Was sind 'Beiträge zur privaten Kranken- und Pflege-Versicherung ...' auf der Lohnsteuerbescheinigung bei Beamten?

2 Antworten

Eine Information habe ich bereits gefunden

http://www.juraforum.de/forum/t/steuerbescheid-zeile-28-lst-bescheinigung.515245/):

  • Der Wert aus Zeile 28 wird nirgendwo in der ESt-Erklärung eingetragen.
  • Ein privat Versicherter trägt die Daten seiner privaten Kranken- und Pflegepflichtversicherung mit Aufschlüsselung von Basis- und Wahlanteil entsprechend der von seinem Versichererelektronisch an die Finanzverwaltung übermittelten Daten ein.
  • Insbesondere bei jungen Beamten, bei denen die Basisanteile zur PKV niedrig sind, sind prinzipiell Nachzahlungen von ESt möglich, da wie ausgeführt bei der ESt die tatsächlichen Beiträge zählen und durch die Berücksichtigung der Mindestvorsorgepauschale der Lohnsteuerabzug effektiv zu niedrig war.
  • Dass beim Lohnsteuerabzug berücksichtigten Vorsorgeaufwendungen höher als die tatsächlichen waren, ist einer der Gründe für eine Pflichtveranlagung.

Dementsprechend gilt nur noch herauszufinden, worauf die 2060€ im Steuerbescheid basieren bzw. woraus sie sich zusammensetzen.

0

Jede Menge wird "gemeldet" - was hat das mit Deiner "Frage" zu tun?

Hey,

eigentlich habe ich meine Frage 5 Min. später bearbeitet. Die Bearbeitung ist wohl bis dato irgendwie nicht durchgegangen.

In der Bearbeitung habe ich eine zweite Frage hinzugefügt:

Was fällt unter 'übrige Vorsorgeaufwendungen' im Steuerbescheid bzw. woraus erwächst die dortige Summe in Höhe von 2060€? 

Ich dachte nämlich zunächst, dass Zeile 28 aus der Lohnsteuerbescheinigung irgendwie ein Teil der 'übrigen Vorsorgeaufwendungen' darstellt.

Und da ich nun weiß - sich ergebend aus der obigen Antwort -, dass Zeile 28 keinerlei Einzug in die Steuererklärung und somit den Steuerbescheid bekommt, bleibt hier die Frage übrig:

2) Was sind 'übrige Vorsorgeaufwendungen' und wie komme ich im Steuerbescheid auf dort aufgeführten 2060€? 

0
@Olivenbaum2013

Weisst Du, welches die verhassteste Berufsgruppe bei Finanzbeamten (und nicht nur bei denen) ist - Lehrer. 

Welch unglaubliches Zeug denen einfällt, ist manchmal nicht zu glauben, aber man muss irgendwie darauf eingehen. Auch wenn der Schmarrn noch so gross ist, sie sind immer im Recht und wissen (bzw. nicht) alles besser.

Bist Du auch Lehrer?!

1
@Impact

Nein, keiner von uns ist Lehrer.

Aber seitdem ich im letzten Jahr unter anderem vergessen habe die Krippe meines Kindes abzusetzen und 500€ in den Wind geschossen habe, bin ich da jetzt vorsichtiger.

Ich habe gerade entdeckt, dass es bei Elster die Möglichkeit gibt gleichzeitig mit der Steuererklärung die Steuerberechnung zu erstellen - immer und immer wieder. Damit rekonstruiere ich meine Steuererklärung 2016 und sehe welche Veränderungen in der Steuererklärung welche Konsequenzen im Steuerbescheid haben.

Allerdings habe ich immer noch keine Ahnung, wie der Steuerbescheid unter übrigen Vorsorgeaufwendungen auf 2060€ kommt. Mal schauen.

Ausschließen konnte ich schon einmal

- meine private Rentenvers., da die nach 2005 war,

- meine priv. Zusatzkrankenvers., da die zu niedrig ist.

Zudem frage ich mich, wo denn die priv. KV für sie und die Kinder eingetragen wurde.

0

Wieso kann man eine Krankenzusatzversicherung bei der Einkommensteuererklärung nicht unter "außergewöhnliche Belastungen" absetzen?

Hallo, ich habe da mal eine Frage!

Wieso kann man, wenn man in der Einkommensteuererklärung den Höchstbetrag von 1900 Euro an Vorsorgeaufwendungen erreicht hat, weitere Kranken- und Pflegezusatzversicherungen nicht unter außergwöhnliche Belastungen angeben?

Ich kann zwar die Differenz der medizinischen Behandlungen, die ich nicht durch die Krankenzusatzversicherungen erstattet bekomme unter "außergewöhnliche Belastungen" angeben, die entsprechenden Jahresbeiträge für die Krankenzusatzversicherung aber nicht. Dabei entstehen doch durch diese Krankenzusatzversicherungen auch erhebliche außergewöhnliche Belastungen. Und hätte man keine Krankenzusatzversicherung müsste man ja den kompletten Betrag z.B. für eine Zahnkrone selber bezahlen. Diesen könnte man dann allerdings voll unter "außergewöhnliche Belastungen" angeben.

Meine Frau und ich haben für 2016 knapp 6000 Euro an Versicherungsbeiträgen gezahlt (Sterbegeld-, private Pflege-, Unfall-, Kinderpflege-, diverse Krankenzusatzversicherungen usw.). Also alles Versicherungen die absetzbar wären. Geltend machen konnten wir nur 3800 Euro.

Die außergewöhnlichen Belastungen (Medikamente, Zahnbehandlung, Brillen, Physio, Krankenhaus, Fahrtkosten usw.) betrugen in 2016 3000 Euro (somit konnten wir hier 2000 Euro geltend machen).

Da wäre es ja fast besser, man kündigt alle Krankenzusatzversicherungen und bezahlt die entstandenen Arztkosten selber, damit man die Summe komplett unter "außergewöhnliche Belastungen" angeben kann.

Oder gibt es eine Möglichkeit, Versicherungen die über den Betrag von 1900 Euro Vorsogeaufwand liegen, in der Einkommensteuererklärung liegen, steuerlich abzusetzen.

Wir sind Kassenpatienten.

Gruß

...zur Frage

Was möchtest Du wissen?