Was passiert, wenn die Ehefrau nach dem Trennungsjahr der Scheidung widerspricht?

2 Antworten

Dann muss zur Überzeugung des Gerichts vorgetragen und unter Beweis gestellt werden, dass die Ehe gescheitert ist. Es wird dann also schmutzige Wäsche gewaschen. Andererseits ergibt auch keinen rechten Sinn mehr, wenn ein Partner an der Ehe noch festhalten will, während der andere einen unumkehrbaren Scheidungswillen hat. Er wird die Sache sicher durchbringen, ohne dass die 3 Jahre erst noch abgewartet werden müssen. Nur nach 3 Jahren wird unwiderlegbar vermutet, dass die Ehe gescheitert ist. Es bedarf also da auch keines entsprechenden Vortrags bzw. keiner schmutzigen Wäsche mehr.

Stehen unsere Gerichte über dem Recht?

Hallo, ich sitz mächtig in der Tinte. Bei Beratungsgespräch beim Scheidungsanwalt informierte mich dieser falsch und absolut unzulänglich. Dann berechnete das Gericht zu hohe Scheidungskosten und mein Anwalt legte ohne meine Weisung Rechtsmittel ein. Ich reklamierte dies aber nur mündlich, weil er mich telefonisch informierte und behauptete, die Beschwerde sei bereits versendet. Schriftlich schrieb er, keine Rechtsmittel ohne meine Weisung einzulegen. Diese Weisung gab es nie. Der Anwalt behauptete, dass mich die Scheidung bei meinem Einkommen nichts kosten würde. Als das Gericht aber 3.500,- Verfahrenskosten zahlbar zu Monatsraten zu 115,- verlangte, legte er seine Beschwerde fehlerhaft ein und meinte ich müsse nur 70,- bezahlen. Die Ablehnung kostete mich 50,-. Ich war verzweifelt, ich habe das Geld nicht. Schrieb meinem Anwalt, dann müsse ich meinen Antrag zurückziehen. Er schrieb mir, dass mir dadurch bereits Kosten entstehen würden. Auf meine weiteren Schreiben schwieg mein Anwalt. Die erste Rate wurde fällig. Ich bezahlte. Die 2. Rate währe im Nov. fällig gewesen. Ich bat das Gericht um Neuberechnung. Nun stimmte die Berechnung und -100 war das Ergebnis. Das Gericht erließ mir die Ratenzahlung jedoch erst ab 1.12. Daraufhin legte ich Beschwerde ein und verlangte die 50,- und die 115,- zurück. Sowie den Erlaß der bereits im Rückstand befindlichen rate für November. Ich begründete, dass die Beschwerde meines Anwalts gerechtfertigt war, er jedoch die Freibeträge nicht berücksichtigt hatte. Und eine Berechnung der Verfahrenskosten aufgrund meiner Einkommensverhältnisse nicht stattfinden hätte dürfen und verwies auf die aktuelle Berechnung des Gerichts. Daraufhin schrieb mir die Rechtspflegerin vom Amtsgericht, dass ich bezahlen müsse und kein Geld zurückbekommen würde. Ich soll bis 10.12. Rückmeldung geben, ob sich mein Schreiben erledigt habe. Zudem müsse ich die November-Rate bezahlen und noch 52,50 Gerichtskosten, sowie 316,18 Rechtsanwaltsvergütung.

  1. Es kann doch nicht angehen, dass das Gericht nicht zu seinem Fehler steht. Die Falschberechnung lag nicht in meinem Verschulden. Das durch Irrtum von mir überwiesene Geld muss mir die Landeskasse zurückerstatten. Steht ein Richter-Beschluß über geltendem Recht?

  2. Kann ich nicht beurteilen, ob ich ausreichend beweisen kann, dass eine Falschberatung durch meinen Anwalt vorlag. ich habe jedoch nicht die Mittel um dies prüfen zu lassen. Was kann ich tun?

  3. ist die Vorderung des Gerichts rechtens, mir nun Kosten aufzubrummen, wenn mein Einkommen (915,-) Monat beträgt? Wie kann ich ohne Geld zu meinem Recht kommen?

Hinzukommt, dass ich keine Arbeit mehr bekomme, 60% Schwerbehindert und 48 Jahre alt. Meine Frau ist psychisch krank. Möchte nun die Scheidung erst, wenn ich ihr eine Abfindung bezahlen kann. Wir leben bereits seit 6 Jahren ohne Krankenversicherung. Habe nun 400 l Heizöl gekauft und bin bereits am Monatsanfang pleite. Bin psychisch, gesundheitlich und finanziell am Ende.

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