Was passiert wenn neue Aktien emittiert werden?

1 Antwort

  1. Die Entscheidung trifft natürlich die Hauptversammlung nach Vorbereitung von Vorstand und Aufsichtsrat.
  2. Das aufteilen in kleinere Anteile wäre ein "Aktiensplitting" in dem man aus Beispielsweise 100.000 AKtien zu 100 Euro = Grundkapital 10.000.000,-, 200.000 Aktien zu je 50,- Euro macht, damit die einzelne Aktie an der Börse nicht soviel kostet. Es gab schon Aktiengesellschaften bei denen eine Aktien 10.000,- DM und mehr kostete.
  3. Aktien die das Unternehmen hält sind selten und deren Menge ist limitiert. ie können jederzeit wieder über die Börse verkauft werden.
  4. Bei neuen Aktien ist es meist so, dass das Grundkapital aufgestockt wird udn dafür neue Aktien ausgegeben werden. Nehmen wir an, das Unternehmen hat ein Grundkapital von 10.000.000,- Euro in 1.000.000 Aktien a 10 Euro Nennwert mit einem Kurs von 22,- Euro. Die brauchen frisches Kapital. Also erhöhen sie das Grundkapital um 20 % auf 12.000.000,- Euro und geben dafür 200.000 neue Aktien aus. Da die natürlich keiner für die 22,00 Euro Kurswert kaufen würde (Verwässerung des Kurses), werden die dann für 20,- Euro angeboten. Da dies die Altaktionäre, die ja Aktien im Wert von 22,- Euro haben, benachteiligen würde, werden Bezugsrechte ausgegeben. Je 5 Aktien hat jeder Aktionär das Recht 1 neue Aktie zum Preis von z. B. 18,- Euro zu kaufen. Die Altaktionäre, die das nicht wollen, können dann ihr Bezugsrecht ggf. verkaufen. Diese Neuemission spült auf diese Weise ca. 3,6-4,0 Mio. Euro in die Kasse des Unternehmens. Die Investmentbank, die das begleitet, verdient sich dabei dumm und dusselig. Daher sind Börsengänge bei Banken beliebt.
Woher ich das weiß:Berufserfahrung

Vielen dank für die Antwort.Eine Sache habe ich nicht verstanden, bei der Aufstockung des Grundkapitals in dem beispiel wird es ja um 2 millionen erhöht und 200000 aktien a 10 euro herausgegben.Demnach müsste das Unternehmen durch die Emission ja 2 millionen dadurch verdienen und nicht 3,6-4 oder hab ich da etwas falsch verstanden.Und stellt eine neuemission nicht auch ein risiko für altaktionäre da, da sich durch eine geringen prozentsatz an den Anteilen ihr Stimmrecht verkleinern würde und ein neuer investor ja schnell kommen könnte und die neu emittierten aktien kaufen könnte und sich so ein stimmrecht verschafft

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@user12124

Ich schrieb doch, dass der Kurs der Aktie 22 ist. also jede Aktie einen Wert von 22 Euro repräsentiert. Also werden die Aktien wie in meinen Beispiel für 20 Euro ausgegeben. Für Altaktionäre mit Bezugsrecht für 18 Euro.

Also eine Aktie zum Nennwert von 10,- Euro für 18,- bis 20,- Euro. Die Differenz ist der "Ausgabeaufschlag" und geht bilanziell in die Rücklagen.

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@wfwbinder

ach so ich dachte ein unternehmen schafft eigenkapital immer nur durch den herausgegeben nennwert mal die Anzahl der Aktien

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