Was passiert wenn Anleger in eine Anteilklasse investieren wollen, aus der zuvor allen Anleger ausgestiegen sind?

3 Antworten

Vielleicht hilft Dir folgender Eintrag in Wikipedia:

Fondsanteilklassen bilden verschiedene Säulen innerhalb der Struktur eines Investmentfonds. Diese werden unter einer Art Schirm (engl.: Umbrella) zusammengefasst, weshalb diese Form der Konstruktion im Fachjargon als Umbrella-Fonds bezeichnet wird. 

Die meistgenutzte Form in Deutschland ist das sog. SICAV-Modell. Hierbei handelt es sich um einen Fonds nach Luxemburger Recht, der in der Regel durch eine in Luxemburg ansässige Tochtergesellschaft einer deutschen Investmentgesellschaft vertrieben wird.

Jede Anteilklasse wird üblicherweise mit eigener ISIN, WKN und weiteren Stammdaten versehen. Unabhängig von der Anteilklasse ist grundsätzlich jeder Fondsanteil gleich viel wert, da er sich auf das gemeinsame Fondsvermögen bezieht.

"Unabhängig von der Anteilklasse ist grundsätzlich jeder Fondsanteil
gleich viel wert, da er sich auf das gemeinsame Fondsvermögen bezieht.
"

Die thesaurierende Anteilsklasse hat einen teureren Fondsanteil, da die ausschüttungsfähigen Erträge einbehalten und reinvestiert wurden.

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@LittleArrow

Ergänzung: ...und die von den Vermittlern vertriebenen Anteilsklassen für die Kleinanleger bleiben wegen der höheren Verwaltungskosten hinter den Anteilsklassen für institutionelle Anleger zurück.

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@NasiGoreng

Dazu bedarf es aber nicht der Vermittler. Auch der Fonds hat hier entsprechend höhere Verwaltungskosten, die der Anteilsklasse direkt belastet werden. Der Fondsbestand/-wert an sich bleibt aber davon nicht betroffen.

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Das Ganze ist nicht möglich.

Ein Fonds(Vermögen) hat Anleger, die in verschiedenen Anteilsklassen investieren können (und das können auch mal 27 sein).

Wenn wer den letzten Anteil einer Anteilsklasse verkauft, wird der Anleger, der neu investieren will, entweder auf eine andere verwiesen. Alternativ wird er sich mit dem sozusagen weitergelaufenen Anteilswert/Anteilspreis beteiligen. Er kauft ja Anteile an einem Fonds(vermögen), den es weiterhin gibt und der Preis, den er zu zahlen hat, hängt von desser Wert ab.

Gegenüber den anderen Anteilseignern wird er logischerweise weder bevorzugt noch benachteilig.

Vermutlich kann dann niemand mehr neue Anteile kaufen, denn die Anteilsklasse wird spätestens bei 0 Anteilen sofort geschlossen.

Sollte dies wider Erwarten nicht der Fall sein, gehört ein Anleger der in eine solche Anteilsklasse investiert in die Klappsmühle. Wer investiert schon in eine Anteilsklasse aus der alle anderen Anleger fluchtartig ausgestiegen sind? Überdies hat jede Anteilsklasse Mindestkosten (z.B. für den Wirtschaftsprüfer) die pro Jahr bei mehreren tausend EUR liegen. Die zahlt dann der einzige Anleger ganz allein.

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