Was passiert wenn ein Erbe sein Erbe auschlägt?

2 Antworten

Hallo, zunächst hat der Erbe die Kosten einer standesgemäßen Beerdigung zu zahlen. Diese Kosten werden dem Nachlass entnommen.

Eine Erbausschlagung befreit nicht generell von der Kostenübernahmepflicht ! (Auf Grund im Bestattungsgesetz geregelter Totenfürsorge, Bestattungspflicht nächster Angehöriger))

lt. § 1959 BGB erlaubt es dem Erben aber, auch wenn er das Erbe anschließend ausschlägt, geschäftsführend für den Verstorbenen tätig zu werden, um Angelegenheiten im Interesse des Verstorbenen zu regeln (z.B. Bestattungskosten anweisen, oder Verträge kündigen)

K.

Man kann ein Erbe nicht teilweise, sondern nur komplett ausschlagen.

Wenn das von den vier Personen einer tut, erben die anderen jeweils zu einem Drittel.

Pflichtteilsansprüche sind hierbei nicht berücksichtigt.

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Mikkey:

"Teilweise annehmen" wäre doch ein absolutes Novum im Erbrecht. Aktiva annehmen, Passiva ausschlagen!

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@Franzl0503

Unter solchen Konditionen hätte ich damals auch die "Neue Heimat" für eine Mark kaufen wollen

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Komplizierte Erbschaft - ausschlagen oder nicht?

Hallo zusammen,


ich bin etwas verzweifelt. Mein Ziehvater (nicht leiblich) ist verstorben und hat ein etwas undurchsichtiges Erbe hinterlassen, weshalb ich nicht weiß, ob ich es ausschlagen soll oder nicht. Kurz zur Erklärung:

Mein Ziehvater lebte mit meiner Mutter zusammen, beide waren nicht verheiratet, wohnten aber seit vielen Jahren in einem Haus (beiden gehört eine Hälfte). Es gibt lediglich einen Bruder von ihm (keine weitere Familie), der jedoch nichts von alledem wissen will (schlechtes Verhältnis).

Im Testament meines Ziehvaters steht nun, dass ich seine Haushälfte erben soll. Meine Mutter und sein Bruder sollen zu gleichen Teilen des Rest erhalten. "Der Rest" besteht nun leider mehr aus Schulden, weshalb beide das Erbe ausschlagen werden. Da ich nun die eine Haushälfte erben soll, die abzüglich des Restdarlehens noch einen definitiven Wert besitzt, würde ich das Erbe antreten.

Nun meine Fragen:

1) Wenn ich der einzige bin, der das Erbe nicht ausschlägt, erbe ich dann alles oder nur den durch Testament bestimmten Teil? Die Rechnung würde sich dadurch nämlich wesentlich verändern.

2) Was passiert mit der Haushälfte, sollte ich das Erbe ebenfalls ausschlagen? Theoretisch würde doch der Staat erben, da es keine weiteren Erben gibt (weder gesetzliche noch durch Testament benannte). Was macht der Staat mit der Haushälfte? Hat da jemand Erfahrung?


Über eure Hilfe wäre ich sehr dankbar!!

Kevin

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mein Vater ist vor kurzem verstorben und hat, wie wir 4 Kinder nun herausgefunden haben, ein Haus mit Schulden meiner Mutter hinterlassen.

Was wäre nun die bessere Vorgehensweise von uns Kindern?

auf das Erbe verzichten oder die Schuld mit unserer Mutter mittragen und das Erbe annehmen?

Sebastian

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Alleinerbe und Pflichtteil

Guten Tag,

Erblasser: Verstorbener Vater

Erbberechtigte Personen?: Sohn P. Tochter E.

(Jeweils 1 Halbbruder und 1 Halbschwester mütterlicher Seitz, Mutter ist
vor 18 Jahren verstorben ist und per Pflichtteil wurde von Vater ausbezahlt.)

Mein 95jähriger schwerpflegebedürftiger und verwitweter Vater ist kurz vor Weihnachten verstorben. Er wurde von mir (Sohn P. und meiner Ehefrau) die letzten fast 4 Jahren mit Unterstützung eines ambulanten Pflegedienstes in seinem Häuschen gepflegt und erst Mitte August, nach einem Totalzusammenbruch - und nachdem keine häusliche Pflege mehr möglich war - von mir in einem nahegelegenen Pflegeheim untergebracht (habe eine Generalvollmacht) , dort wurde wirklich für ein Würdiges Weiterleben gesorgt.

Ich hatte meinen Vater, der ja nur 500 € Rente und ca. 10000 € Rest-Ersparnis hatte, ab dort monatlich jeweils 350 € Pflegezuschuss überwiesen, da das Pflegeheim ja sehr, sehr teuer war.

  • Mein Vater hatte 1999 ein notarielles Testament gemacht und mich als "alleinigen und ausschließlichen Erben" für das vorhandene sanierungsbedürftige Häuschen mit kleinem Garten und einen kleineren übriggebliebenen Geldbetrag eingetragen, da er von seiner Tochter E. im Stich gelassen wurde und diese Ihr Erbe bereits vor vielen
    Jahren ausbezahlt bekam (Erbvertag war in einer bekannten Geldkassette und war
    verschwunden).

  • Meine leibliche Schwester E., hatte eigentlich schon vor vielen Jahren ihr Erbe
    ausbezahlt bekommen, sie lebt seit über 15 Jahren mit ihren Freund in einem südlichen Land und lässt den „Herrgott einen guten Mann“ sein

    o der zu jener Zeit aufgesetzte private Erbvertrag ist wieder verschwunden, wie auch damals vor über 18 Jahren das handschriftliche Testament meiner Eltern als meine Mutter starb, in diesem ich außer meinem Vater auch als Erbe erwähnt wurde (es war niemanden etwas nachzuweisen wer das damalige Testament u. später den priv. Erbvertrag entnommen hatte...)

    o Meine Schwester kümmerte sich seither wie auch zuvor nicht mehr um ihren Vater, und auch nicht um meine und meiner Ehefrau "unserer" Entlastung, als sie
    von mir telefonisch von fast 4 Jahren erfuhr, dass unser Vater einen Herzstillstand
    hatte und von nun an pflegebedürftig war.

    o Sie besuchte Vater das letzte Mal vor über 5 Jahren zum 90. Geburtstag für einige Stunden, das war der 2. Besuch seit über 15 Jahren.

Meine Frage:

  • Muss ich meiner Schwester trotz diesen Vorkommnissen den Pflichtteil von 25 % der Gesamterbes ausbezahlen?
  • Das doch sehr renovierungsbedürftige Haus muss erst von mir geräumt und verkauft werden (und ich und meine Ehefrau müssen wieder, wie all die vielen Jahre zuvor, alles
    aus eigener Kraft stemmen und die anderen sonnen sich)
  • Kann ich, wenn ich den Pflichtteil ausbezahlen müsste, eine Stundung beantragen, bis der wahre Wert ermittelt oder durch Verkauf erzielt wird.

Vielen Dank

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