenstadt, große Stadt im Ruhrgebiet) verkauft werden und meine Vermieterin hat sie mir angeboten für 65.000Euro. Ich zahle an Miete nur 310Eur da die Wohnung alte Fenster aus Holz mit Einfachverglasung und ein altes Bad hat.

Sollte ein Interessent sie zur Eigennutzung kaufen, müsste ich raus und würde keine andere Wohnung finden wegen des Schufa Eintrags. Mein Onkel, der mehrere Immobilien besitzt, überlegt auch ob er sie vielleicht kaufen würde.

Kann mir jemand einen Tipp geben? Ich würde die Wohnung am liebsten selbst kaufen aber ich denke das ist aufgrund meiner Schufa- und Schuldensituation sowie ohne Eigenkapital wohl eine unvernünftige Idee? Generell will ich ja selbst auch mal Eigentum in Form einer Wohnung haben anstatt ewig zu mieten. Die Chance wäre jetzt ideal. Wäre das nicht vielleicht doch irgendwie machbar?

Oder soll ich meinen Onkel sie lieber kaufen lassen? Er hätte das Geld und müsste nur ggf. etwas für Instandhaltung von Bad und Fenstern sowie Nebenkosten wie Notar usw. max. 20.000 aufnehmen. Ich müsste sicher min. 80.000 aufnehmen.

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